Was ist die Summe aus 4 und 6?

Familientitel bleibt in Berlin

27.04.2018 14:18
Frank Hoppe

Zum ersten Mal in der 34-jährigen Geschichte der Familienmeisterschaften (1984 von Manfred Kalmutzki als Dresdner Familienmeisterschaft ins Leben gerufen, seit 2001 als Deutsche Meisterschaft ausgetragen) war die deutsche Hauptstadt Gastgeber. Der Deutsche Schachbund hatte sich entschlossen die Meisterschaft nach Berlin zu vergeben, weil das parallel stattfindende WM-Kandidatenturnier viele Schachhungrige anzog. Was lag da näher als die angereisten Familien zusätzlich an das Ufer der Spree nach Oberschöneweide zu locken, um sie dort um die 18. Deutsche Familiemeisterschaft spielen zu lassen.

Mit 40 Zweier- und zwei Dreiermannschaften fanden sich am Sonntagmorgen im Klubhaus der TSG Oberschöneweide eine erkleckliche Anzahl von Familien ein, darunter mit Michael und Mathias Philipp die Titelverteidiger aus Weimar (Thüringen). Die beiden gehörten auch diesmal zu den Favoriten. Nur der Berliner Michael Schulz mit seiner im Hamburg lebenden Tochter Stefanie Scognamiglio stand vor ihnen in der Setzliste.

Das Turnier begann für die Thüringer nicht optimal. Gleich in Runde eins gaben sie gegen Familie de Wiljes (Hildesheim) einen Punkt ab. Mit Jan-Hendrik de Wiljes gehörte allerdings der mit Abstand stärkste Spieler des Turnier dazu. de Wiljes gewann alle sieben Partien am 1. Brett. Genau wie der Berliner Adis Artukovic.

An der Spitze zogen einträchtig Familie Wierzbicki (Nr. 3 der Setzliste) und Familie Schulz/Scognamiglio ihre Kreise und gewann die ersten vier Wettkämpfe. Im direkten Duell in Runde fünf gab es zwei Punkteteilungen. Es blieb spannend.

In die 7. und letzte Runde konnten die Wierzbickis erstmals einen Punkt Vorsprung mitnehmen, da sich Familie Schulz/Scognamiglio vom Titelverteidiger 1:1 trennten. Dasselbe Ergebnis gab es allerdings auch bei den Wierzbickis zum Schluß gegen die Philipp's. Da Familie Schulz/Scognamiglio mit Familie Matitschka einen schwächeren Gegner zugepaart bekamen, sah alles nach einem Siegeszug der Setzlistenersten aus. Doch es gab ein überraschendes 1:1 und Jirawat und Jan-Daniel Wierzbicki wurden dadurch Deutsche Meister. Herzlichen Glückwunsch!

Endstand

Pl. Mannschaft TWZ S R N MP BP Buch
1. Wierzbicki 1972 5 2 0 12:2 10.5 63.0
2. Schulz/Scognamiglio 2066 4 3 0 11:3 10.0 63.0
3. Held 1745 4 2 1 10:4 10.0 53.0
4. Philipp 2046 3 4 0 10:4 9.5 60.0
5. Neldner 1946 4 1 2 9:5 9.5 60.0
6. Hüls 1 1928 3 3 1 9:5 9.5 59.0
7. Tham 1818 4 1 2 9:5 9.5 57.0
8. Matitschka 1817 3 3 1 9:5 9.0 59.0
9. Artukovic 1677 2 5 0 9:5 9.0 59.0
10. Windmüller 1663 4 1 2 9:5 9.0 50.0
11. Zesewitz 1 1758 3 3 1 9:5 8.5 57.0
12. Schrodt 1754 2 4 1 8:6 8.5 48.0
13. Hecht 1695 3 2 2 8:6 8.0 53.0
14. de Wiljes 1412 1 6 0 8:6 8.0 53.0
15. Konopka 1505 2 4 1 8:6 8.0 49.0
16. Jacoby 1247 3 2 2 8:6 7.5 51.0
17. Rose 1605 3 2 2 8:6 7.5 49.0
18. Bédé/Mayer 1346 2 4 1 8:6 7.5 45.0
19. Günther 1772 3 1 3 7:7 8.5 47.0
20. Wiege 1858 3 1 3 7:7 7.5 51.0
21. Vollmar 1358 3 1 3 7:7 7.5 48.0
22. Leongardt 950 2 3 2 7:7 7.5 46.0
23. Kreutz 1734 3 1 3 7:7 7.0 55.0
24. Weigel/Buchthal 1539 2 3 2 7:7 6.5 52.0
25. Lorenz/Mirnaya 1520 1 4 2 6:8 6.5 54.0
26. Heller/Keßler 1167 2 2 3 6:8 6.5 40.0
27. Zesewitz 2 1326 1 4 2 6:8 6.5 38.0
28. Eising 1309 2 2 3 6:8 6.0 50.0
29. Lange 1068 2 2 3 6:8 6.0 45.0
30. Steinert 1237 1 4 2 6:8 6.0 44.0
31. Yilmazkarasu 1065 1 4 2 6:8 6.0 40.0
32. Müller/Schmieder 1354 2 2 3 6:8 5.5 46.0
33. Schmalfuß/van Zyl 1059 2 2 3 6:8 5.5 41.0
34. Edlich 1421 2 1 4 5:9 5.0 47.0
35. Schmieder 1405 1 3 3 5:9 5.0 45.0
36. Bongardt/Rutner 1261 1 3 3 5:9 5.0 39.0
37. Keßler 1042 1 3 3 5:9 4.5 48.0
38. Schiller 1113 0 4 3 4:10 4.0 39.0
39. Stark 1 830 1 2 4 4:10 4.0 38.5
40. Nguyen/Pham 744 1 2 3 4:8 4.0 31.0
41. Hüls 2 1000 0 3 4 3:11 3.0 33.0
42. Stark 2 1201 0 1 6 1:13 1.5 42.0

Impressionen

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