|
von Manfred Kalmutzki
| Der Standpunkt des DSB |
Schach kann von jedermann und zu
jeder Zeit gespielt werden. Dies gilt vor allem auch für behinderte Menschen.
Schach ist eine der Sportarten, die von Menschen mit den unterschiedlichsten
Behinderungen gemeinsam mit nicht behinderten Menschen vollwertig ausgeübt
werden kann.
Die Behinderten erfahren hier die
Anerkennung und Integration in der Welt der nicht behinderten Schachspieler.
Der Schachsport ermöglicht ihnen Erfolgserlebnisse, die ihnen in anderen
Lebensbereichen verwehrt sind.
Behindert spielen regelmäßig in
vielen Vereinen und nehmen einzeln, mit eigenen Mannschaften, aber vor allem in
gemischten Mannschaften am Spielbetrieb teil.
Wir möchten:
- Behindertengerechte Schachangebote schaffen und
- Initiativen entwickeln zur vollen Integration Behinderter in das Schachleben.
| Broschüre des DSB "Schach mit Behinderten" |
Diese Broschüre (z.Z. vergriffen) enthält die Themen:
- Seite 1: Schach mit Behinderten – weshalb?
- Seite 3: Aussage des Deutschen Sportbundes zum Sport der Behinderten
- Seite 6: Medizinische Aspekte im Behindertenschach (Dr. Helmut Pfleger)
- Seite 11: Schach mit Blinden (Günter Schöchlin, Heidelberg)
- Seite 15: Schach im Gehörlosen-Sportverband
- Seite 16: Schach mit Behinderten im Rollstuhl (Manfred-Oswin Stein, Heidelberg)
- Seite 20: Schach mit Lernbehinderten (Wolfgang Wertenbroch)
- Seite 24: Schach in den Johannesanstalten
| Ziele des Breitenschachs |
Der Deutsche Schachbund äußerte sich wie folgt:
Das Thema muss "Schach mit Behinderten" lauten, nicht
etwa "Schach der Behinderten", weil die Integration unserer behinderten
Mitbürger durch das Schach, nicht ihre Isolation beim Schachspielen unter
Behinderten erreicht werden soll."
Ich vertrete den Standpunkt, dass es beide Kategorien gibt,
sowohl
- das Schach mit Behinderten, als prinzipielles soziales Ziel, aber auch
- das Schach der Behinderten, als das Anliegen des Breitenschachs.
Beim Breitenschach geht es darum,
Wettkämpfe der Zielgruppen, also z. B. der Kinder, der Senioren, der
Familien und natürlich auch der Behinderten zu organisieren. Diese Methode
dient dazu, an bestimmte soziale Interessengruppen heranzukommen, sie für das
Schach zu interessieren und zu gewinnen.
Wenn also Behinderte in den
Mannschaften des Vereins spielen, also in das Vereinsleben integriert sind,
gehören sie in das Ressort des Spielleiters und nicht mehr in das des Breitenschachleiters.
Ich sehe keinen Widerspruch des
Schachs der oder mit den Behinderten.
"Prinzipiell sind die Zielgruppen
nicht zu isolieren, sondern in das Vereinsleben, wie in Mannschafts- und
Einzelkämpfe, Geselligkeit u. s. w., dass heißt in die ganze Erlebniswelt des
Schachvereins einzubeziehen.
Im Verein haben Kinder, Senioren, Familien und Behinderte
ihre gemeinsame Schachheimat."
Ich komme also zu der Erkenntnis:
Beim Breitenschach
geht es um das Schach der Behinderten.
Text gekürzt nach Ausführungen des Referenten für
Breitenschach des Sächsischen Schachverbandes Manfred Kalmutzki
|