28.03.2026
Seit der WM-Herausforderer in einem Rundenturnier mit Hin- und Rückrunde ermittelt wird, ist das Kandidatenturnier mein absolutes Highlight! Unvergessen bleibt die Dramatik des letzten Durchgangs bei der Premiere 2013 in London mit den parallelen Niederlagen von Carlsen und Kramnik. Auch wenn klassische Turniere durch die kämpferische Einstellung der nachrückenden Generation zuletzt an Attraktivität gewonnen haben: das Kandidatenturnier bildet noch einmal eine eigene Kategorie – hier geht es wirklich um etwas! Erst recht, seitdem auf den Sieger nicht mehr Magnus Carlsen wartet, was das Unternehmen »Weltmeisterschaft« stets zu einem nur bedingt erfolgversprechenden Unterfangen machte. Diesmal wird der Herausforderer aller Wahrscheinlichkeit nach als Favorit in das anstehende Titelmatch gegen den zuletzt formschwachen Gukesh gehen.
Weiterlesen … Kandidatenturnier 2026 - die Kolumne von GM Raj Tischbierek
27.03.2026
Das internationale Fritz-Baumbach-Memorial des Deutschen Fernschachbundes (BdF) startet bereits am 24. April 2026. Bei einem Meldeschluss am 3. April ist nur noch wenige Tage Zeit sich anzumelden. Das Turnier ist offen für alle Spielerinnen und Spieler mit einer Fernschach-Elo von 0 bis 2750 nach der ICCF-Liste vom 1. April. Der Spielmodus sieht 10 Züge in 50 Tagen vor. Aktuell haben wir bereits über 400 Anmeldungen aus 51 Nationen.
Gestartet wird in Gruppen von Spielern mit ungefähr gleicher Spielstärke. Jeder kann sich für maximal zwei Gruppen anmelden. Das Turnier wird wenn möglich im Silli-System (12 Spiele) auf dem ICCF-Server gespielt.
Weitere Informationen findet man auf der ICCF-Seite und selbstverständlich auch beim BdF.
Deutscher Fernschachbund
Weiterlesen … Fritz-Baumbach-Memorial des Deutschen Fernschachbundes hat bereits über 400 Anmeldungen
Matthias Blübaum im großen Interview vor dem Kandidatenturnier
27.03.2026
Mit GM Raj Tischbierek und Finn Engesser aus der DSB-Öffentlichkeitsarbeit spricht Blübaum über seine Vorbereitung, riskante Gegner, überraschende Ideen am Brett und warum am Ende doch alles auf die eigene Form ankommt. Zwischen Eröffnungsarbeit, Erwartungsdruck und Außenseiterrolle wird klar: Blübaum reist nicht nur zum Mitspielen an. Und ganz nebenbei klärt sich auch eine der entscheidenden Fragen des Turniers: Reichen zehn Hemden für zwei Wochen Weltklasse-Schach?
Weiterlesen … "Es gilt für alle: Alles andere als der erste Platz ist eine Enttäuschung."
Oliver Biermann leidet am Hämolytisch-Urämischen Syndrom. Er sitzt im Rollstuhl, kann nicht sprechen. Das hindert ihn nicht, bei der DSAM mitzuspielen: Sein Herz gehört dem Schachspiel - und Juve.
26.03.2026
Sandra Schmidt, die Turnierchefin der DSAM, spricht von einem „ganz besonderen Teilnehmer“. Wenn er gemeinsam mit seinem Assistenten am Brett sitze, dann erinnere sie die Szenerie an den Film „Ziemlich beste Freunde“. Eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von einem Mann im Rollstuhl und seinem Helfer. Oliver Biermann sitzt auch im Rollstuhl. Der 36-Jährige aus Berlin erkrankte im Alter von drei Jahren am Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS). „Die Krankheit griff zunächst meine Nieren an, anschließend die Bauchspeicheldrüse und schließlich das Kleinhirn“, schreibt Oliver, der mit der DSB-Öffentlichkeitsarbeit über einen Chat kommuniziert. „Ich organisiere mein Leben mit einem 24/7-Assistenzteam“, also rund um die Uhr: „Trotz aller Herausforderungen bin ich ein lebensfroher Mensch.“ Das kann Dario Mulas nur bestätigen. Der 33-Jährige ist persönlicher Assistent für Menschen mit Behinderung. Oliver Biermann sei quasi sein Chef, sagt er mit einem Lächeln, „einer der besten Chefs, die ich bisher hatte“. Und: „Oli ist super unkompliziert, fröhlich, ein offener Typ. Ich bewundere ihn für seine Einstellung zum Leben. Er ist so aktiv – davon könnten sich wirklich viele Menschen eine Scheibe abschneiden.“
Weiterlesen … "Mein großer Traum: Ich möchte ein Finale erreichen."
Dresden wird im Sommer 2026 zum Zentrum des deutschen Schachs
25.03.2026
Mit einer gut besetzten Pressekonferenz hat die Stadt Dresden gemeinsam mit dem Deutschen Schachbund und weiteren Partnern den Schachgipfel 2026 angekündigt. Das Event findet vom 16. bis 26. Juli 2026 im Internationalen Congress Center Dresden (ICD) statt und vereint insgesamt 13 Deutsche Meisterschaften unter einem Dach. Auf dem Podium sprachen unter anderem Dirk Hilbert (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden), Ingrid Lauterbach (Präsidentin des Deutschen Schachbundes), Hans Bodach (Vorsitzender Förderverein Schach Wolfgang Uhlmann e. V.) sowie Vertreter der Stadtverwaltung. Einigkeit herrschte darüber, dass der Schachgipfel nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich ein herausragendes Ereignis werden soll.
Weiterlesen … Dresden lädt zum Schachgipfel 2026 – Pressekonferenz stimmt auf Großereignis ein
Das Erfolgsformat Mädchen-Schach Super Tuesday, diesmal mit Lara Schulze - und wieder 66 Talenten an den Bildschirmen
25.03.2026
Das Erfolgsformat „Mädchen-Schach Super Tuesday“ feierte seine siebte Auflage. Diesmal waren beim Online-Gruppentraining im Rahmen DSB-Mädchen-Schach-Förderungsprojekts U12 wieder 66 Mädchen dabei. Für sie sei es zweifellos ein echtes Highlight gewesen, so Nadja Jussupow. Die DSB-Frauenschach-Referentin hat die Online-Trainingsserie initiiert – und ist längst auch überrascht vom großen Erfolg. Denn insgesamt haben nun schon 489 Talente an den Trainingssessions teilgenommen. Diesmal wartete mit Lara Schulze eine Nationalspielerin auf die Mädchen. Wer Lara Schulze kennt, der weiß: Es wurde ein erfrischendes Training, bei dem auch viel gelacht werden durfte. Und das, obwohl sich das Thema richtig schwer anhört: „Das Prinzip der schlechtesten Figur.“
Weiterlesen … Schlechte Figuren, schlaue Mädchen.
25.03.2026
Am Dienstag, dem 24. März 2026, fand das Austauschforum Verbandsentwicklung des Deutschen Schachbundes statt. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über aktuelle und geplante Projekte in den Bereichen Verbandsentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Inklusion, Ausbildung, Breitenschach und Onlineschach zu informieren und dazu in den Austausch zu gehen.
Weiterlesen … Austauschforum Verbandsentwicklung: Einblicke in laufende und geplante Projekte
The Big Greek kommt als Chefkritiker an die Basis - das verleiht dem ohnehin schon wunderbar gelegenen Turnier an der Ostsee noch einen zusätzlichen Reiz.
24.03.2026
Travemünde. Vielleicht der schönste Standort der DSAM. Ohne einem anderen Turnierorte zu nahe treten zu wollen - aber bei den Spielerinnen und Spielern baumelt die Seele schon bei der Anreise zum Strandhotel Travemünde. Wenn sie das Autofenster runterkurbeln, um die frische Meeresbrise zu genießen. Das Turnier an der Ostsee ist für viele wie Urlaub. Und ja, auch das tierische Maskottchen der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft, Bella, liebt Travemünde über alles – ihr erster Weg nach dem Sprung aus dem Auto von Turnierchefin Sandra Schmidt führt sie und Frauchen immer zu ihren Lieblingsstrand. Auch in Travemünde (26. bis 29. März) gibt es liebgewonnene DSAM-Traditionen. Zwei davon: Die Äpfel kommen diesmal nicht aus dem Supermarkt, sondern direkt vom Erzeuger: Peters Fruchthandel aus Jork im Alten Land liefert wieder drei Zentner. Und das schon zum vierten Mal, als Spende. Ein DSAM-Partner, der es auch verdient hat, mal erwähnt zu werden. Und ja, die DSAM in Travemünde, mit 500 Teilnehmern (aus Kapazitätsgründen immer schnell ausgebucht) ist zwar etwas kleiner – aber auch traditionell eine DSAM mit Promifaktor.
Weiterlesen … Urlaubsfeeling, Bio-Äpfel und Promi-Faktor bei der DSAM
Rund 86.000 Euro für die Mission WM-Kandidatenturnier: Deutscher Schachbund, Bundeskanzleramt, DOSB und Schachverband Württemberg schaffen beste Voraussetzungen.
23.03.2026
Matthias Blübaum ist längst im Tunnel. Klar doch, nur noch wenige Tage bis zum Start des Kandidatenturniers auf Zypern (ab Sonntag 29. März), wo er gegen sieben Kontrahenten um den Platz für das WM-Duell gegen den amtierenden Weltmeister Dommaraju Gukesh kämpfen wird. Der Deutsche Schachbund hat alles getan, um für seinen WM-Kandidaten gute Voraussetzungen zu schaffen. Auch finanziell. DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach sagt: „Es war uns ein großes Anliegen, ihm die besten Rahmenbedingungen zu ermöglichen.“ Man habe, vor allem über das Crowdfunding, das der Präsident des Schachverbandes Württemberg, Carsten Karthaus, gemeinsam mit dem DSB angestoßen hat, „den Rahmen der Unterstützer deutlich vergrößert“, so Lauterbach: „Es haben viele Menschen jenseits unserer Mitgliederbasis gespendet. Das zeigt eindrucksvoll: Ganz Schach-Deutschland steht hinter Matthias Blübaum!“ Insgesamt rund 86.000 Euro kamen für das Projekt zusammen.
Weiterlesen … "Ganz Schach-Deutschland steht hinter Matthias Blübaum!"
"Auf Verlangen einer Minderheit." Neun Mitgliedsverbände hatten den Antrag gestellt - und bekommen nun den erhofften Beschluss.
20.03.2026
Nun also doch: Es wird einen außerordentlichen Bundeskongress geben, womöglich schon im Mai. Das hat das Schiedsgericht des Deutschen Schachbunds im Eilverfahren entschieden. Geklagt hatten gegen den DSB mit seiner Präsidentin Ingrid Lauterbach neun von 22 Mitgliedsverbänden: Der Berliner Schachverband, mit seinem Präsidenten Paul Meyer-Dunker, der Badische Schachverband mit Präsident Dr. Christoph Mährlein, der Deutschen Fernschachbund mit Präsident Manfred Scheiba, der Hamburger Schachverband, vertreten durch den Vorsitzenden Klaus-Jürgen Herlan, der Schachverband Schleswig-Holstein, mit Präsident Dirk Martens, der Bayerische Schachbund mit Präsident Ingo Thorn, Präsident Michael S. Langer für den Niedersächsischen Schachverband, Daniel Meitzner für den Thüringer Schachbund und Michael Fuhr, Präsident des Landesschachbundes Brandenburg.
Weiterlesen … DSB-Schiedsgericht ordnet außerordentlichen Bundeskongress an
Matthias Kribben ist nicht nur stark am Brett - sondern auch am Pokertisch: Er hat schon 658.000 Dollar Preisgeld gewonnen. Und im Fernschach macht ihm weltweit auch kaum einer was vor.
20.03.2026
Im ersten Teil sprach er über Dresden - wie es damals, 2008 beim Schachgipfel war, den er als Vizepräsident des DSB organisiert hat. Auf diesen Part, kabelte Matthias Kribben gestern Abend von seinem Zweitwohnsitz auf Gran Canaria mit einem Smiley, habe er viele positive Reaktionen bekommen: "Selbst von den kritischen Schachspielern." Heute geht es im großen Interview mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit um weitere Leidenschaften des Berliner Unternehmers: Fernschach, Schulschach - aber auch Pokern. Was zeigt: Der Mann ist mit allen Wassern gewaschen.
Weiterlesen … "Pokerspieler sind impulsiver - und nicht so objektiv wie Schachspieler."
Matthias Kribben und Dresden: Zwischen Gipfel 2026 und Olympiade 2008. Zwischen Jahrzehnt- und Jahrhundertereignis. "Es mus gut laufen - das ist unabdingbar."
19.03.2026
Gerade ist er wieder auf Gran Canaria. Hier hat Matthias Kribben, 65, einen Zweitwohnsitz. Überhaupt ist er viel unterwegs. Als Geschäftsmann, aber auch bei Pokerturnieren - und in Sachen Schach. Im zweiteiligen Interview mit dem DSB spricht der mehrfache Fernschach-Weltmeister über seine beiden Hobbies. Wir beginnen im ersten Teil mit seiner engen Verbindung zu Dresden. In der sächsischen Landeshauptstadt hat er 2008 maßgeblich die Olympiade organisiert - und hier erhofft er sich auch einen Schub fürs deutsche Schach beim Schachgipfel vom 16. bis 26. Juli 2026. Er zeigt sich im Gespräch mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit überzeugt: "Das wird ein herausragendes Event." Eines, das bei gutem Gelingen nicht nur einen hohen Werbewert fürs deutsche Schach bringen könnte - sondern in in gewisser Weise sogar versöhnlich wirken könnte. Die wichtigsten Aussagen findet ihr auch im Video-Interview.
Weiterlesen … "Ein wunderbarer Ort, um schöne neue Schachgeschichten zu schreiben."