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30.06.2016

Paul Lipke – Ein mitteldeutscher Schachgigant der „goldenen“ Dekade

Eine durchaus stattliche Erscheinung: Paul Lipke mit ca. 30 Jahren
Deutsche Schachzeitung 1900, Frontispiz
Eine durchaus stattliche Erscheinung: Paul Lipke mit ca. 30 Jahren

* 30. Juni 1870 in Erfurt; † 8. März 1955 in Osterburg/Altmark

Wenn der Rechtsanwalt und Notar Paul Lipke auch lediglich nur knapp zehn Jahre an überregionalen Turnieren beteiligt war und nach 1898 sich auf Beruf und Familie konzentrierte, gehörte er zweifellos zu den absoluten Spitzenkönnern. Seine auf einer vergleichbar geringen Anzahl von Turnierpartien beruhende, deshalb fragwürdig hohe historische Elozahl von 2725 zählt ihn für 1894 zu den fünf besten Spielern der Welt. Vielleicht war im Zeitraum vor dem Ersten Weltkrieg das deutsche Kaiserreich einfach mit zu vielen Schachtalenten gesegnet, um dem Amateur Lipke die Beteiligung an internationalen Turnieren und den Kräftevergleich mit „Professions-Spielern“ attraktiv erscheinen zu lassen.
Dem Schachspiel selbst blieb er sein ganzes Leben lang treu.

Lipke war im thüringischen Erfurt geboren worden, wurde früh Vollwaise und kam dadurch zu Verwandten (einer Tante) nach Burg (bei Magdeburg). Er war Schüler am Domgymnasium Magdeburg, legte dann nach Umzug seiner Angehörigen zu Ostern 1892 das Abitur in Halle ab. Angeblich wollte der junge Mann Konzertpianist werden, aber die gestrenge Tante bestand auf einen „bürgerlichen“ Beruf. [1, 2]
Somit studierte Lipke ab 1892 Jura an der Universität Halle und wurde 1897 Referendar. Nach dem Staatsexamen arbeitete er kurz als Gerichtsassessor in Halle, dann ließ er sich als Rechtsanwalt in der ca. 55 km nördlich gelegenen Kreisstadt Stendal in der Altmark nieder. Im Juli 1909 übersiedelte er nach Osterburg, nochmals 20 km weiter im Norden am Zusammenfluss der Flüsschen Biese und Uchte. Laut Alfred Diel [2] war Lipke zweimal verheiratet und hatte Kinder aus beiden Ehen, er liebte die Musik, gab Klavierunterricht und leitete in seiner Heimatstadt Gesangsvereine und Chöre.
(Die Quelle dieser Informationen blieb mir verborgen. Auch war mir der auf Paul Lipke Bezug nehmende Text Sportliches und kulturelles Leben von Werner Moritz und Horst Gerber in: Heimatverein Osterburg (Altmark) e.V. (Hg.): Osterburg im 20. Jahrhundert. Beiträge zur Stadtgeschichte, Halle 2006, S. 142ff, leider nicht zugänglich.)
Dort in Osterburg lebte und praktizierte Lipke bis ins hohe Alter, noch 1950 berichtete Kurt Richter in Deutsche Schachblätter (Leipzig), Heft 8 auf S. 126: „Der Altmeister Paul Lipke in Osterburg beging am 30. Juni in vollständiger geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag. Seinen Beruf als Rechtsanwalt und Notar versieht er nach wie vor und ist auch im Schach noch immer ein gefürchteter Gegner.“

Paul Lipke soll das Schachspiel als Sekundaner erlernt haben, vielleicht gab das Magdeburger Provinzialschachfest im August 1886 Anregung dazu. Während der Schulzeit wurde er jedenfalls schon Mitglied im Schachklub von Magdeburg, dort waren die Herren Göhle und Schollwer seine Spielpartner, aber auch Rudolf L´hermet (1859-1945). Im Klubturnier 1887/88 belegte er als Spieler der zweiten Klasse Platz vier, im Heft 21/22 der Brüderschaft im Juni 1888 wird er als Preisträger im Vorgabeturnier erwähnt.

Rudolf L´hermet (Diese Schreibweise scheint durch Autographen L´hermets belegt.) war wie Paul Lipke bis ins hohe Alter eine Lokalgröße des Saale-Schachbundes, zudem ein Meister der Problemkunst.
Intern. Galerie moderner Problem-Komponisten, 1930, S. 52
Rudolf L´hermet (Diese Schreibweise scheint durch Autographen L´hermets belegt.) war wie Paul Lipke bis ins hohe Alter eine Lokalgröße des Saale-Schachbundes, zudem ein Meister der Problemkunst.

1888/89 gewann Lipke, nun Spieler der ersten Klasse, das Winterturnier im Magdeburger Schachklub. Nach dem Umzug nach Halle meldete er sich voller Selbstvertrauen zu Beginn der Sommerferien Ende Juni 1889 für das Ehrenpreisturnier beim XI. Kongress des 1882 gegründeten Saale-Schachbundes in Dessau.
Mit 1,92 Meter Körperlänge und von athletischer Gestalt überragte der Pennäler seine Konkurrenten, musste aber deren spielerische Überlegenheit noch anerkennen (Deutsches Wochenschach 1889, S. 240). Durch den damaligen Sieger, Bernhard Hülsen (1864-1933, Bildnis im Beitrag zu Paul Seuffert), der in Halle Theologie studierte, wurde der junge Spieler in den nächsten Wochen theoretisch geschult, was diesem offenkundig einen beträchtlichen Spielstärke-Schub verschaffte. Denn im August 1889 gelang es Lipke beim Hauptturnier des sechsten DSB-Kongresses in Breslau, sich für die Siegergruppe zu qualifizieren. Diese wurde bekanntlich von Emanuel Lasker nach Stichkampf mit Emil von Feyerfeil gewonnen. Zu Laskers Gleichstand hat Lipke, der in einer eigentlich regelwidrig verlaufenen „Seeschlange“ (nach Abbruch wurde eine falsche Stellung aufgenommen) den Wiener von Feyerfeil mit Läufer und Springer mattsetzte, damals entscheidend beigetragen. Es war Lipkes einziger Sieg, er teilte dreimal die Punkte und war gegen Lasker und Adolf Steif unterlegen. Immerhin konnte er mit Ignaz von Popiel den fünften und sechsten Preis (80 bzw. 50 Mark) teilen.
Da Lipke als Primaner nur in der schulfreien Zeit bei auswärtigen Turnieren spielen konnte, blieb er in den beiden Folgejahren an den Kongressen des Saale-Schachbundes unbeteiligt. Seine kommenden Schacherfolge mussten somit bis Schulabschluss und Beginn des Jurastudiums warten, waren aber überragend. Denn inzwischen schulte Lipke sich im Selbststudium („Methodik von Steinitz“) und durch Fernpartien, hatte auch nach eigenen Worten „aus der Bekanntschaft mit Lasker“ geschöpft.
Der „freie Mann“, als der sich der Student endlich fühlen durfte, gewann am 19. Juli 1892 in Zerbst das aus seiner Sicht „schwach besetzte“ Hauptturnier, in dem er die Herren R. Schmidt und O. Rosenbaum „hinabsenkte“. (Das Deutsche Wochenschach machte damals aus dem Sieger einen Herrn Lübke aus Halle – S. 234.) Den Zerbstern gefielen Lipkes Auftritt (und seine unentgeltlichen Blindsimultan-Vorstellungen) so gut, dass er schon zum 1. Juli 1894 zu deren Ehrenmitglied ernannt wurde. [3]

Reinhold Schmidt (1847-1906), dem Schachliteraten aus Zörbig, wurde vom umtriebigen Löberitzer Schachforscher Konrad Reiß ein bleibendes „Denkmal“ gesetzt.
Die Schachgeschichten des Reinhold Schmidt, Zörbig/Löberitz 2009
Reinhold Schmidt (1847-1906), dem Schachliteraten aus Zörbig, wurde vom umtriebigen Löberitzer Schachforscher Konrad Reiß ein bleibendes „Denkmal“ gesetzt.

Der DSB konnte erst im Juli 1892 in Dresden seinen siebten Kongress abhalten. Dort feierte Lipke einen überlegenen Gewinn im gut besetzten Hauptturnier, der ihm den Meistertitel einbrachte und zur Teilnahme an den international besetzten Meisterturnieren der DSB-Kongresse berechtigte.

Im nachfolgenden „kleinen“ Meisterturnier zum 30-jährigen Bestehen des Hallischen Schachklubs reichte es dem Lokalmatador im Oktober 1892 „nur“ zum zweiten Preis hinter Hermann von Gottschall, aber vor Emil Schallopp und Rudolf L´hermet.

Beim ausschließlich national ausgeschriebenen Meisterturnier des achten DSB-Kongresses in Kiel im Spätsommer 1893 errang Paul Lipke den dritten Preis hinter den Co-Siegern Curt von Bardeleben und Carl Walbrodt. Gegen Letzteren musste Lipke seine einzige Niederlage quittieren. Dieser sollten noch zwei weitere (in Leipzig 1894 und Wien 1898) folgen, offenbar lag dem Riesen Lipke der trockene Stil des Berliner „Winzlings“ nicht. Die beiden körperlich so unterschiedlichen Meister am Brett zu beobachten, muss allein ein Vergnügen für die Kiebitze gewesen sein.

Carl August Walbrodt
Deutsches Wochenschach 1893, Nr.1, Beilage

Carl August Walbrodt (1871-1902) war der Jüngste jener Schachbegabungen, die dem 1877 gegründeten Deutschen Schachbund relativ unverhofft die Bürde einer Talentschmiede auferlegten. Von geringer Körpergröße - laut Deutsche Salta-Zeitung 1901, S. 266 „höchstens 1.20 m groß“, was sicherlich „untertreibt“ - wirkte Walbrodt als wahrhafter „Sitzriese“, auch was seine Spielauffassung betraf.

Tijdschrift van den Nederlandschen Schaakbond 1932, S. 279

Dieses um die „Offiziellen“ bereinigte Turnierbild von Nürnberg 1896 fand sich per Zufall in der Tijdschrift van den Nederlandschen Schaakbond 1932, S. 279. Es erlaubt einen Größenvergleich zwischen dem „Gross-Hoch-Dick- und Breitmeister“ Georg Marco - wohlweislich zwischen den durchaus stattlichen Maróczy und Showalter platziert - mit den von links stehenden „Hänflingen“ Lasker, Charousek, Janowski, Schlechter und schließlich Walbrodt. (Sitzend von links: Albin, Porges, Tschigorin, Tarrasch, Winawer, Steinitz, Blackburne, Schallopp, Schiffers, Pillsbury und Teichmann.)


Im Turnierbuch zum Wiener Kaiser-Jubiläums-Schachturnier 1898 findet sich die Glosse Kleine Schattenbilder vom Schachturnier aus der spitzen Feder eines Armin Friedmann (im Pester Lloyd vom 21. Juni 1898): „Marco ist der gutmütige Riese (…). Drei Schlechter, dünnsehnig und schmächtig, ließen sich bequem aus ihm herausschnitzeln, und es bliebe noch für einen ganzen Walbrodt ausreichendes Material übrig.“
Und zu unserem Lipke: „Der Referendar Lipke aus Halle an der Saale ist ein ungemein länglicher Herr, der dem Friedrich Nietzsche entfernt ähnelt. Er spielt stark, und man erwartet Gutes von seiner unverbrauchten Kraft. Er ist wohl jetzt der erste Blindlings-Spieler, denn er bewältigt bis zu 10 Partien gleichzeitig ohne Ansicht des Brettes und der Steine mit schönem Erfolge gegen mittlere tüchtige Gegner.“

Ein etwas „verfremdeter“ Paul Lipke bei seiner Blindschach-Séance an sechs Brettern am 27. Oktober 1894 im Schachverein „Anderssen“ in Frankfurt a./M.
Archiv Negele
Ein etwas „verfremdeter“ Paul Lipke bei seiner Blindschach-Séance an sechs Brettern am 27. Oktober 1894 im Schachverein „Anderssen“ in Frankfurt a./M.

Bis zum diesem lobenden Urteil „zum Ende der Karriere“ war es noch ein Stück des Weges, aber seine Überlegenheit auf lokaler Ebene stellte Lipke bereits im Winterturnier 1893/94 des Schachklubs Halle unter Beweis, in dem er trotz der zu gewährenden beträchtlichen Vorgaben den ersten Platz belegte.
Sein größter, aber auch einziger bedeutender Erfolg war dann der zweite Platz im internationalen Meisterturnier des neunten Kongresses zu Leipzig 1894, wo er lediglich einen halben Punkt hinter Siegbert Tarrasch zurückblieb. Bis zur Hälfte der Strecke lag Lipke sogar einen halben Zähler in Führung, verlor dann in der ominösen 13. Runde eben gegen Walbrodt. Es folgte unmittelbar eine weitere Null gegen den Leipziger Jakob (Jacques) Mieses. So stand Tarrasch vor der Schlussrunde, in der er im Prestigeduell gegen Lipke unterlag, bereits als Sieger fest. Immerhin erbrachte der ungeteilte zweite Platz vor Teichmann, Blackburne, Walbrodt, Janowski, Marco, Berger, Schiffers, Mieses und Schlechter 500 Mark Preisgeld und beträchtliches Renommee für Lipke. Er rückte kurzfristig auf die Mitarbeiterliste des Deutschen Wochenschachs, die damals einflussreiche „Propaganda-Postille“ aus der Reichshauptstadt.

Sammlung Tassilo von Heydebrand und der Lasa in der Biblioteka Kórnicka PAN, Schloß Kórnik, Polen

Ausschnitt aus dem „Wimmelbild“ Leipzig 1894 (bereits im Paul Seiffert-Beitrag erläutert), der deutlich zeigt, dass Paul Lipke „auf großem Fuß unterwegs“ war.
Ihm gegenüber sitzt sein „bester Kunde“, Dawid Janowski, der gegen Lipke gleich dreimal den König umlegen musste. Der Herr in der Mitte wurde als Alexander Fritz identifiziert, was bislang keinen Widerspruch erzeugte.

In den Folgejahren sah sich Lipke aufgrund der Anforderungen seines Studiums gezwungen, alle eingehenden Einladungen zu internationalen Turnieren (angeblich Hastings 1895 und auch Nürnberg 1896) abzulehnen. Letzteres könnte aber ein „Politikum“ gewesen sein, da Paul Lipke sich zum Leipziger Umfeld und damit zu den Unterstützern des umstrittenen Bundesverwalters Dr. Max Lange (1832-1899) zählte. Somit nahm Lipke am zehnten (nationalen) Schachkongress des DSB im thüringischen Eisenach teil, der nach dem Nürnberger „Rückzug“ förmlich aus dem Boden gestampft werden musste. Ein auf sieben Partien angelegter Wettkampf mit dem Grazer Altmeister Johann Nepomuk Berger endete wenig spektakulär schiedlich-friedlich mit 1 zu 1 bei 5 Remis.

Johann Nepomuk Berger (1845-1933), auch der „Bindfaden“ genannt, nicht unbedingt wegen der von ihm bevorzugten Remis-Varianten. Auch er dürfte neben dem „großformatigen“ Lipke eher verloren gewirkt haben.
British Chess Magazine 1907, vor S. 39
Johann Nepomuk Berger (1845-1933), auch der „Bindfaden“ * genannt, nicht unbedingt wegen der von ihm bevorzugten Remis-Varianten. Auch er dürfte neben dem „großformatigen“ Lipke eher verloren gewirkt haben.
Titelblatt Deutsche Schachzeitung 1898 mit den Namen der Herausgeber

Berger war (wie später Lipke) Einzel- und Ehrenmitglied des DSB und langjähriger Sympathisant der DSB-Organisation. Beide Meister übernahmen 1898 gemeinsam die redaktionelle Leitung der Deutsche Schachzeitung, Berger den Problem-Teil, Lipke die Partiekommentierung, die er allerdings bereits 1899 an den Wiener Carl Schlechter abgab.

Offenbar wollte es Lipke nach dem Staatsexamen nochmals „wissen“: Er akzeptierte - wie bereits erwähnt - die Einladung zum stark besetzten „Kaiser-Jubiläums-Schachturnier“ in Wien, einer Mammutveranstaltung von gut acht Wochen. Schließlich teilte Lipke zusammen mit Géza Maróczy bei 19 Teilnehmern den achten und neunten Preis von 600 bzw. 500 Kronen. Mit seinem Resultat war Lipke, der offenbar mit hohen Ambitionen angetreten war, keineswegs zufrieden. Ihn „schmerzten“ drei verschenkte Zähler und zu viele Remisen.

Feenstra-Kuiper Hundert Jahre Schachturniere

Turnierbild Wien 1898, sitzend von links: Tarrasch, Blackburne, Pillsbury, Steinitz, Tschigorin, Janowski, Schiffers, und Lipke. Stehend von links: Schwarz, Schlechter, Fähndrich (kein Teilnehmer), Caro, Maróczy, Showalter, Marco (hier in dieser Reihenfolge), Alapin, Halprin, Baird und Burn. Es fehlen Trenchard und „der kleine“ Walbrodt.

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C67
Titelblatt Deutsche Schachblätter 1909

Die flotte Partie brachte Lipke zwar zusätzlichen „Lohn der Mühe“, trotzdem war er mit seiner Gesamtleistung dermaßen unzufrieden, dass er sich nach dieser Strapaze von 38 Runden vom internationalen Turnierspiel zurückzog.
Er praktizierte mit dem Stendaler Verein, dessen Ehrenmitglied er bei seinem Abschied wurde, im Korrespondenz-Turnier der Über Land und Meer und gab gerne Simultanvorstellungen im Saale-Schachbund oder im benachbarten Thüringen.
Nach seiner Übersiedlung von Stendal nach Osterburg im Jahr 1909 wirkte Lipke (bis 1918) bei der Herausgabe der in Coburg erscheinenden Deutschen Schachblätter mit.
Dazu ein Zitat aus dem Bericht des Vorsitzenden beim Hamburger DSB-Kongress (Deutsches Wochenschach 1910, S. 260): „Der Hauptdank gebühre Lipke, der in uneigennütziger Weise für die Entwicklung des Blattes tätig gewesen und ohne welche Kraft die Aufgabe nicht durchführbar gewesen.“
Überhaupt fühlte Lipke sich Prof. Rudolf Gebhardt, dem DSB-Präsidenten, und dessen Coburger Verein verbunden, auch hier war er Ehrenmitglied.
Nach dem Weltkrieg wurde es noch ruhiger um Lipke, aber 1927 war er Mitgründer des Osterburger Schachvereins, der bis zum Zweiten Weltkrieg bestand. Im gleichen Jahr wurde ihm beim Magdeburger Kongress des DSB zusammen mit Alexander Fritz, Fritz Riemann, Viktor Tietz, Hermann von Gottschall und Albert Hild die Ehrenmitgliedschaft des DSB angedient. Schließlich ehrte der Saale-Schachbund den 60-Jährigen beim 40. Kongress in Stendal im Oktober 1930 entsprechend.

Paul Lipke im Alter von ca. 60 Jahren, wie ihn die Schachfreunde im Saale-Schachbund kannten und offenkundig schätzten.
Festschrift 50 Jahre Saale-Schachbund 1882-1932, Bildseiten
Paul Lipke im Alter von ca. 60 Jahren, wie ihn die Schachfreunde im Saale-Schachbund kannten und offenkundig schätzten.

Dr. Michael Negele
DSB-Beauftragter für Schachgeschichte und Schachkultur

[1]: Deutsche Schachzeitung 1900, S. 33f.
[2]: Alfred Diel Nur neun Jahre Turnierschach gespielt; in: Kaissiber Heft 7 Juli-September 1998, S. 64f.. Hier sei mit der verlinkten recht persönlichen Trauerrede an den am 12. Juni 2013 verstorbenen Schach- und Familienforscher erinnert. Wer von unseren Schachfreunden weiß, was aus dessen umfänglichen Schacharchiv geworden ist?
[3]: Paul Lipkes eigener Text Erinnerungen an den Saale-Schachbund aus dem Jahr 1932, zu finden in der Festschrift 50 Jahre Saale-Schachbund 1882-1932 auf S. 25ff.

*) Den Spitznamen "Bindfaden" hat Milan Vidmar in seinen "Goldenen Schachzeiten" publik gemacht.

// Archiv: DSB-Nachrichten // ID 21090

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