[Event "German Masters"] [Site "?"] [Date "2020.08.19"] [Round "4"] [White "Heimann, Andreas"] [Black "Kollars, Dmitrij"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C58"] [WhiteElo "2633"] [BlackElo "2586"] [Annotator "Kevin Högy"] [PlyCount "242"] [EventDate "2020.08.18"] [SourceVersionDate "2020.08.16"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Nf6 {Vor dem Zweispringerspiel im Nachzuge habe ich als 1...e5-Spieler selbst immer gewissen Respekt gehabt. Denn nach dem Partiezug muss Schwarz zu einem langfristigen Bauernopfer bereit sein, für das er Kompensation in Form von besserer Entwicklung, Raumvorteil und generell freierem Spiel bekommt. Allerdings gilt eben auch, dass ein Bauer ein Bauer ist. Daher war ich sehr gespannt, welche theoretischen Ideen die beiden Kontrahenten im Köcher hatten - auch, weil ich zuletzt selbst von Team 3...Lc5 zu Team 3...Sf6 gewechselt bin, da mich das neuronale Netzwerk Leela Chess Zero davon überzeugt hat, dass 4.Sg5 viel ungefährlicher ist, als ich immer dachte. Für den theoretisch interessierten Leser habe ich daher links wie rechts ein paar Kommentare zu der Einschätzung mancher Variante fallen lassen. So meine Auffassungen nicht geteilt werden, nehme ich Verbesserungen und Anregungen meiner Analysen natürlich gern entgegen.} 4. Ng5 {Nur konsequent. Weiß setzt dem Nachziehenden die Pistole auf die Brust} d5 5. exd5 Na5 (5... Nxd5 {ist ein bekannter Fehler} 6. Nxf7 $1 Kxf7 7. Qf3+ Ke6 8. Nc3 Ncb4 9. O-O c6 10. d4 $40 {und der schwarze König im Zentrum wird vermutlich nicht allzu lange überleben1-0 (65) Schroeder,M (2453)-Elison,K (2329) ICCF 2014}) 6. Bb5+ c6 7. dxc6 bxc6 {Hier verzweigt sich die Theorie zum ersten Mal. Weiß stehen drei Züge zur Verfügung, wobei einer davon den "test of time" in meinen Augen nicht überstanden hat} 8. Bd3 $5 {Im Jahr 2008 popularisierte der für seine Kreativität bekannte russische Großmeister Alexander Morozevich diesen Zug, wonach weltweit die Untersuchung dieses Zugs begann. Heutzutage gilt 8.Ld3 als kritischer Zug. Häufig möchte Weiß sich nach der Rochade mit Sc3, b3 und Lb2 zu Ende entwickeln und dann langsam, aber sicher seinen Mehrbauern verwerten.} (8. Qf3 $6 {Eine Spezialität des ehemaligen WM-Herausforderers Nigel Short. Auch der hessische Großmeister Hagen Poetsch war lange Zeit ein Verfechter dieses Zugs. Im Jahre 2016 setzte sich im Fernschach allerdings die Erkenntnis durch, dass nach} cxb5 $5 9. Qxa8 Be7 $1 $44 {Weiß trotz Mehrqualität und Mehrbauer in argen Nöten schwimmt. In diesem Jahr sickerten die Erkenntnisse des Fernschachs dann auch bis zur absoluten Weltklasse durch. Kein Wunder: Leela ist ein absoluter Fan dieser Spielweise und auch Stockfish merkt bei hohen Tiefen, dass hier etwas im Busch ist. Im Mai 2020 zeigten sowohl das russische Talent Grigory Oparin als auch Ding Liren, wie man mit dieser nahezu romantischen Art der Stellungsbehandlung Weiß vor große Probleme stellen kann. In beiden Partien konnte Weiß schlussendlich den schwarzen Angriff nicht stoppen} 10. O-O (10. Qf3 O-O (10... Bg4 $1 {ist meiner Meinung nach am besten}) 11. d3 Bb7 12. Ne4 Nd5 13. Qh3 f5 $36 {0-1 (30) Szabo,M (1895)-Oparin,G (2652) chess.com INT 2020}) 10... h6 11. Ne4 Qd7 12. Nxf6+ gxf6 13. Qe4 Rg8 14. f3 Bc5+ 15. d4 Bxd4+ 16. Be3 Qh3 $1 17. Rf2 Bb7 18. Qh7 Rxg2+ 19. Rxg2 Bxe3+ 20. Kh1 Qxf3 21. Qg8+ Ke7 22. Nc3 Bg5 23. Rag1 Qf2 24. Qb8 {Ding brauchte nur einen halben Punkt, um weiterzukommen. Daher forcierte er das Remis mit} Bxg2+ (24... Qb6 $19) 25. Rxg2 Qf1+ 26. Rg1 Qf3+ 27. Rg2 Qf1+ 28. Rg1 Qf3+ 29. Rg2 Qf1+ {1/2-1/2 (29) Yu,Y (2709)-Ding,L (2791) chess24.com INT 2020}) ({Die klassische Behandlung dieser Variante. Doch auch hier haben neuronale Netzwerke interessante Ideen zu Tage gefördert } 8. Be2 h6 9. Nf3 e4 10. Ne5 Bc5 $5 {Ein sehr feiner Zug und in meinen Augen gewitzter als der absolute Hauptzug 10...Ld6. Die Idee ist dabei wie folgt: Nach 10...Ld6 spielt Weiß normalerweise 11.d4 exd4 12.Sxd3. Mit 10...Lc5 aber lockt Schwarz zuerst den weißen c-Bauern nach c3, sodass nach dem analogen} 11. c3 Bd6 12. d4 exd3 13. Nxd3 {der Springer auf d3 nicht mehr stabil durch einen Bauern gedeckt ist. Dadurch ist es fraglich, ob Weiß überhaupt noch Ausgleich hat oder ob Schwarz nicht schon (deutlich) besser steht. Zum Beispiel:} O-O 14. O-O Qc7 15. h3 Bf5 $17 {Die schwarzen Türme werden alsbald auf den Zentrallinien auftauchen, wonach der Anziehende nicht um seine Stellung zu beneiden wäre 0-1 (23) Spieler,S (2263)-Muhr,M (2382) www. remoteschach.de 2005}) 8... Nd5 {Ein typisches Manöver für diese Stellung. Der schwarze Springer strebt nach f4, wo er den weißen Läufer auf d3 schlagen und dem Anziehenden einen etwas kurios anmutenden Doppelbauern verpassen wird. Die beiden Spieler folgen nun erst einmal der absoluten Hauptvariante.} ({Die Stammpartie auf höchstem Niveau ging weiter mit} 8... Be7 9. Nc3 O-O 10. O-O h6 11. Nf3 $16 {und obwohl Karjakin kaum wirklich ausreichende Kompensation hatte, konnte der "Minister of Defence" schlussendlich doch noch den halben Punkt einfahren. ½-½ (36) Morozevich,A (2788)-Karjakin,S (2727) Moscow 2008}) 9. Nf3 Bd6 10. O-O Nf4 11. Re1 Nxd3 12. cxd3 O-O {Damit bietet Schwarz das nächste Bauernopfer an. Der Anziehende verfügt in dieser theoretisch noch absolut bekannten Sellung über de facto drei Alternativen. Während 13.Sxe5 eine theoretisch bekannte Abwicklung ins Remis zulässt, bestehen die kämpferischen Optionen in 13.b3 und dem Partiezug } 13. Nc3 $5 {Andreas Heimann war offensichtlich in Kampfeslaune und spielt den einzigen Zug, der Schwarz in meinen Augen wirklich vor Probleme stellt. Als ich mich mit dieser Stellung beschäftigte, hatte ich gewisse Schwierigkeiten, mit der schwarzen Stellung warm zu werden. Das liegt vor allem daran, dass die schwarzen Ideen zwar recht klar sind, aber die Reihenfolge der Züge gefühlt wahllos varriert - je nachdem, wie Weiß sich aufbaut und welche Ideen er zuerst umzusetzen versucht.} (13. Nxe5 {Das angedeutete Remis stellt sich ein nach den Zügen} c5 14. Nc3 Bb7 15. b3 Re8 16. Nc4 Rxe1+ 17. Qxe1 Nxc4 18. dxc4 {gefolgt vom klassischen doppelten Läuferopfer, wie man es schon von Tarrasch gegen Nimzowitsch gesehen hat (auch wenn es hier nur zur Teilung der Punkte reicht)} Bxh2+ 19. Kxh2 Qh4+ 20. Kg1 Bxg2 21. Kxg2 Qg4+ 22. Kf1 Qh3+ 23. Kg1 Qg4+ 24. Kf1 Qh3+ 25. Kg1 Qg4+ 26. Kf1 Qh3+ {1/2-1/2 (26) Schmidt,T (2414)-Keuter,K (2432) ICCF 2018}) 13... c5 $6 {Dmitrij wählt hiermit den zweitmeist gespielten Zug, der auch von vielen starken Spielern in der Vergangenheit angewandt wurde: Inarkiev, Shirov, Parligras - alles gute Leute. Generell passt der Zug auch zur generellen schwarzen Idee: Den Sa5 über c6 nach b4 führen und dann den wackligen d3-Bauern aufs Korn nehmen. Ein auf d3 auftauchender schwarzer Springer würde unweigerlich an Kasparovs Krake in seiner Partie gegen Karpov erinnern.} ({ Gemäß meinen Analysen halte ich den Zug} 13... Re8 {für genauer. Vor allem Leela, aber irgendwann auch Stockfish votieren für diesen prophylaktischen Zug. Einer der Ideen, soviel sei verraten, ist, dass Schwarz in manchen Varianten nach Sc3-e4 über ...Lf8 verfügt und somit der Läuferpaar behalten kann. Dann übernimmt der Te8 die Deckung des e5-Bauern.} 14. Ne4 c5 { ermöglicht wieder die Überführung des Springers nach c6 und b4} 15. b3 Bf8 $1 16. Ba3 Nc6 $1 {überraschend kann der Nachziehende den c5-Bauern dem Weißen zum Fraß vorwerfen. Taktisch ist der Bauer nicht zu gewinnen} 17. Rc1 (17. Bxc5 $2 f5 $17 {ist simpel}) (17. Nxc5 $6 {ist weniger simpel, aber der Auftakt zu einer langen, semi-forcierten Variante:} Bg4 18. Rc1 Bxf3 19. Qxf3 ( 19. gxf3 $6 {ist die andere große Verzweigung}) 19... Nd4 20. Qb7 Qa5 21. Qb4 Qxb4 22. Bxb4 {In der Folge muss Weiß darum kämpfen, nicht an der Fesselung auf der a3-f8-Diagonalen einzugehen.} a5 23. Ba3 Rec8 24. b4 {Notwendig} axb4 25. Bxb4 Rxa2 26. Nb3 Rxc1 27. Nxc1 Ra1 28. Bxf8 Kxf8 29. Kf1 Nc2 30. Rd1 Ke7 $15 {Hier möchte ich abbrechen, weil sich vermutlich kaum noch ein Leser für das entstehende Endspiel interessiert. Aber soviel sei verraten: Weiß sollte die Stellung halten, aber Spaß macht es nicht, da die Fesselung auf der Grundreihe noch ein paar Kopfschmerzen bereiten kann}) 17... Nb4 18. Bxb4 cxb4 $44 {Weiß hat einen Mehrbauern, aber die beiden schwarzen Läufer sollten für ausreichende Kompensation sorgen. Natürlich haben die weißen Springer viele gute Felder, häufig e4, c4 und c5. Aber am Ende des Tages ist der weiße Mehrbauer eben auch nicht der gesündeste. Daher sollte sich die Stellung im dynamischen Gleichgewicht befinden.}) 14. b3 Bb7 $146 {Damit betreten wir theoretisches Neuland. Der Zug selbst leistet allerdings nichts zum oben skizzierten Plan ...Sa5-c6-b4. Und das Läuferpaar auf f3 aufgeben, das kann auch nicht Sinn und Zweck der Übung sein. Daher könnte ich mir vorstellen, dass dieser Zug nicht allzu viele Nachahmer finden wird. Andreas weist nun mustergültig nach, warum der Läuferzug womöglich mehr Zeit verschwendet hat, als es sich Schwarz erlauben kann.} 15. Ne4 Re8 $6 {Zu langsam} ({Besser war das sofortige} 15... Nc6 16. Ba3 Nb4 {, wenngleich Weiß nach} 17. Bxb4 cxb4 18. Nxd6 Qxd6 19. Nxe5 $14 {eine bessere Version der oben angerissenen Stellungen hat, weil er sich den schwarzen e-Bauern einverleiben konnte.}) 16. Bb2 $1 {Nun droht plump Sxd6 gefolgt vom Schlagen auf e5. Der Läuferzug verhindert wegen des Angriffs auf e5 auch, dass sich der Ld6 nach f8 zurückziehen kann} Nc6 {Mit der Idee, ...Lf8 folgen zu lassen. Doch Andreas' konkrete Antwort} 17. Nfg5 $1 {lässt genau das nicht zu} f6 $2 { Das gemeine ist, dass ...f6 eigentlich ein Zug ist, der ganz allgemein gesprochen durchaus Bestandteil der schwarzen Aufstellung in dieser Variante ist. Konkret hat er aber taktisch ein bitterböses Loch} ({scheitert am Doppelangriff} 17... Bf8 $2 18. Qh5 $18) (17... h6 18. Nxd6 Qxd6 19. Ne4 Qxd3 20. Nxc5 Qb5 21. Rc1 $16) 18. Qh5 $1 {Während der Live-Übertragung habe ich diesen Überfall so gar nicht kommen sehen. Der Zug funktioniert vor allem deshalb, weil der Läufer auf b7 ungedeckt ist. So ensteht nach} ({Fairerweise sei aber angemerkt, dass auch das profane} 18. Nxd6 Qxd6 19. Ne4 Qd5 20. Rc1 Nb4 21. Qg4 $1 {(es droht Sxf6+!)} Kh8 22. Rxc5 {Weiß klar im Vorteil gesehen hätte. Natürlich sind die Doppelbauern auf der d-Linie noch nicht so beeindruckend. Aber wenn man noch etwas weiter rechnet, zum Beispiel} Qe6 23. Qg3 $1 {mit der Drohung des Doppelangriffs Tc7, wird klar, dass nach} Qb6 24. d4 $1 $16 {sich die Doppelbauern aufzulösen beginnen, wonach der weiße Vorteil offensichtlich wird}) 18... fxg5 19. Nxg5 {ein Doppelangriff auf h7 und das Feld f7 (Df7+). Jon Nunn hatte halt doch Recht mit seiner LPDO-Regel: Loose pieces drop off - oder auch: Ungedeckte Figuren verschwinden vom Brett!} Qd7 {Dmitrij muss irgendwie seinen Läufer auf b7 gedeckt halten, auch wenn dies einen starken Angriff zulässt.} (19... h6 {kann sich Schwarz so gar nicht leisten} 20. Qf7+ Kh8 21. Qxb7 Qxg5 22. Qxc6 $18 {und Schwarz hat völlig kompensationslos zwei Minusbauern, Schwächen auf c5 und e5 sowie einen grottenschlechten Läufer}) 20. Qxh7+ Kf8 21. f4 $1 {Andreas' Spiel ist bis hierhin absolut fabelhaft. Mit dem entblößten schwarzen König erkennt er zu Recht, dass eine weitere Öffnung der Stellung im siegbringenden Vorteil sichern sollte.} Ke7 {Im Stile der alten Meister versucht Schwarz, seinen König über d8 in Sicherheit zu bringen. Aber selbst Steinitz würde wohl nicht daran glauben, dass dieser Königsmarsch gelingen kann.} (21... exf4 { verbietet sich freilich wegen} 22. Qh8#) 22. fxe5 Bc7 23. e6 $1 (23. Qxg7+ $2 { wäre überstürzt, da nach} Kd8 {Weiß erst einmal den Damentausch verhindern müsste, was dem Angriff ein wenig des bisherigen Schwungs nehmen würde}) 23... Qd5 24. Qxg7+ Kd8 25. Ne4 {Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk. Der Springer möchte nicht etwa die lange Diagonale blocken, sondern auf c5 auch noch den sechsten (!) Bauern für den geopferten Läufer einverleiben} Nd4 26. Nxc5 {Das macht mittlerweile sechs Bauern für die Figur. Das habe ich glaube ich wirklich noch nie gesehen. Hier fragte ich mich, warum man mit Schwarz nicht einfach das Handtuch wirft. Schon die letzten Züge waren ein klarer Fall von "Es kann nicht besser werden, nur später". Doch Dmitrijs Kampfgeist und Erfindungsreichtum sollte belohnt werden. In den folgenden Zügen findet er immer wieder trickreiche Verteidigungen. Und weil er keinen offensichtlichen Gewinn für Andreas zulässt, schmilzt auch bei Weiß das Zeitkonto langsam aber sicher dahin.} Nf3+ (26... Qxc5 27. Qd7#) 27. Kh1 $5 { In meinen Augen ein Zug absoluter Meisterklasse. Vielleicht mag die Bewertung der Engines hier ein wenig abfallen, aber am Ende des Tages leistet der Zug etwas, was für Menschen sehr wichtig ist: Er vereinfacht die Stellung und statt totalem Chaos entsteht plötzlich ein sehr technisches Endspiel, das viel leichter zu überblicken ist. Zudem stellt der Zug eine kleine Falle, in die Schwarz allerdings nicht hereintappt} ({der Computer bevorzugt} 27. gxf3 Qxc5+ 28. Bd4 Qd5 29. Rac1 $18 {und gibt riesigen Vorteil an. Aber mit dem etwas luftigen König und der nicht gerade ganz gesunden Bauernstruktur kann ich verstehen, dass das einem Menschen nicht sofort eingängig ist.}) 27... Bc6 ({Ein grober Fehler hingegen wäre das gierige} 27... Nxe1 $4 28. Bf6+ Kc8 29. Qd7+ $1 Qxd7 30. exd7+ $18) 28. e7+ $1 Kc8 29. Qg4+ Kb8 30. Na6+ Kb7 31. Nxc7 { Hier hatte ich allerspätestens die schwarze Aufgabe erwartet. Denn nach 31... Kxc7 enstünde nach 32.Dxf3 eine Drops-gelutscht-Situation. Aber Kollars hat noch einen letzten Pfeil im Köcher, um die Partie am Köcheln zu halten} Qd6 $5 (31... Kxc7 32. Qxf3 $18) 32. Be5 (32. gxf3 {macht man wiederum ungern wegen der Bauernstruktur und den ungleichfarbigen Läufern nach} Qxc7 {. Aber womöglich ist die Stellung leichter zu spielen, als man zunächst denkt, wenn man bereit ist, mit} 33. Re4 $18 {die Qualität zurückzugeben, um Vereinfachungen zu erzwingen. Wichtig dabei ist, dass Schwarz sich nicht ungestraft auf e7 bedienen kann:} Rxe7 34. Rb4+ Ka6 35. Rc1 $18 {Und Dc4+ wird die Partie gewinnen}) 32... Nxe5 33. Nxe8 Rxe8 34. Qg3 Rxe7 35. Re2 Qf6 36. Rae1 Rf7 {nach einigen taktischen Verwicklungen hat sich der Nebel ein wenig gelichtet. Turm und fünf Bauern gegen zwei Figuren müssen natürlich glatt gewonnen sein. Aber so ganz trivial ist es eben nicht, da der Lc6 immer für Drohungen gegen den weißen König gut ist. Und was man nicht vergessen sollte: Am Brett sitzen auch zwei Menschen und keine Maschinen. Gerade nach taktisch so anstrengenden 36 Zügen sind die letzten Meter zur Zeitkontrolle alles andere als ein Zuckerschlecken.} 37. h3 (37. Rxe5 $4 Qf1+ 38. Rxf1 Rxf1#) 37... Nd7 38. Re6 Rg7 $5 {Äußerst unangenehm und womöglich von Andreas übersehen, wenn ich seinen Zeitverbrauch richtig deute. Nun steht er vor der undankbaren Aufgabe, nach} 39. Rxf6 Rxg3 {seinen 40.Zug bei hängendem Plättchen spielen zu müssen. Der Turm auf f6 hängt, genauso wie g2 und h3. Und war der Weg zum sauberen Gewinn vor einigen Zügen noch breit, ist er nun verdammt schmal geworden.} 40. Rxc6 $2 {Ein "?" ist für diesen Zug vermutlich zu hart, vor allem, wenn man die Situation auf der Uhr bedenkt. Wenn man sich die Stellung anschaut, wie könnte man auch nicht auf die Idee kommen, dass fünf Bauern (!) irgendwie schon reichen müssten gegen den Springer? Auch wenn es mich 5 Euro in das Phrasenschwein kostet: Schach ist aber eben doch ein konkretes Spiel!} ( 40. Rh6 $1 {Wäre der Weisheit letzter Schluss gewesen. Weiß verteidigt sich gegen ...Txh3+ und erkennt, dass der Verlust des g-Bauern kein Weltuntergang ist} Bxg2+ (40... Rxg2 41. Rxc6 $18 {erst jetzt! Das entzieht dem Turm die Deckung und Weiß gewinnt entscheidend Material}) 41. Kh2 Rg8 42. Rg1 {Dank dieser Fesselung kann Weiß endlich den nervigen schwarzen Turm tauschen, wonach der h-Bauer den Sieg sicherstellt} Bd5 43. Rxg8 Bxg8 44. h4 $18) (40. Rf2 $2 Rxh3+ $13) (40. Re2 $4 Nxf6 $19) ({Man kann wohl von keinem erwarten, mit dem 40. Zug das taktische} 40. Rd6 $5 {aufs Brett zu stellen. Doch das Endspiel nach} Rxh3+ 41. Kg1 Rh7 42. Ree6 Bb5 43. g4 $18 {sollte gewonnen sein, da die schwarzen Figuren nicht gut zusammenarbeiten}) 40... Kxc6 41. Re3 Rg7 42. g4 Kd5 43. Kg2 Ne5 44. Kg3 Rf7 45. h4 Rf1 {So weit, so gut. Schwarz aktiviert seinen Turm, um dem weißen König von hinten Schachs zu geben. Wie soll man nun mit der Drohung ...Tg1+ umgehen, was den g-Bauern gewinnen würde? } 46. g5 {Der menschlichste aller Züge. Die Computer und mancher Schachfreund im Chat schrie aber sogleich: Patzer, Patzer! Ich habe mal versucht zu ergründen, warum der Computervorschlag 46.h5!! wohl gewinnt. Heraus kam, dass der Randbauernzug zwar gewinnt, aber studienartige Präzision in der Berechnung nötig wäre. Viel Spaß dabei, das am Brett zu finden!} (46. h5 $3 Rg1+ 47. Kf4 Nxg4 48. Rg3 $1 {Nach dem Tausch der Türme zeigt sich wieder einmal, dass Springer im Kampf gegen Randbauern große Probleme haben} Rxg3 49. Kxg3 Nh6 50. Kf4 {so Schwarz nun versucht, die weißen Bauern mit} Kd4 { zu verspeisen, folgt das eben nahezu studienartige} 51. Kg5 Ng8 $5 52. b4 $1 ( 52. h6 $2 {wäre zu überhastet. Das Bauernendspiel ist trotz dreier Mehrbauern nach} Nxh6 53. Kxh6 {ganz glatt remis} Kxd3 54. Kg5 Kxd2 55. Kf4 Kc2 56. Ke4 Kb2 57. Kd4 Kxa2 58. Kc4 $11) 52... Kxd3 53. a4 $8 {Weiß muss seinen Damenflügel mobilisieren, um den schwarzen König vom Schlagen des d-Bauern abzuhalten. Denn dieser hat gleich noch einen ganz großen Auftritt} Kc4 54. Kg6 $8 Kxb4 55. d4 $1 Kxa4 (55... Kc4 {reicht nicht wegen} 56. Kg7 Ne7 57. Kf6 Ng8+ 58. Ke5 $18 {der weiße König unterstützt den d-Bauern, während der schwarze Gaul vom h-Bauern am Seitenrand festgehalten wird}) 56. d5 Kb5 57. d6 Kc6 58. Kg7 $1 {Weil der d-Bauer dem schwarzen Springer das Feld e7 wegnimmt, ist die Stellung für Weiß gewonnen. Völlig klar, dass man das im 46. Zug schon alle vorhersehen kann...} a5 59. Kxg8 a4 60. h6 a3 61. h7 a2 62. h8=Q { und ein, ein, ein einziges Tempo entscheidet!}) 46... Rg1+ 47. Kh2 Ra1 48. Rg3 Rxa2 49. g6 Rxd2+ 50. Kh3 Nxg6 51. Rxg6 Rxd3+ {Nun wird es für die Analyse leicht, weil bei 7-Steinern die Tablebases ein gottgleiches Urteil zu jeder Stellung fällen können. Zu meiner ehrlichen Überraschung gehört die Feststellung, dass diese Stellung bei bester Verteidigung nicht für Weiß zu gewinnen ist. Trotz weit entferntem Randfreibauern, trotz vertikal abgeschnittenem schwarzen König.} 52. Rg3 Rd1 53. Re3 $5 {sehr clever - Heimann lockt den schwarzen König mit diesem Zug nach vorn. Ansonsten könnte der schwarze König über e6 und f7 schnell in die Ecke flüchten. So braucht der König aber zumindest ein wenig länger} Kd4 54. Rf3 Ke4 $2 {Dieser "Tempogewinn" ist fatal, weil nun ein Motiv greifen kann, was häufig im Turmendspiel noch bedeutend effektiver ist als eine vertikale Absperrung entlang einer Linie: die horizontale Absperrung entlang einer Reihe!} (54... Ke5 $8 {hält überraschend den halben Punkt fest. Offensichtlich finde ich das ganz und gar nicht. Aber lehrreich ist die dahinterliegende technische Handhabung des Turmendspiels schon:} 55. h5 Ke6 $8 56. Kg4 Rg1+ $8 57. Kh4 Rh1+ $8 58. Kg5 Rg1+ $8 59. Kh6 Ke7 {und Weiß kann wohl keine Fortschritte machen. Warum? Gute Frage. Schauen wir uns mal einen Gewinnversuch an:} 60. Kh7 a5 ({ Aber bitte nicht} 60... Ke6 $4 {wegen} 61. b4 $3 a6 62. Ra3 $18 {und Weiß gewinnt einen weiteren Bauern}) 61. h6 Rg2 62. Kh8 Ke6 (62... Rg1 $4 63. Rf5 { baut eine verkappte Brücke} Rg3 64. h7 $1 Rxb3 65. Kg7 Rg3+ 66. Kh6 Rh3+ 67. Rh5 $18) 63. h7 Rg1 $8 (63... Ke7 {geht wieder nicht wegen Brückenbau} 64. Rf5 $18) 64. Rf8 Rc1 {nun wechselt der Turm, um Seitenschachs geben zu können} ({ verliert auch schön, weil Schwarz nach} 64... Ke7 65. Ra8 $1 Rg5 (65... Ra1 66. Kg7 Rg1+ 67. Kh6 Rh1+ 68. Kg6 Rg1+ 69. Kf5 $18) 66. Rg8 Rh5 67. Kg7 { die Schachdistanz ausgeht} Rg5+ 68. Kh6 $18) 65. Ra8 (65. Kg7 Rg1+ $11) 65... Kf7 $8 {Ich würde fast jede Wette eingehen: Nie im Leben hält man in einer praktischen Partie die Stellung nach 54...Ke5 remis - selbst wenn man die Information bekommt, dass die Stellung laut Tablebase remis wäre! Es gibt einfach zu viele Fallstricke. Wann muss man mit dem König zwischen e7 und e6 pendeln? Welche Felder darf der Turm auf der g-Linie betreten, wann wird die Schachdistanz zu gering? Und wie sehe ich zu, dass mir der a5-Bauer nicht urplötzlich abhanden kommt?}) 55. Kg4 $1 Rd8 56. Rf4+ $2 {Danach kann der schwarze König in die Verteidigung eingreifen, weil er eben nicht mehr abgeschnitten werden kann} (56. Rf5 {Gefällt mir aus technischer Sicht sehr gut. Dank des Turms auf der fünften kommt der schwarze König nicht mehr über die fünfte Reihe, sodass der schwarze Turm bei der Verteidigung gegen den Freibauern auf sich allein gestellt ist. Weiß gewinnt dann wie folgt} Rg8+ 57. Rg5 Rb8 58. h5 Rxb3 59. h6 Rb8 60. h7 Rh8 61. Rg7 a5 62. Rd7 $8 ({nur nicht das überhastete} 62. Ra7 $4 {, denn nun kommt der schwarze König rechtzeitig zur Unterstützung des a-Bauern} Kd4 63. Kg5 Kc4 64. Kg6 Kb4 65. Kg7 Rxh7+ 66. Kxh7 a4 67. Kg6 a3 68. Kf5 Kb3 69. Ke4 a2 70. Kd3 Kb2 71. Rb7+ Kc1 72. Ra7 Kb2 $11) 62... a4 63. Kg5 a3 64. Ra7 $8 a2 65. Kg6 $18) (56. Rf7 { gewinnt ebenfalls} Rg8+ 57. Kh3 Rh8 58. Rxa7 $18) 56... Ke5 57. Rf5+ (57. Rf7 { reicht nun nicht mehr wegen} Rb8 58. h5 Ke6 $8 59. Rf3 Rg8+ 60. Kh4 Rh8 61. Kg5 Rg8+ 62. Kh6 a5 63. Kh7 Rg5 64. h6 Rg1 $14 {mit theoretischem, wenngleich nicht zwingend praktischem Remis}) 57... Ke6 58. h5 Rg8+ 59. Rg5 Rb8 60. h6 Kf7 {46.Tf5 hätte genau diese Aktivierung verhindert. Nun kann Weiß nicht mehr gewinnen. Was für eine Tragödie!} 61. h7 Rb4+ $1 {Dank dieses Tricks (den Andreas womöglich am Ende dieser intensiven Partie übersehen hat) kann Dmitrij seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Schwarz lockt den weißen König in die h-Linie, sodass nach} 62. Kh5 Rxb3 {Weiß sich wegen des Spießes eben keine Dame holen kann. Andreas probiert noch alles im Turm+Springer gegen Turm Endspiel, aber vielleicht mehr aus Frust (verständlich) statt aus wirklicher Überzeugung.} 63. h8=N+ Kf6 64. Ng6 a6 65. Nf4 Rb1 66. Nd5+ Ke6 67. Kg6 Kd6 68. Ne3 Rb5 69. Rg1 a5 70. Kf6 a4 71. Rd1+ Kc6 72. Ke6 a3 73. Ra1 Rb3 74. Nc4 Kc5 75. Nxa3 Re3+ 76. Kf5 Rc3 77. Ke4 Kb4 78. Nb1 Rh3 79. Nd2 Kc5 80. Ra5+ Kc6 81. Nf3 Rh1 82. Nd4+ Kd6 83. Ra6+ Kc5 84. Rc6+ Kb4 85. Nf3 Rd1 86. Ne5 Kb5 87. Rc3 Kb4 88. Rc8 Kb5 89. Nd3 Rh1 90. Kd5 Rh5+ 91. Ne5 Kb4 92. Rc4+ Kb5 93. Rg4 Rh1 94. Nd3 Rd1 95. Rb4+ Ka5 96. Rb3 Rh1 97. Ne5 Rh5 98. Rb8 Ka4 99. Kd4 Rh4+ 100. Kc3 Rh3+ 101. Nd3 Ka5 102. Rb2 Ka4 103. Kc4 Rh4+ 104. Kd5 Rh5+ 105. Ne5 Ka5 106. Kd4 Ka6 107. Rb1 Ka5 108. Kd5 Ka4 109. Kc4 Rh4+ 110. Kc3 Rh3+ 111. Nd3 Ka5 112. Rb8 Ka4 113. Kc4 Rh4+ 114. Kd5 Rh5+ 115. Ne5 Ka5 116. Kd4 Ka4 117. Nc6 Rh4+ 118. Kc3 Rh3+ 119. Kc4 Rh4+ 120. Nd4 Ka5 121. Rb3 Ka6 {Kurz vor Erreichung der 50-Züge-Grenze hatte Weiß ein Einsehen. Für Andreas Heimann tut es mir einfach Leid, dass er eine über weite Strecken herausragend gespielte Partie nicht mit dem erwünschten Ergebnis beenden konnte. Dmitrij allerdings wird diese Rettung aus höchster Not einen ordentlichen Vertrauensboost geben. Nach seiner unglücklichen Niederlage in Runde 1 hat er mit dieser zähen Verteidigungsleistung gezeigt, dass er nicht umsonst dieses Jahr im Masters spielt.} 1/2-1/2 [Event "German Masters 2020"] [Site "Magdeburg"] [Date "2020.08.19"] [Round "4.1"] [White "Huschenbeth, Niclas"] [Black "Donchenko, Alexander"] [Result "1-0"] [ECO "C88"] [WhiteElo "2605"] [BlackElo "2657"] [PlyCount "85"] [EventDate "2020.08.16"] [EventType "tourn"] [EventCountry "GER"] [Tiebreak "Koya+Number of black wins+Number of wins"] [SourceTitle "playchess.com"] [Source "ChessBase"] [SourceQuality "1"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O Be7 6. Re1 b5 7. Bb3 O-O 8. a4 b4 9. a5 d6 10. c3 Rb8 11. h3 h6 12. d3 Be6 13. Bxe6 fxe6 14. Nbd2 bxc3 15. bxc3 Qe8 16. d4 exd4 17. cxd4 d5 18. exd5 Nxd5 19. Qe2 Nf4 20. Qe4 Bb4 21. Ba3 Bxd2 22. Nxd2 Rf5 23. Rac1 Nxa5 24. Rxc7 Qg6 25. Re3 Nd5 26. Rg3 Rg5 27. Rxg5 Qxg5 28. Qxe6+ Kh7 29. Qe4+ Kh8 30. Nf3 Qf4 31. Qxf4 Nxf4 32. Bd6 Nd3 33. Ne5 Rb1+ 34. Kh2 Nxf2 35. Bf8 Rb7 36. Rc8 Kh7 37. d5 Rb5 38. Rc7 Kg8 39. Ng6 Rb7 40. d6 Kh7 41. d7 Rxc7 42. d8=Q Rf7 43. Ne5 1-0 [Event "German Masters 2020"] [Site "Magdeburg"] [Date "2020.08.19"] [Round "4.2"] [White "Bluebaum, Matthias"] [Black "Nisipeanu, Liviu-Dieter"] [Result "1-0"] [ECO "A85"] [WhiteElo "2647"] [BlackElo "2655"] [PlyCount "77"] [EventDate "2020.08.16"] [EventType "tourn"] [EventCountry "GER"] [Tiebreak "Koya+Number of black wins+Number of wins"] [SourceTitle "playchess.com"] [Source "ChessBase"] [SourceQuality "1"] 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nc3 Nf6 4. Nf3 c6 5. e3 Ne4 6. Bd3 f5 7. Ne5 g6 8. O-O Nd7 9. f4 Nxe5 10. fxe5 Be7 11. Nxe4 dxe4 12. Be2 c5 13. b4 cxb4 14. a3 bxa3 15. Bxa3 O-O 16. d5 Bxa3 17. Rxa3 b6 18. Qd4 Bd7 19. Rfa1 Qc7 20. d6 Qb7 21. c5 bxc5 22. Qxc5 Rfc8 23. Qd4 a5 24. h3 a4 25. Bd1 Ra5 26. Bxa4 Bxa4 27. Rxa4 Rd5 28. Qa7 Qg7 29. Qa8 Rdc5 30. Ra7 Qh6 31. Rc7 Qxe3+ 32. Kh1 Rc1+ 33. Rcxc1 Rxa8 34. Rxa8+ Kg7 35. Rd1 f4 36. Ra7+ Kh6 37. d7 Qxa7 38. d8=Q Qf2 39. h4 1-0 [Event "German Masters 2020"] [Site "Magdeburg"] [Date "2020.08.19"] [Round "4.3"] [White "Meier, Georg"] [Black "Fridman, Daniel"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "A06"] [WhiteElo "2621"] [BlackElo "2615"] [PlyCount "74"] [EventDate "2020.08.16"] [EventType "tourn"] [EventCountry "GER"] [Tiebreak "Koya+Number of black wins+Number of wins"] [SourceTitle "playchess.com"] [Source "ChessBase"] [SourceQuality "1"] 1. Nf3 d5 2. g3 Nf6 3. Bg2 e6 4. O-O Be7 5. c4 O-O 6. d4 dxc4 7. Qc2 b5 8. a4 b4 9. Nbd2 Bb7 10. Nxc4 c5 11. Rd1 Be4 12. Qb3 Nbd7 13. Nfe5 Bxg2 14. Kxg2 Rc8 15. Be3 Qc7 16. Nxd7 Qxd7 17. Rac1 Qb7+ 18. f3 Nd5 19. Bf2 cxd4 20. Bxd4 Qa6 21. Kf1 Bg5 22. Rc2 Nc3 23. bxc3 Qxc4 24. Qxc4 Rxc4 25. Bxa7 Ra8 26. Bd4 Rxa4 27. Rb2 h6 28. Rxb4 Raxb4 29. cxb4 Rxb4 30. h4 Bf6 31. Bxf6 gxf6 32. Kf2 f5 33. Rd3 Kg7 34. Ra3 Rc4 35. Ra5 Rb4 36. Ra3 Rc4 37. Ra5 Rb4 1/2-1/2