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23.09.2013

Baden ist Deutscher Mannschaftsmeister 2013 der Landesverbände

Baden, v.l.n.r. Helmut Escher, Fedor Duchatskij, IM Michail Nekrassow, FM Christof Herbrechtsmeier, Gerhard Kaiser, Peter Hurst

In einer qualitativ stark besetzten Seniorenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände gelingt es der badischen Erstvertretung das Turnier siegreich zu beenden und den bereits im Vorjahr gewonnenen Titel zu verteidigen. In der letzten Runde mussten die allein an der Spitze liegenden Badener allerdings noch einen schweren Gang antreten.

NRW I konnte den Badenern bei einem hohen Sieg den Titel noch streitig machen. Bei einem Unentschieden konnte auch HessenI, engster Verfolger von Baden noch aufschließen.

Entsprechend engagiert gingen die NRWler ans Werk, IM Boris Chanukow steckte gegen seinen Kontrahenten IM Michail Nekrassow eine Figur ins Geschäft. Da wollte sich sein Mannschaftskollege FM Bernhard Schippan gegen Fjodor Duchatskij nicht lumpen lassen und tat es ihm nach. Beide mit der erkennbaren Devise „Barfuss oder Lackschuh“.

Während sich das Opfer von IM Boris Chanukow nach und nach in Luft auflöste und zum Partieverlust führte, konnte der Deutsche Vizemeister FM Bernhard Schippan mit drei Bauern für die Figur seine Gewinnchancen deutlich erhöhen. Als FM Hans Werner Ackermann mit einem Sieg gegen Gerhard Krieger, dessen bisher weiße Partienweste zerstörte konnten die Nordrhein-Westfalen ausgleichen.

Am Tisch zwei konnten die Hessen bei einem Sieg über Brandenburg auch noch vom Titel träumen. IM Klaus Klundt zeigte mit seinem schnellen Remis gegen Dr. Hans-Joachim Grottke noch nicht den nötigen Kampfgeist. Am Spitzenbrett profitierte IM Anatoli Donchenko von einem doppelten Figurenopfer von FM Ralf-Axel Simon, wovon das zweite schnell in den Partieverlust und zur Hessener Führung reichte. Am 2. Brett beendete der Deutsche Einzelmeister FM Ryhor Isserman ein durchwachsenes Turnier mit einem Remis gegen FM Günter Walter.
FM Jürgen Haakert konnte mit seinem Sieg gegen CM Hubert Walkewitz die hessischen Träume nach diesem 3:1 Erfolg noch einmal aufleben lassen.

Entscheidend würden die beiden noch laufenden Partien am Spitzentisch sein.

Nach dem erwarteten Sieg von FM Bernhard Schippan konnte Hessen weiter träumen. Denn in der Partie zwischen FM Jefim Rotstein und FM Christoph Herbrechtsmeier lag zwar der mögliche Ausgleich in der Luft, aber noch war nichts entschieden. Aber Mannschaftsführer FM Christoph Herbrechtsmeier wurde seiner Verantwortung gerecht und stellte mit seinem Sieg das Mannschaftsremis sicher, das durch die bessere Brettwertung Titelverteidigung und Platz 1 vor den ansonsten punktgleichen Hessen auf Platz 2 bedeutete.

Auf dem 3. Platz kam BayernI ein, die in der Schlussrunde mit einem 3:1-Sieg gegen Niedersachsen I noch verdient aufs Treppchen kamen.

Gerhard Meiwald
Pressereferent der Seniorenkommission des DSB

Endstand

Pl. Mannschaft DWZ S R V MP BP
1. Baden 1 2266 5 2 0 12:2 19.5
2. Hessen 1 2280 5 2 0 12:2 18.0
3. Bayern 1 2112 4 2 1 10:4 18.0
4. NRW 1 2222 4 2 1 10:4 16.0
5. Schleswig-Holstein 1 2067 4 1 2 9:5 16.0
6. Berlin 1 2138 3 3 1 9:5 15.5
7. Württemberg 1 2129 3 3 1 9:5 14.5
8. Sachsen-Anhalt 1 2014 3 2 2 8:6 16.0
9. Niedersachsen 1 2072 4 0 3 8:6 14.5
10. Hamburg 1 2119 2 4 1 8:6 14.5
11. NRW 2 2099 3 2 2 8:6 14.5
12. Brandenburg 1 2127 3 2 2 8:6 14.5
13. Bayern 2 1940 3 2 2 8:6 14.0
14. DBSB 1954 4 0 3 8:6 13.5
15. Rheinland-Pfalz 1 2095 1 5 1 7:7 14.5
16. Meckl.-Vorpommern 1 1855 3 1 3 7:7 14.5
17. Württemberg 2 2059 3 1 3 7:7 14.0
18. Sachsen 2102 3 1 3 7:7 13.5
19. Bremen 1924 3 0 4 6:8 15.5
20. Brandenburg 2 1969 3 0 4 6:8 15.0
21. Hamburg 2 1973 3 0 4 6:8 14.5
22. Niedersachsen 2 2002 2 2 3 6:8 13.5
23. Berlin 2 2060 2 2 3 6:8 13.0
24. Hessen 2 2045 3 0 4 6:8 12.5
25. Baden 2 2050 2 1 4 5:9 14.5
26. Sachsen-Anhalt 2 1899 2 0 5 4:10 13.0
27. Meckl.-Vorpommern 2 1815 2 0 5 4:10 12.0
28. Schleswig-Holstein 2 1940 2 0 5 4:10 11.5
29. Rheinland-Pfalz 2 1784 1 0 6 2:12 9.5

// Archiv: DSB-Nachrichten // ID 9146

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