Startseite → Übersicht → Wertungsordnung → 4.9 Folge-DWZ Berlin, 30.05.2012
Wertungsordnung - 4.9 Die Berechnung der Folge-DWZ
DWZ/Elo
Übersicht Info zur DWZ Wertungsordnung    2.1 Themenbeschr.    2.2 Grundlage ...    2.3 Verfahren ...    2.4 Funktionsträger    2.5 Kostenübernahme    3.1 DSB-Grundlagen    3.2 Richtlinien    4.1 Ziel    4.2 Komponenten    4.3 Mindestpartien    4.4 Restpartien    4.5 Gewinnerwartung    4.6 Punkterwartung    4.7 Punkterwartung    4.8 Turnierleistung    4.9 Folge-DWZ    4.10 Einordnung    5. Regeländerung    6.1 Wertungszahlen    6.2 Voraussetzungen    6.3 Fristen    7.1 Richtlinien    7.2 Organe    7.3 Veröffentlichung    7.4 Computer    7.5 Turniercode    7.6 Daten    8. Richtlinien    Anhang 1.1    Anhang 1.2    Anhang 1.3    Anhang 2.1    Anhang 2.2    Anhang 2.3    Anhang 2.4    Anhang 2.5 Elo (FIDE-Rating) Kontakt Reklamationen Webmasterinfo Datenbank Turniere
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  4.9 Die Berechnung der Folge-DWZ

4.9.1 Die Berechnungsformel

Bei Spielern, die bereits eine DWZ besessen haben oder auch ein FIDE-Rating bzw. eine anerkannte, vergleichbare nationale Wertung, wird die alte Wertungszahl Ro mit Hilfe der errechneten Punkterwartung We und einem Entwicklungskoeffizienten E in die neue DWZ = Rn umgerechnet:

Rn = Ro + 800 x (W - We) / (E + n)

4.9.2 Der Entwicklungskoeffizient E

Der Entwicklungskoeffizient E wird separat für jeden Spieler berechnet, und zwar variierend nach dessen Spielstärke und Alter. Er bewirkt eine stärkere Berücksichtigung der neuen Spielerfolge bei jüngeren Spielern und bei solchen mit niedriger DWZ, eine geringere in umgekehrten Fällen. Zur Verstärkung dieser Tendenz wird bei Jugendlichen bis 20 Jahre beim Erreichen eines positiven Turnierergebnisses (Turnierpunkte W größer oder gleich der Gewinnerwartung We) der Grundwert des Entwicklungskoeffizienten zusätzlich mit dem Beschleunigungsfaktor fB multipliziert. Andererseits wird bei einem negativen Turnierergebnis (Turnierpunkte kleiner als Gewinnerwartung We) bei Spielern mit DWZ kleiner als 1300 ein Bremszuschlag SBr addiert.

E = Grundwert E0 x Beschleunigungsfaktor fB + Bremszuschlag SBr

mit

E0 = (Ro / 1000 )4 + J

Hierin ist J abhängig vom Alter:
Jugendliche bis 20 Jahre J = 5
Junioren von 21 bis 25 Jahre J = 10
alle Spieler über 25 Jahre J = 15


fB = Ro / 2000 mit 0,5  fB  1,0

nur für Jugendliche bis 20 Jahre bei W We, sonst fB = 1.

SBr = e (1300-Ro)/150  - 1

nur für R0 < 1300 und W We, sonst SBr = 0.

Anmerkung: e, genannt Eulersche Zahl, ist die Basiszahl des natürlichen Logarithmus und hat als Größe die Zahl 2,7 und daran anschließend zweimal das Gründungsjahr der Universität Dresden, also 2,718281828.

Für E gelten folgende Begrenzungen:
Der Wert von E ist stets ganzzahlig gerundet anzusetzen. Er ist abhängig vom Index und muss mindestens 5 betragen. Sein Maximalwert ist 30 bzw. 5 x Index bei SBr = 0, er darf für SBr 0 den Wert von 150 nicht überschreiten. Für Spieler ohne Wertungszahl wird bei der Ermittlung von E der Index 1 verwendet. Es gilt:

E  5 und E  30

bzw.

5 x Index (für SBr = 0)

und

E  150 (SBr  0)

4.9.3 Erhöhung des Indexes

Zum Abschluss aller Wertungsvorgänge wird der jeder DWZ anhängende Turnierindex um 1 erhöht, selbst wenn bei einem Spieler nur eine Partie zur Anrechnung gekommen ist. Als Ro eingehende FIDE-Ratingzahlen werden vor der ersten Auswertung mit dem Index "6" gekennzeichnet. Aus anderen Fremdsystemen als Ro eingehende Werte werden vor der Auswertung mit dem Index "0" gekennzeichnet, danach mit "1" (siehe 4.9.2 E-Begrenzung). Bei bisher ungewerteten Spielern werden die berechneten Rh-Werte durch Anhängen des Indexes "1" zur ersten DWZ.
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