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15.01.2016

Große Trauer um tragischen Tod von Dr. Markus Keller

Eric van Reem

Für uns alle überraschend verstarb am Donnerstag* Dr. Markus Keller durch einen akuten Hirnschlag.

Markus war durch sein außerordentliches Engagement für unseren Schachsport bundesweit hoch angesehen und geschätzt wie auch menschlich durch seine besonnene, ausgleichende Art überaus beliebt.

Maßgeblich beteiligt war er am Aufbau und Erfolg der GKL**, des Schachzentrums Baden, des bisher einzigen Bundesstützpunktes, und als Hauptschiedsrichter bei internationalen Turnieren tätig. In diesen übergreifenden und verbindenden Institutionen zeigt sich sein Bemühen den Schachsport insgesamt mit Gewinn für uns alle voranzubringen. Darin war und ist er für uns alle auch ein Vorbild, gerade in der aktuellen Phase. In den Schachjugenden, im Bezirk Mannheim und in seinem dortigen Heimatverein engagierte er sich ebenso intensiv wie konstruktiv. Er hatte den Mut in den 90er Jahren mit der GKL und dem Schachzentrum in Baden-Baden einen auch beruflichen Neustart zu wagen und hat damit unserem Schachsport neue Wege eröffnet, von bis heute viele unserer Jugendtalente profitiert haben und viele weitere Talente in Zukunft profitieren werden. Wenn ein Mensch solch ein nachhaltiges Lebenswerk mitgeschaffen hat, bleibt er uns im Denken und Gedenken auf Dauer erhalten. Es wird viele Momente geben, in denen wir unvermittelt wieder an Markus denken werden, Bilder aufkommen und das Gefühl der Trauer und inneren Verbundenheit aufkommt.

Markus hinterlässt ein bleibendes Lebenswerk als Erinnerung an ihm und jenes bittere Gefühl, das uns nun jemand fehlt, der mit Rat und Tat sowie intelligenten Ideen das Schach gerade im Jugend- und Talentbereich stetig voranbrachte und die Fähigkeit besaß auch andere dafür zu begeistern und mitzunehmen auf diesen neuen Wegen. Eine ganz besondere Eigenschaft. So gelang es Markus unseren Schachsport auch immer wieder prominent in den Medien zu platzieren.

Wir kannten uns aus den gemeinsamen Zeiten im Bezirk Mannheim und später aus den gemeinsamen Verbandsaktivitäten. Ich hatte Markus stets wahrgenommen als ein geradliniger sympathischen Menschen, der offen seine verbandlichen Ansichten und persönlichen Neigungen vertrat und lebte und damit auch die Toleranz und konstruktive Kritik in unserem Schachsport forderte und förderte. Auch dazu braucht es großen Mut und innere Entschlossenheit. Markus hatte dafür die charakterliche Größe und enorme Energie.

Für all diese Einflüsse und Effekte sind wir ihm ausdrücklich und außerordentlich dankbar! Es ist immer besonders traurig, wenn ein Mensch, für uns agil und fit wirkend, mitten in der Lebensblüte mit nur 51 Jahren aus seinem Lebenswerk gerissen wird. Wir werden aus der jetzigen Trauer ein bleibendes Gedenken an seine Person, seine Erfolge und seine Aktivitäten schaffen.

Die Präsidenten der Landesverbände Württemberg Armin Winkler und Baden Uwe Pfenning
Klaus Deventer, Vizepräsident des Deutschen Schachbundes, zuständig für den Bundesstützpunkt in Baden
Herbert Bastian, Präsident des Deutschen Schachbundes
Kristin Wodzinski und Irene Steimbach, Vorsitzende der Schachjugend Baden
Michael Meier, Geschäftsführer der GKL Baden-Württemberg

*Einige Tage später wurde uns mitgeteilt, daß der Todestag Freitag, der 8. und nicht Donnerstag, der 14. war.
*GKL = Gemeinsame Kommission Leistungssport des Badischen Schachverbandes und des Schachverbandes Württemberg

Dieser Nachruf beim Badischen Schachverband
Meldung Schachzentrum Baden-Baden
Meldung OSG Baden-Baden

Gedenktafel auf schachbund.de

Ergänzung am 26.01.2016:

Die Trauerfeier ist am Freitag 29.01.16 um 11 Uhr in der Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof in Mannheim (Am Jüdischen Friedhof 1, 68167 Mannheim).

// Archiv: DSB-Nachrichten // ID 20646

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