Als Linh Tran am 17. Juli beim Schachgipfel in Dresden auf dem Podium saß und über Mädchen- und Frauenschach diskutierte, kannten die meisten im Saal sie als das, was sie heute ist: fünffache Tischfußball-Weltmeisterin, Unternehmerin, eine der bekanntesten Stimmen, wenn es um Frauen im Sport geht. Nur wenige wussten, dass sie fast zehn Jahre lang etwas ganz anderes war – eine der stärksten Nachwuchsspielerinnen Hessens, Deutsche Vizemeisterin U16, Elo über 2100.
Beim Gipfel hat sie diese beiden Welten selbst zusammengebracht: mit einem Kicker-Charity-Event, bei dem 1.300 Euro für das Mädchen- und Frauenschach zusammenkamen, und mit einem sehr offenen Gespräch darüber, warum Mädchen im Schach oft aufhören – und was sie zum Bleiben bringt.
Am 2. September erscheint nun ihre Autobiografie „Aus dem Handgelenk – warum ich Weltmeisterin im Tischkickern werden musste". Ein gutes Stück davon spielt am Schachbrett, und eine Szene daraus passt genau zu dem, was auf dem Podium in Dresden verhandelt wurde.