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12.02.2017

Elisabeth Pähtz eine Runde weiter!

Elisabeth Pähtz
David Llada
Elisabeth Pähtz

Frauen-Schach-WM vom 10. Februar bis 4. März 2017 in Teheran

Die starke Iranerin Atousa Pourkashiyan, die beim Hamburger SK Elisabeth's Mannschaftskameradin ist, vermochte nicht die deutsche Nummer 1 in Gefahr zu bringen. Die heutige zweite Partie brachte Elisabeth Pähtz ohne Probleme nach Hause. Nun darf sie sich auf die ehemalige Weltranglistenerste Pia Cramling freuen!

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Bundestrainer Dorian Rogozenco: "In der zweiten Partie hatte Elisabeth wieder eine Überraschung für ihre iranische Gegnerin parat (5.c4 in der Russischen Partie). Das brachte Weiß nicht nur einen Zeit-, sondern auch einen frühzeitigen Stellungsvorteil. Pourkashyian verteidigte sich bis zum 24. Zug recht gut, verlor dann aber unter zunehmenden Druck den Pfaden. Bereits nach ihrem Zug 25... Da3, hatte Elisabeth die Chance mittels 27. De2 einen Bauern zu gewinnen, da nach 27...Tb8 28. Lf4 der schwarze Turm überlastet ist. Ohne Engine ist der Zug De2 aber alles andere als offensichtlich. Auch nach ihrem Partiezug 27. Lg5 behält Weiß die Initiative und es dauerte nicht lange, bis ihre Gegnerin mittels 29...Kf8 den partieentscheidenden Fehler begann. Morgen starten die Tiebreaks, sodass sich Elisabeth, als auch ihre kommende Gegnerin - Pia Cramling, einen Ruhetag gönnen können."

Interview mit Dorian Rogozenco

Dorian, Schach im Iran - welche Rolle spielt das Land international und wie ist der Standard der Spielerinnen dort einzuschätzen?

Schach wird im Iran immer populärer. Man sagt, es werden Dutzende Turniere täglich in diesem Land organisiert. Daher kann man das Niveau des Frauenschachs hier als ziemlich hoch bezeichnen.

Du begleitest unsere Spitzenspielerin Elisabeth Pähtz. Wie war die Vorbereitung und welche Chancen rechnest Du Dir aus? Wer dürften die größten Konkurrentinnen sein?

Die Vorbereitung bestand hauptsächlich aus einem Lehrgang im Leistungssportzentrum Kienbaum in der Nähe Berlins. Weil Elisabeth noch kurz zuvor in Gibraltar ein wichtiges Turnier spielte, fiel die Vorbereitung leider entsprechend kurz aus. Hier wünscht man sich als Trainer naturgemäß immer eine längere Vorbereitungszeit.

Elisabeth hat mit der ersten Partie ziemlich ruhig ins Turnier gefunden. Wir hatten eine Überraschung in der Eröffnung auf die die Gegnerin auf Nummer sicher reagiert hat, ins Endspiel abwickelte und es so zum Remis als logischem Ergebnis kam.

Hier in Deutschland fand die Diskussion um das Tragen des Kopftuches große Beachtung. Ist das vor Ort überhaupt ein Thema ?
Wie reagieren die offiziellen Organisatoren?

Das ist kein großes Thema hier, denn alle konzentrieren sich ausschließlich auf Schach. Das Turnier ist sehr gut organisiert und ich persönlich habe überhaupt keine Diskussion über irgendwelche Probleme gehört. Es ist wohl eher ein Thema der Medien als der Sportlerinnen.

Die Fragen für den DSB stellte Öffentlichkeitsreferent Frank Neumann.

DSB-WM-Seite

Frank Hoppe

// Archiv: DSB-Nachrichten // ID 21695

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