4. März 2026
Es ist ein Comeback, das sich viele gewünscht haben, betont Turnierchefin Sandra Schmidt: „Es wurde häufig in Mails gefragt: Mensch, wann kommt Ihr endlich wieder nach Hannover?“ Jetzt sind sie da! Nach 23 Jahren Pause (für alle Nostalgiker: Damals hieß die DSAM noch Ramada-Treff-Cup) kehrt die erfolgreichste Turnierserie des Deutschen Schachbundes, die Deutsche Amateurmeisterschaft (DSAM), wieder in Niedersachsens Hauptstadt zurück. Vom 5. bis zum 8. März 2026 ist es soweit. Auf die freien Plätze an den Brettern des großen Maritim Airport Hotels in Hannover hat es einen unglaublichen Ansturm gegeben. „Wir sind jetzt schon ein bisschen drüber gelaufen“, sagt Schmidt und meint damit das Teilnehmerfeld. Tatsächlich gibt es bereits eine Warteliste, auf der man sich aber durchaus Hoffnung machen darf: In der Regel kommen bis zu fünf Prozent der Angemeldeten letztlich doch nicht – aus unterschiedlichsten Gründen.
Mehr als 720 Teilnehmerinnen und Teilnehmer seien aber schlicht nicht machbar, so Sandra Schmidt, zumal im großen Saal nur 650 Plätze zur Verfügung stehen. An jener Stätte, die bereits 2001/2002 (der Startsaison der DSAM) und 2002/2003 Turniere beherbergte. Schon jetzt hilft DSAM-Partner Schachversand Niggemann mit Spielmaterial aus, um auch noch mindestens einen kleineren Nebensaal mit Brettern auszustatten. Niggemann wird auch einen Stand vor Ort haben - und natürlich gibt es auch wieder für die Gruppensieger die Fluggutscheine von Condor. Irgendwie passend: Das Hotel liegt ja, wie der Name Maritim Airport schon sagt, nah am Flughafen. Für Michael S. Langer, seit 2007 an der Spitze des Niedersächsischen Schachverbandes, ist es tatsächlich das „erste Mal“ als NSV-Präsident in Hannover. Seiner Freude darüber wird er in einem Grußwort zum Ausdruck bringen.
Und dann gibt es auch in Hannover wieder das Beginnerinnen-Turnier von Nadja Jussupow, das sich speziell an Begleiterinnen von DSAM-Teilnehmern wendet. Das können Mütter, Ehefrauen, Partnerinnen sein - es geht um den Spaß und man muss kaum mehr als die Schachregeln kennen. Da die DSB-Frauenschach-Referentin Jussupow nicht selbst vor Ort sein kann, wird Silvia Kamp von Niggemann die Betreuung übernehmen. Auch eine Anmeldung zum Turnier ist ganz spontan vor Ort möglich.
Für zwei, deren Namen untrennbar mit der DSAM verbunden ist, wird das Comeback in Hannover ebenfalls zu einer Art Premiere: Melanie Lubbe und Nikolas Lubbe, das bekannte Schach-Ehepaar, sie WGM, er GM, übernehmen den Gastgroßmeister-Part und werden gemeinsam mit den Spielerinnen und Spielern deren Partien analysieren. Man habe damit, so Sandra Schmidt, „erstmals ein Paar als Experten am Start“. Beide sind quasi in einer Doppelrolle, denn ihnen gehört gemeinsam mit Georgios Souleidis die Chessemy GmbH – Hauptsponsor der DSAM.
„Für uns ist es tatsächlich das erste Mal, dass wir die DSAM begleiten, ohne selbst zu spielen“, sagte Melanie Lubbe: „Und ich würde sogar behaupten, dass es das erste Schachturnier überhaupt ist, bei dem wir gemeinsam vor Ort sind und nicht selbst am Brett sitzen. Also definitiv eine Premiere, auf die wir uns sehr freuen.“ Melanie Lubbe, die gemeinsam mit ihrem Mann Geschäftsführerin ist, hat keine weite Anreise - Chessemy sitzt im benachbarten Braunschweig. „Auch wenn ich selbst nicht mehr aktiv spiele, liebe ich die Atmosphäre bei Schachturnieren. Die Aufregung vor der Runde, die Spannung während der Partie, die gemeinsame Analyse danach und insgesamt das offene Miteinander, das bei den meisten Turnieren zu spüren ist“, so Melanie Lubbe, „darauf freue ich mich auch bei der DSAM, insbesondere da hier Menschen mit unterschiedlicher Spielstärke gemeinsam an einem Event teilnehmen - in dieser Bandbreite erlebt man das sonst nicht so oft.“ Zu ihrer Doppelrunde in Hannover sagt sie: „Als Geschäftsführerin von chessemy und Sponsor der DSAM freue ich mich auch darauf, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, was sie sich an Lernangeboten und Trainingsmaterialien wünschen. Hier ist uns der direkte Austausch mit (potentiellen) Kunden immer sehr wichtig und die Grundlage für unsere Produktentwicklung.“ Und ja, sagt sie auf die Frage der DSB-Öffentlichkeitsarbeit: Die DSAM sei für sie „definitiv eine Herzensangelegenheit“. (mw)
Beginnerinnen-Turnier:
"Ich weiß nur, wie die Figuren ziehen - und dass man auf den König aufpassen muss"
Das Ehepaar Lubbe und die DSAM
// Archiv: DSB-Nachrichten - Breitenschach // ID 36956