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12.05.2017

IDJM ohne die iranische Teilnehmerin

Spielsaal
Bernd Vökler
Spielsaal
Der erste Tag der Internationalen Deutschen Juniorenmeisterschaft (IDJM) 2017 begann mit einer Schrecksekunde! Die Iranerin musste absagen! Am Flughafen in Barcelona wurde ihr mitgeteilt, dass ihre Reisedokumente für Deutschland nicht ausreichen würden. Was genau da schief gelaufen ist, war nicht mehr zu ermitteln. Nach ein paar Telefonaten und whats-appen stand mit Johannes Paul aus Magdeburg ein kurzfristiger Ersatzmann fest.

In Ströbeck konnte die erste Runde dann pünktlich starten. Bürgermeister Jens Müller eröffnete die Meisterschaft, welche heuer zum ersten Mal im K.o.-System ausgetragen wird. Damit wird der Druck mit Blick auf das mögliche frühe Ausscheiden auf alle Teilnehmer erhöht.

Die Liste der Favoriten ist lang und die echten Spitzenpaarungen kommen erst noch. Für die erste kleine Überraschung sorgte Josefine Heinemann. Sie überlistete den jungen Hamburger Luis Engel.

Erfahrung dominiert Jugend

Die Rückrunde des Achtelfinales bescherte wenig Überraschungen. So konnten insgesamt 5 Spieler das Brett mit einem 2 zu 0 verlassen. Es gewann jeweils die Erfahrung gegen Jugend, auch wenn dies nur an einem Brett die Niederlage des Elo-Favoriten bedeutete. So schlug die Ex-Magdeburgerin Josefine Heinemann (19) den Hamburger Luis Engel (15) auch in der zweiten Partie souverän.

Einzig das Match zwischen Spartak Grigorian und Filiz Osmanodja musste nach zwei Weißsiegen in die Verlängerung. Beim Stand von 1,5 zu 1,5 unterlief Filiz in der vierten Blitzpartie ein Fehler und sie verlor den Stichkampf.

Heute am Nachmittag standen die Hinrunden des Viertelfinals und die Trostrunde an.

Typisch K.o.-Turnier

Vor der Rückpartie war die Ausgangslage für Spartak Grigorian klar: „Alles oder Nichts“, lautete die Devise:

Grigorian,Spartak - Osmanodja,Filiz [D56]
IDJM Ströbeck (2.6), 12.05.2017

1. Sf3 d5 2. c4 e6 3. d4 Sf6 4. Sc3 Le7 5. Lg5 h6 6. Lh4 0–0 7. e3 Se4 8. Lxe7 Dxe7 9. Tc1 c6 10. g4 Sd7 11. h4 Sxc3 12. Txc3 c5 13. g5 h5 14. dxc5 Sxc5 15. Se5 g6 16. cxd5 Se4 17. d6 Sxd6 18. Lg2 Sf5 19. Dc2 Ld7 20. Lxb7 La4 21. Dxa4 Dxb7 22. 0–0 Dxb2 23. Tfc1 Tab8

24. Sd7 Die Springergabel scheint Weiß den Sieg zu bringen. Filiz setzt alles auf eine Karte und spekuliert auf Dauerschach. 24. ... Tb4 25. Dc2 Tg4+ 26. Kf1 Db7 27. Sf6+ Kg7 28. Sxg4 Dh1+ 29. Ke2

29. ... Dg2 30. Tc8? (30. Sf6 hält noch etwas Vorteil fest) Beide verkehren in großer Zeitnot. 30. ... Sg3+ 31. Kd2 (31. Kd3? Dd5+ -+) 31. ... Se4+ 32. Kd3 (einziger Gewinnversuch!) 32. ... Txc8 33. Db2+ Sc3!! (typisch Filiz, in horrender Zeitnot findet sie solche Züge)

34. Txc3 Td8+ 35. Kc2 (und jetzt?) 35. ... De4+?? 36. Td3+ Gegenschach und 1:0, während die Plombierung der langen Diagonale 35. ... e5!! 36. Sxe5 Dxf2+ Schwarz nach vorn bringt.

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Bernd Vökler

// Archiv: DSB-Nachrichten // ID 21961

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