Einmalige DWZ-Anhebung (bis DWZ 2110) // 22.07.2026

Handreichung für Turnierleiter und Trainer

A) DWZ-Grenzen für Leistungskader und für Turniergruppen (auch für Ratingpreise)

Diese Grenzen müssen in der Regel den neuen DWZ angepasst werden (s. Anhang Tabellen-Blatt ‚upgrade‘).

Dabei muss man sich jedoch keineswegs streng an die entstehenden krummen Werte halten (die al­ten Gren­zen waren ja nur deswegen schön glatt, weil man sie eben genau so gesetzt hat). Man sehe dazu die mög­lichen Rundungen – ebenfalls im Blatt ‚upgrade‘.

Oft wird man eher gleichgroße Gruppen (Anzahl der Spie­ler’) anstreben, die voraussichtlich entstehen wer­den. Für die DSAM sind dazu 2 Vorschläge gemacht (Blatt ‚DSAM‘), anson­sten gibt das Blatt ‚Bereiche‘ eine Orientierungshilfe.

Alternative 1 (weniger empfehlenswert)

Man könnte auch die alten DWZ-Grenzen beibehalten und die neuen DWZ darauf zurückrechnen. Dies müsste man dann allerdings für jede’n betroffene’n Spieler’ tun. – Im Blatt ‚downgrade‘ ist das dargestellt.

Alternative 2 (besser und mancherorts bereits praktiziert)

Bei Turnieren, die in DWZ-Gruppen eingeteilt werden, legt man die konkrete Einteilung nicht schon in der Ausschreibung fest, sondern nimmt sie nach Meldeschluss anhand der DWZ-Rangliste der Gemeldeten vor. Damit kann man alle Gruppen gleich groß machen (bis auf die unterste) und ist völlig unabhängig von ir­gend­welchen Upgrades!

Zumindest für die Ratingpreise wird dies oft so gemacht, und teilweise ist das Prinzip auch auf Kader-Ein­teilungen anwendbar.

B) DWZ-Abstands-Regeln für Mannschaftsranglisten in Spielordnungen

Gemeint sind Regelungen der Form: „Wer um 200 DWZ-Punkte (z. B.) besser ist, darf nicht hinter dem/der entsprechend schlechter Bewerteten aufgestellt werden.“

Beim Erlassen solcher Regeln ging oder geht man davon aus, dass DWZ-Differenzen die tatsächlichen Spiel­stärke-Unterschiede widerspiegeln. Aufgrund der festgestellten Deflation der DWZ-Werte war dies aber zu­min­dest in den letzten 10 Jahren nicht mehr der Fall – ein wesentlicher Grund für das Upgrade. Mit den neu­en Zahlen sind die DWZ-Differenzen zwischen den Spielern wieder realistisch und passen zu den erlassenen Regeln. Solche Regeln  brauchen also nicht geändert zu werden!

C) DWZ & ELO

Ein zweiter wichtiger Grund für das Upgrade ist, dass das allgemeine DWZ-Niveau (ab 1400) dem allgemei­nen (ebenfalls geliftetem) neuen ELO-Niveau angeglichen wird. (Individuelle Abwei­chun­gen nach oben oder unten gibt es natürlich, sie beruhen meist auf einer unterschiedlichen Anzahl von Aus­wer­tungen). Daher ist es nun wieder unproblematisch und bringt insgesamt keinen Vorteil, wenn Gegner’ ohne DWZ mit ELO für DWZ-Auswertungen gezählt werden.

Auch für die Bildung der Paarungen im Schweizer System kann man dies berücksichtigen.

Noch zwei Tipps (Faustformeln)

1) Nach dem Upgrade ist: Ja, was hat der denn „eigentlich“ [vorher gehabt und was hatte ich], die falsche Frage! – Es kommt nur auf die DWZ-Differenz an, und die neue ist realistisch, die alte nicht. Wer aber trotz­dem unbedingt zurückrechnen will, kann das mit folgender grober Näherungs­formel tun:
DWZalt ≈ 1,5·(DWZneu – 700), also 700 abziehen, dann die Hälfte dazu (für 1200 bis 2100 neu).

2) Wenn man alte DWZ-Listen betrachtet, will man vielleicht schnell überschlagen: „Was wäre diese oder jene Zahl heute“. Dies geht mit:   neu ≈ 2/3 alt +720  (für alt zwischen 1000 und 2000).

Berthold Plischke
DWZ-Systemkontrolle