Diese Grenzen müssen in der Regel den neuen DWZ angepasst werden (s. Anhang Tabellen-Blatt ‚upgrade‘).
Dabei muss man sich jedoch keineswegs streng an die entstehenden krummen Werte halten (die alten Grenzen waren ja nur deswegen schön glatt, weil man sie eben genau so gesetzt hat). Man sehe dazu die möglichen Rundungen – ebenfalls im Blatt ‚upgrade‘.
Oft wird man eher gleichgroße Gruppen (Anzahl der Spieler’) anstreben, die voraussichtlich entstehen werden. Für die DSAM sind dazu 2 Vorschläge gemacht (Blatt ‚DSAM‘), ansonsten gibt das Blatt ‚Bereiche‘ eine Orientierungshilfe.
Alternative 1 (weniger empfehlenswert)
Man könnte auch die alten DWZ-Grenzen beibehalten und die neuen DWZ darauf zurückrechnen. Dies müsste man dann allerdings für jede’n betroffene’n Spieler’ tun. – Im Blatt ‚downgrade‘ ist das dargestellt.
Alternative 2 (besser und mancherorts bereits praktiziert)
Bei Turnieren, die in DWZ-Gruppen eingeteilt werden, legt man die konkrete Einteilung nicht schon in der Ausschreibung fest, sondern nimmt sie nach Meldeschluss anhand der DWZ-Rangliste der Gemeldeten vor. Damit kann man alle Gruppen gleich groß machen (bis auf die unterste) und ist völlig unabhängig von irgendwelchen Upgrades!
Zumindest für die Ratingpreise wird dies oft so gemacht, und teilweise ist das Prinzip auch auf Kader-Einteilungen anwendbar.
Gemeint sind Regelungen der Form: „Wer um 200 DWZ-Punkte (z. B.) besser ist, darf nicht hinter dem/der entsprechend schlechter Bewerteten aufgestellt werden.“
Beim Erlassen solcher Regeln ging oder geht man davon aus, dass DWZ-Differenzen die tatsächlichen Spielstärke-Unterschiede widerspiegeln. Aufgrund der festgestellten Deflation der DWZ-Werte war dies aber zumindest in den letzten 10 Jahren nicht mehr der Fall – ein wesentlicher Grund für das Upgrade. Mit den neuen Zahlen sind die DWZ-Differenzen zwischen den Spielern wieder realistisch und passen zu den erlassenen Regeln. Solche Regeln brauchen also nicht geändert zu werden!
Ein zweiter wichtiger Grund für das Upgrade ist, dass das allgemeine DWZ-Niveau (ab 1400) dem allgemeinen (ebenfalls geliftetem) neuen ELO-Niveau angeglichen wird. (Individuelle Abweichungen nach oben oder unten gibt es natürlich, sie beruhen meist auf einer unterschiedlichen Anzahl von Auswertungen). Daher ist es nun wieder unproblematisch und bringt insgesamt keinen Vorteil, wenn Gegner’ ohne DWZ mit ELO für DWZ-Auswertungen gezählt werden.
Auch für die Bildung der Paarungen im Schweizer System kann man dies berücksichtigen.
1) Nach dem Upgrade ist: Ja, was hat der denn „eigentlich“ [vorher gehabt und was hatte ich], die falsche Frage! – Es kommt nur auf die DWZ-Differenz an, und die neue ist realistisch, die alte nicht. Wer aber trotzdem unbedingt zurückrechnen will, kann das mit folgender grober Näherungsformel tun:
DWZalt ≈ 1,5·(DWZneu – 700), also 700 abziehen, dann die Hälfte dazu (für 1200 bis 2100 neu).
2) Wenn man alte DWZ-Listen betrachtet, will man vielleicht schnell überschlagen: „Was wäre diese oder jene Zahl heute“. Dies geht mit: neu ≈ 2/3 alt +720 (für alt zwischen 1000 und 2000).
Berthold Plischke
DWZ-Systemkontrolle