IM Niclas Huschenbeth

DJEM 2003
DSJ
DJEM 2003

Niclas Huschenbeth wurde am 29. Februar 1992 in Hamburg geboren. Mit 5-6 Jahren erlernte er das Schachspiel von seinem Vater. Ende 2001 meldeten ihn seine Eltern beim SK Johanneum Eppendorf in Hamburg an. In der Saison 2006/07 wechselte er zum Hamburger SK.

Niclas hat zwei Geschwister. Seine Hobbys neben Schach sind Tischtennis, Fußball und Besuche im Fitnesstudio.

Den größten Einfluß als Trainer übt auf ihn der Hamburger FM Wolfgang Pajeken aus. Darüberhinaus arbeitet er mit den Großmeistern Karsten Müller und Jan Gustafsson zusammen.

Niclas pflegt einen aggressiven Spielstil und sieht seine Stärken in der Variantenberechnung. Schachliche Vorbilder sind Viswanathan Anand und Alexej Schirow.

Ergebnisse DJEM und in Zweikämpfen

DJEM 2004
DJEM 2004

Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaft

  • 2002 Platz 19 in der U10 (1. Julian Geske)
  • 2003 Platz 22 in der U12 (1. Julian Geske)
  • 2004 Platz 4 in der U12 (1. Andreas Heimann)
  • 2005 Platz 1 in der U14
  • 2006 Platz 19 in der U18 (1. Paul Zebisch)
  • 2007 Platz 4 in der U16 (1. Sebastian Bogner)

Zweikämpfe

Nicht mehr so weit verbreitet unter Schachspielern sind Zweikämpfe. Niclas macht da eine Ausnahme und bestritt seit 2006 mehrere Duelle mit jeweils stärkeren Gegnern:

  • 2006 FM Hannes Langrock 2:2
  • 2006 IM Merijn van Delft 1½:2½
  • 2007 IM Michael Kopylow ½:3½
  • 2007 IM Jens-Ove Fries Nielsen 2½:1½
  • 2008 GM Vitali Golod 2:4
DJEM 2005
DSJ
DJEM 2005

Nachdem Niclas bereits 2005 an der 2300-DWZ-Marke kratzte, fiel er im darauffolgenden Jahr in ein tiefes Loch. Erst mit der Jugend-Weltmeisterschaft U14 im Oktober 2006 in Batumi beendete er die Durststrecke - mit einem sehr guten 7. Platz. Dabei hatte er sogar die Chance Weltmeister zu werden, doch in der letzten Runde verrechnete er sich und verlor.
Nach der Weltmeisterschaft ging es Schlag auf Schlag. Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft U16 2007 belegte Niclas Platz 4.
Noch spektakulärer war sein Auftritt im Oktober 2007 beim Europacup für Vereinsmannschaften mit dem Hamburger SK. Mit 5½ aus 7 stellte er den Rest seiner Mannschaft in den Schatten und besiegte mit seinem aggressiven Stil einen Titelträger nach dem anderen: Pontus Carlsson (2481), Ashot Anastasian (2571) und Ivan Farago (2446). Nur Gabriel Sargissian (2633) konnte den jungen Hamburger bezwingen. Die Turnierleistung von weit über 2600 bedeutete eine Großmeister-Norm!
Zwei Wochen später ließ er beim IM-Turnier des Hamburger SK einen weiteren Paukenschlag folgen. Er siegte ungeschlagen mit 6½ aus 11 vor Sven Bakker 5½ und erreichte seine zweite IM-Norm. Nachdem er bis Mitte dieses Jahres Elo 2400 überschritten hatte, wurde ihm der Titel "Internationaler Meister" von der FIDE zuerkannt.

Niclas Huschenbeth und Ilja Brener im Februar 2006 bei der Deutschen Einzelmeisterschaft in Osterburg
Niclas Huschenbeth und Ilja Brener im Februar 2006 bei der Deutschen Einzelmeisterschaft in Osterburg

Im Januar 2008 wurde Niclas in die Jugend-Olympiamannschaft aufgenommen. Für ihn mußte der Berliner Ilja Brener weichen, dessen Entwicklung mit der des Hamburgers nicht mehr standhalten konnte.

Hamburger Talent des Jahres 2006

2006 wählten das Hamburger Abendblatt und die Hamburger Sportjugend Niclas zum "Hamburger Talent des Jahres", wohlgemerkt nicht Schachtalent, sondern Sporttalent - gegen harte Konkurrenz aus den olympischen Disziplinen.

Training der Jugend-Olympiamannschaft im Dezember 2007 in Hockenheim mit Anatoli Karpow. Im Bild JOM-Kader Falko Bindrich und Gast Niclas Huschenbeth
Training der Jugend-Olympiamannschaft im Dezember 2007 in Hockenheim mit Anatoli Karpow. Im Bild JOM-Kader Falko Bindrich und Gast Niclas Huschenbeth
Jugend-Europameisterschaft 2007 in Sibenik
Jugend-Europameisterschaft 2007 in Sibenik

Autoreninfo

Frank Hoppe Frank Hoppe,
Jahrgang 1964, ist seit dem 1. Januar 2007 für die Internetpräsenz des Deutschen Schachbundes technisch verantwortlich. Er war außerdem von 2003 bis 2009 Referent der Wertungsdatenbank des DSB und von 1996 bis 2010 DWZ-Referent des Berliner Schachverbandes. Zudem betreut er seit 1996 die Webseiten des Berliner Verbandes.

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