16. Juni 2026
Am Montag wurden die Spieler und Spielerinnen von den Bundestrainern Zahar Efimenko und Jan Gustafsson informiert – ob sie dabei sind, oder nicht. Die DSB-Kader für die Olympiade in Samarkand (Usbekistan) stehen fest, exakt drei Monate vor dem Start des Turniers, vom 15. bis 28. September. Während es bei den Männern im Grunde keine Überraschung gibt, bis auf eine Ausnahme (Rasmus Svane) streng nach Elo nominiert wurde. So rückte im Vergleich zur EM Alexander Donchenko für Dmitrij Kollars ins Aufgebot, das – wenig überraschend – von Vincent Keymer, Matthias Blübaum und Frederik Svane angeführt. "Natürlich wollen wir vorne mitspielen", so Gustafsson, "je weiter vorne - desto besser." Im Vergleich dazu wirbelte Zahar Efimenko den Frauen-Kader – der im Herbst noch Bronze bei der Team-EM geholt hatte - ordentlich durcheinander. Die Rückkehr von Elisabeth Pähtz, die nach der Geburt ihrer Tochter im Frühjahr erstaunlich früh wieder Lust auf Schach bekommen hat, ist dabei nicht unbedingt überraschend. Sie hatte immer betont, dass die Olympiade für sie ein großes Ziel ist. „Ich freue mich, dass Elisabeth ins Team zurückgekehrt ist - und bereit ist, mit uns zu kämpfen“, sagte Zahar Efimenko.
Der Frauen-Bundestrainer hatte auch Härtefälle zu managen, war aber hinterher mit sich im Reinen: „Meiner Meinung nach ist dies derzeit die optimale Aufstellung für die Olympiade“, sagte er zu seinem Aufgebot mit Dinara Wagner, Pähtz, Hanna Marie Klek, Lara Schulze und Rückkehrerin Jana Schneider. „Die ersten vier Spielerinnen haben im Elo-Rating einen deutlichen Vorsprung gegenüber den anderen. Jana Schneider liegt im Moment in der Wertung etwas hinter Kateryna Dolzhykova zurück - aber Kateryna hat aus persönlichen Gründen dieses Jahr wenig gespielt, weshalb es sehr schwer ist, ihre aktuelle Form einzuschätzen.“
Nicht dabei: Josefine Safarli, die zuletzt fester Bestandteil der Equipe war. Hier bewertete Efimenko einfach den Ist-Zustand. „Auch Josefine hatte gute Chancen auf einen Platz im Team, doch derzeit hat Jana eine etwas höhere Elo-Zahl und hat viele Turniere gespielt.“ Nach den Gesprächen mit Safarli und Dolzhykova sagte Efimenko: „Alle, die es nicht in die Mannschaft geschafft haben, lassen sich nicht entmutigen, sondern arbeiten weiter daran, ihre Schachfähigkeiten zu verbessern und ihre Elo-Zahl zu steigern.“
Bleibt die Frage nach Ziel in Usbekistan. „Trotz der enormen Konkurrenz bei der Olympiade, an der so starke Mannschaften wie China, Indien, die USA, Kasachstan und Usbekistan teilnehmen werden, hoffe ich dennoch, dass die deutsche Nationalmannschaft es unter die Top Ten der besten Mannschaften schaffen wird“, sagte Efimenko. (mw)
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