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Ingo-Zahl

Das Ingo-System wurde im Mai 1947 von Anton Hösslinger erfunden und diente der mathematischen Unterscheidung der Spielstärken von Schachspielern. Genau ein Jahr später veröffentlichte Hösslinger sein System, welches er nach seiner Heimatstadt Ingolstadt benannt hatte.

Mehr zur Geschichte der Ingo-Zahl fnden Sie in der Wikipedia.

Wertungsspiegel

Ingo-Elo-Spiegel April 1990

  • Vorwort
  • Ingo-Bestenlisten des DSB
  • Auswertungen von Einzelmeisterschaften DSB und DSJ
  • Auswertungen von Bundesliga-Mannschaftskämpfen 1988/89
  • Ingo-Bestenlisten der Landesverbände
  • Nationale Wertungszahlen der DDR
  • FIDE-Elo der DDR-Frauen
  • FIDE-Elo-Weltranglisten
  • Alle DSV/DSB-Spieler mit FIDE-Elo
  • Anschriftenliste aller Ingo-Bearbeiter des DSB

Wertungsspiegel September 1993

  • Vorwort
  • Von der Ingo-Zahl zur DWZ
  • Bestenlisten des DSB
  • Bestenlisten der Landesverbände
  • Protokoll der Versammlung der Wertungsreferenten am 21.05.1993 in Ratingen
  • Anschriftenliste der Wertungsreferenten
  • DWZ-Auswertungen Mannschafts- und Einzelmeisterschaften des DSB
  • FIDE-Ratinglisten vom 1. Juli 1993

Ingo-Broschüre von Anton Hösslinger

Die Hefte 2 und 3 der Ingo-Broschüre liegen in der DSB-Geschäftsstelle im Original vor und hier als PDF.

Heft 2 vom November 1954

Anton Hösslinger, der sich in seinen eigenen Drucksachen auch gelegentlich Hößlinger schrieb, brachte seine Ingo-Broschüre auf eigene Kosten als sogenannte "Verteidigungsschrift" heraus, da ihm die Schachpresse für Publikationen verwehrt blieb.

In Heft 2 zählt er die 34 Vorteile des Ingo-Systems auf. Danach kommt er auf die Gegner des Systems zu sprechen, was sich wie ein roter Faden durch das ganze Heft zieht. Das Ingo-System wurde als Hokuspokus abgetan, weil z.B. Weltmeister Botwinnik in einer Ingo-Rangliste nur auf Platz 6 landete. Zum Schluß kommt Hösslinger auf das in den USA bereits Ende 1950 veröffentlichte und sofort angewendete Harkness-Verfahren zu sprechen. Ingo wurde in den USA viel eher akzeptiert als in Deutschland, wo es 1954 noch nicht offiziell anerkannt war.

Dem Heft sind noch zwei Anhänge beieglegt. Einmal eine Tabelle zum Nachschlagen mit Ingo-Gewinnprozenten und zum anderen einige Berechnungsmethoden, die anhand von Tabellen veranschaulicht werden.

Heft 3 vom November 1955

Im ersten Kapitel des dritten Heftes schreibt Hösslinger allgemein zu den Genern des Ingo-Systems und nennt hier insbesondere den Hamburger Meister Herbert Heinicke, der sich in der Deutschen Schachzeitung ausgiebig über die Berechnungen seiner Turnierergebnisse echauffiert hat. Hösslinger nennt bei den "Ingo-Freunden" eine Zahl von 3-4.000, bei den Gegnern 1-2.000 und sieht die anderen 30.000 DSB-Mitglieder als neutral gegenüber dem System eingestellt.
Sodann beschwert sich Hösslinger über die vielen "Verbesserer", die mit "Hunderten von Vorschlägen versuchen, Ingo zu korrigieren." 20.000 Arbeitsstunden hat ihm das Ingo-System nach eigener Schätzung bisher gekostet, dazu Porto und Druckkosten für allein 5.000 Broschüren, womit er wohl die Hefte 1 bis 3 meint.

Im zweiten Kapitel dreht sich alles um die Überbewertung der Partienanzahl bei der Ingo-Berechnung. Für Hösslinger stand das Ergebnis in Prozent immer im Vordergrund.

Im dritten Kapitel ist der sogenannte "Eigenfaktor" Thema, die Heranziehung der eigenen F-Zahl für die nächste Auswertung. Hösslinger berücksichtigte die eigene Zahl des zu berechnenden Spielers nicht. Einige andere Methoden machten aber genau das.

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