Deutscher Schachbund

Der Deutsche Schachbund (DSB) ist die Dachorganisation der Schachspieler in Deutschland. Er ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund und im Weltschachverband FIDE. Der DSB hat derzeit etwa 89.000 Mitglieder in 2.400 Vereinen und gehört damit zu den größten Schachverbänden der Welt. Die DSB-Geschäftsstelle befindet sich in Berlin.

Der DSB besteht aus 17 Landesverbänden, dem Deutschen Blindenschachbund, der Vereinigung für Problemschach (Schwalbe), dem Deutschen Fernschachbund und dem Verein Schachbundesliga. Die Deutsche Schachjugend ist die Jugendorganisation des Deutschen Schachbundes. Hier finden Sie unsere Ansprechpartner und hier geht es zur DWZ-Abfrage.


Jan Nepomniachtchi blieb am letzten Tag des Sparkassen-Chess-Meeting der einzige Sieger und konnte dadurch seinen Vorsprung an der Spitze noch um einen halben Punkt ausbauen. Mit einem Punkt Abstand zum Trio Giri-Kowaljow-Duda konnte er die 46. Auflage des Dortmunder Turniers gewinnen.

Die beiden deutschen Spieler Georg Meier und Liviu Dieter Nisipeanu waren sehr unterschiedlich in Form. Meier erreichte trotz der Schlußrundenniederlage einen hervorragenden fünften Platz. Nisipeanu kam erst in der zweiten Hälfte besser in das Turnier.

Bundesturnierdirektor Ralph Alt teilt mit, dass die Ausschreibung der Deutschen Meisterschaft im Blitzschach 2018 veröffentlicht ist. Das Turnier findet am Samstag, 1. Dezember 2018 ab 13 Uhr im Bistumshaus St. Otto, Heinrichsdamm 32, 96047 Bamberg, statt. Ausrichter ist der SC 1868 Bamberg, der damit die Feiern zum 150. Jahrestag seiner Gründung abschließt. Die Landesspielleiter melden ihre Teilnehmer bis 1. August, die sodann eingeladenen Spieler bis 1. Oktober ihre Teilnahme beim Bundesturnierdirektor an.

Ralph Alt
Bundesturnierdirektor


In der nächsten Woche startet die 89. Deutsche Schachmeisterschaft 2018 in Dresden. Ab dem 3. August versuchen 24 Schachspieler den Titel eines „Deutschen Meisters 2018“ zu erringen. Favorit ist der vom Referat Leistungssport benannte GM Rainer Buhmann (Elo 2581). Mit dabei sind der vor- und diesjährige Pokalsieger und frischgebackene Großmeister Hagen Poetsch (2513) und der Deutsche Amateurmeister 2017, FM Derek Gaede (2332). Die DSJ meldete Jari Reuker (2377).

Vom 20. bis 31. Juli führt die internationale Blindenschachvereinigung IBCA (International Braille Chess Association) in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ihre Mannschaftsweltmeisterschaft durch. Deutschland ist mit einer starken Mannschaft am Start, die von den beiden Ausnahmekönnern Oliver Müller und Mirko Eichstädt angeführt wird. In der Setzliste steht Deutschland auf Rang drei. Nur Serbien und insbesondere Russland haben ein stärkeres Aufgebot auf den Balkan mitgebracht. Das wären dann allerdings nur die Mannschaften für die Gruppe A...

Die IBCA hat die insgesamt 16 Mannschaften auf zwei Gruppen aufgeteilt. Und in Gruppe B "verstecken" sich mit Polen und der Ukraine noch zwei Medaillenkandidaten. In beiden Gruppen wird bis zum 27. Juli ein Rundenturnier gespielt. Nach einem Ruhetag findet am 29. Juli das Halbfinale und am 30. Juli das Finale statt. Da am letzten Spieltag noch ein gemeinsames Essen stattfindet, ist die Abreise der Mannschaften für den 31. Juli geplant.

Das Aeroflot-Open im fernen Moskau gilt seit einigen Jahren gewissermaßen als Schmelztiegel des Sparkassen-Chess-Meetings in Dortmund. Der Sieger in der über 2.000 km Luftline entfernten russischen Hauptstadt darf sich über eine Einladung in die Ruhrmetropole freuen. In diesem Jahr "erwischte" es den Weißrussen Wladislaw Kowaljow, der im Februar das von der gleichnamigen russischen Fluggesellschaft gesponsorte Turnier mit 7 aus 9 gewann.

In Dortmund läuft es für Kowaljow bisher super. Ein überraschender Sieg gegen Anish Giri und drei Punkteteilungen bedeuten dank dreimal Schwarz nach vier Runden den ersten Platz innerhalb eines Quartetts.

Die ersten Mannschaftseuropameisterschaften des Nachwuchses auf deutschem Boden sind beendet. Wir erwiesen uns als guter Gastgeber, nicht nur hinsichtlich der traumhaften Umgebung und den Spielbedingungen in Bad Blankenburg, sondern auch bei der Vergabe der 12 Medaillen. Neun Medaillen nehmen unsere ausländischen Gäste mit nach Hause, drei verbleiben hierzulande: Gold für die U12-Mädchen und jeweils Bronze für die U18-Jungen und -Mädchen.

Neben den israelischen U12-Jungen dürfen unsere beiden Mädels für sich in Anspruch nehmen, die ewige Siegerliste bei der U12-Premiere mit eröffnet zu haben. Die U18 ging dagegen schon in die 18. Runde (Premiere im Jahr 2000) und mit Polen (Mädchen) und Rumänien (offenes Turnier) gab es überlegene und würdige Sieger.

Nachdem in Runde 7 die Zweitauflage gegen den größten Konkurrenten Ungarn mit 1½:½ siegreich endete, konnten die Mädchen in der U12, Luisa Bashylina und Svenja Butenandt, langsam vom Titel träumen. Luisa gab am ersten Brett nur einen einzigen Punkt ab und Svenja erreichte an Brett zwei ein phänomenales Ergebnis von 9½ aus 10. Herzlichen Glückwunsch nach Bad Blankenburg!

In den anderen Kategorien konnte Deutschland nicht um Gold mitspielen. In der U18 zeigte sich Rumänien glänzend von der Landerspielniederlage gegen uns erholt und holte den Titel. Die deutschen Jungen um IM Roven Vogel erreichten hinter den von GM Rainer Buhmann trainierten Österreichern Bronze.
Bei den U18-Mädchen ging Gold souverän in unser östliches Nachbarland Polen. Unsere Mädchen dürfen sich aber über Bronze freuen, dank einer überragenden Fiona Sieber, die 6 aus 7 erreichte.

In der U12 blieben mußten sich die drei deutschen Mannschaften mit Tschechien die letzten Plätze teilen. Gold ging an Israel.

Dr. Georg Hamm war von 2009 bis 2011 Referent für Seniorenschach im Deutschen Schachbund und zuvor zwei Jahre in der gleichen Funktion im Landesschachverband Sachsen-Anhalt tätig. Mit dem am Montag verstorbenen Günter Reinemann verband ihn eine jahrzehntelange Freundschaft. Nachfolgend sein ganz persönlicher Nachruf.

Am 16. Juli 2018 ist der langjährige Präsident und Ehrenpräsident des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt, Dr. Günter Reinemann, nach schwerer Krankheit verstorben. Der Landesschachverband und der Deutsche Schachbund verlieren mit ihm einen extrem zuverlässigen und bescheidenen Menschen, der sich jahrzehntelang im Schachsport hingebungsvoll engagierte.

In seiner präsidialen Amtszeit von 1999 bis 2015 entwickelte sich das Schach in Sachsen-Anhalt mit Hilfe seines Teams in unnachahmlicher Weise. Der Mitgliederbestand wurde gefestigt und im Nachwuchs gab es sogar eine steigende Tendenz. Die Finanzen wurden auf eine solide Basis gestellt, die Lizenzen bei den C-Trainern innerhalb von acht Jahren verdoppelt. Mannschaften und Spieler aus der Jugend feierten deutschlandweit Erfolge und holten Titel und Medaillen nach Sachsen-Anhalt. Zudem richtete der Landesschachverband zahlreiche nationale und internationale Meisterschaften aus, exemplarisch dafür steht die Deutsche Einzelmeisterschaft 2006 in Osterburg und die Seniorenweltmeisterschaft 2004 in Halle.

Auch auf Bundesebene im Arbeitskreis der Landesverbände (AKLV) hatte das Wort von Günter Reinemann stets Gewicht und seine Meinung wurde sehr geschätzt. Es war deshalb selbstverständlich, dass der Deutsche Schachbund seine Verdienste auf allen Ebenen auf dem Bundeskongress 2015 in Halberstadt mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel würdigte.

Drei junge Spieler vertraten die deutschen Farben bei den Europäischen Schulschachmeisterschaften vom 29. Juni bis 8. Juli in Krakow (Polen). Philipp Klaska vom Düsseldorfer Schachverein 1854 und Vinzenz Schilay vom SK Neumarkt gingen in der Altersklasse U9 an den Start. Philipp startete mit 4,5 aus 6 sehr vielversprechend. Nach der Niederlage in Runde 7 gegen den späteren Sieger ging dann leider nichts mehr und er beendete das Turnier mit 4,5 Punkten aus 9 Runden. Vinzenz sammelte wertvolle Turniererfahrung und kämpfte sich nach drei unglücklichen Niederlagen ins Turnier und kam im Schlussspurt mit 4 aus 9 noch zu einer guten Punkteausbeute. Lorenz Schilay, wie sein jüngerer Bruder vom SK Neumarkt, ging in der Alterklasse U17 an den Start und lieferte sich lange und harte Gefechte mit schwerer Gegnerschaft. Am Ende standen für ihn 2,5 Punkte zu Buche. Die Trainer Verena Wunderlich (Düsseldorfer Schachverein 1854) und André Schilay (SK Neumarkt) unterstützten unsere Spieler vor Ort und genossen den internationalen Flair und die sehenswerte Stadt Krakow.

Hier kann man die alte Webseite aufrufen, die bis Ende 2017 aktiv war.

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