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11.09.2017

Deutschlands größter Schachverein hat einen neuen Vorsitzenden

DSB-Präsident Ullrich Krause (l.) dankt Christian Zickelbein
Hamburger SK
DSB-Präsident Ullrich Krause (l.) dankt Christian Zickelbein

Auf der Jahreshauptversammlung des Hamburger Schachklubs am 8. September 2017 kandidierte der erste Vorsitzende Christian Zickelbein nach 30 Jahren nicht mehr für dieses Amt. Zu seinem Nachfolger wurde Thomas Woisin gewählt. Christian Zickelbein: "Ich bin sehr froh, dass Thomas, seit 50 Jahren Mitglied im Klub, nun Zeit für den Vorsitz im Klub hat, weil er wie ich auch ein Herz für die Jugendarbeit hat, sodass unser guter Jugendvorstand weiterhin die Unterstützung des Gesamtvorstandes haben wird."

Unmittelbar nach der Entlastung des Vorstandes wurde Christian Zickelbein unter stehenden Ovationen zum Ehrenvorsitzenden seines Vereins ernannt.

Zu der Versammlung war ich als Gast eingeladen worden, so dass ich die Möglichkeit hatte, unserem Ehrenmitglied auch im Namen des Deutschen Schachbundes für sein schachliches Lebenswerk zu danken. Es gab und gibt im Deutschen Schachbund nicht viele Visionäre wie ihn, die wirklich große neue Pläne und Ideen nicht nur formulieren, sondern die sich darüber hinaus von den zu erwartenden Widerständen nicht davon abhalten lassen, diese auch umzusetzen. Beispielhaft möchte ich hier nur die Gründung der Deutschen Schachjugend oder die des Vereins Bundesliga e.V. nennen.

Der neue Vorstand des HSK
Hamburger SK
Der neue Vorstand des HSK

Im Nachgang zur Versammlung habe ich Christian noch gefragt, was er sich für das deutsche Schach wünscht. Hier seine Antwort:

Unser altes königliches Spiel soll jung bleiben! Und wir alle, die wir uns für das Spiel als Sport begeistern und uns als Spieler, Trainer oder Lehrer und als Verantwortliche für die Organisation des Deutschen Schachbundes und der Deutschen Schachjugend, der Landesverbände und der Vereine engagieren, sollen bereit sein, im Streit um Ideen, Konzepte und Veranstaltungen fair miteinander umzugehen und voneinander, aber auch von anderen Ländern zu lernen. Wir sollen uns bemühen, den Spagat zwischen anzustrebenden Höchstleistungen und der Basisarbeit in Kindergärten, Schulen und im Verein auszuhalten. Wir müssen als ehrenamtlich Engagierte lernen mit denen zusammenzuarbeiten, die ihr Berufsleben dem Schachspiel widmen - ob als Großmeister oder als Lehrer und Trainer: Nur wenn die Vereine lernen, mit den Eltern ihrer Kinder und mit Schulen zusammenzuarbeiten, werden wir uns vom Boom des Schachspiels in den Grundschulen eine dicke Scheibe abschneiden und auch viele Mädchen und Frauen für die Vereine gewinnen können.

Lieber Christian, für Deinen schachlichen „Unruhestand“ wünsche ich Dir alles Gute! Ich hoffe, dass Du auch ohne offizielles Amt Deinem Verein und dem Deutschen Schachbund noch lange mit Rat und Tat zur Seite stehen wirst.

Ullrich Krause
Präsident des Deutschen Schachbundes

Weiterführende Links: Wikipedia | Bundesverdienstkreuz | 80. Geburtstag

// Archiv: DSB-Nachrichten // ID 22341

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