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Foto: Stev Bonhage / Deutscher Schachbund

Alles noch größer: Hochschulschach auf Rekordjagd.

30. September 2026

Fiona Sieber, Marco Dobrikov, Lara Schulze - sie waren zuletzt auf Hochschul-Titeljagd. Zumindest Schulze ist auch für 2026 schon wieder angemeldet.

Der DSB hat den Unisport zurückerobert: Erst die World University Games, dann die Deutsche Hochschulmeisterschaft. Hier soll es eine neue Bestmarke geben.

„Keine Nummer zu groß!“ Diesen Slogan hat Christoph Barth ausgegeben, DSB-Beauftragter für Hochschulschach. Und in der Tat: Es könnte noch ein furioses Rest-Jahr für das deutsche Hochschulschach werden. So tritt vom 11. bis 16. Oktober die deutsche Auswahl bei den FISU World University Games Mind Sports in Liaocheng gegen die internationale Hochschulschach-Elite an. Barth wird die Delegation leiten. Mit dabei sind bei den Frauen FM Lara Schulze, WGM Jana Schneider und WFM Svenja Butenandt, bei den Männern GM Luis Engel, IM Tobias Kölle und IM Nikolas Wachinger. Für die sportliche Betreuung sorgt GM Dmitrij Kollars, der das Team als Trainer begleitet. Und parallel erklingt laut der Ruf zur Deutschen Hochschulmeisterschaft (DHM). Auch hier gilt: Es soll alles noch größer werden.

Simultan gegen Nationalspieler, höheres Preisgeld

Die DHM ist seit 2024 wieder zurück auf der Schachbühne – und seitdem mit beeindruckender Beteiligung. Nach 126 Spielerinnen und Spielern im Jahr 2024 waren es 2025 sogar bereits 316 Teilnehmer. Am 7. und 8. November 2026 will er die Zahl in Berlin sogar noch steigern. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel dafür getan, Schach seinen wohlverdienten Platz auf der Bühne des nationalen Hochschulsports zurückzugeben. Aber aus meiner Sicht haben wir immer noch Platz, um zu wachsen“, sagt Barth. Das Ziel ist ambitioniert: Das größte Hochschulschachturnier der Welt soll in Berlin entstehen – in der Mensa Nord der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu schlagen gilt es das bisher größte Hochschul-Schachturnier der Welt: Die Pan-American Intercollegiate Chess Championship, die jährlich an wechselnden Orten in Nordamerika ausgetragen wird. Den historischen Rekord für das teilnehmerstärkste Turnier dieser Reihe stellten die USA im Januar 2025 auf – mit 385 Teilnehmenden.

Neben den bereits bekannten DGT-Brettern an allen Tischen wurde für die diesjährige DHM-Ausgabe vor allem an zwei Stellschrauben gedreht: am Preisgeld und am Zeitplan. „Wir konnten neben der d-fine Unternehmensberatung auch die Sparkasse als Förderer des Projekts gewinnen. Dazu übernimmt auch der DSB selbst in diesem Jahr mehr Verantwortung und stellt Preisgeld zur Verfügung“, sagt adh-Disziplinchefin Claire Henninger.

Insgesamt warten 3.550 Euro Preisgeld auf die Teilnehmer. Doch auch abseits der Bretter ist einiges geboten: Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm lädt zum Mitmachen und Zuschauen ein.

Bereits am 6. November 2026 wird die DHM 2026 mit einem besonderen Highlight eröffnet: einem Simultan gegen einen deutschen Nationalspieler. Die Plätze hierfür waren schnell vergriffen. Wer den Studierenden am Ende gegenübersteht, möchte Christoph Barth allerdings noch nicht verraten. Auch für die Zuschauer ist einiges geboten. „Es wird einen Tisch geben, an dem alle, die vorbeikommen, gemeinsam gegen unseren Großmeister antreten können – vielleicht erhöht das ja die Siegchancen“, sagt Barth mit einem Lächeln. Möglich wird die Eröffnungsveranstaltung durch die erneute Unterstützung der Emanuel-Lasker-Gesellschaft, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Ob es am Ende für einen neuen Teilnehmerrekord reicht, liegt nun auch an den Studierenden und Professoren. Platz ist für bis zu 400 Spieler und Spielerinnen. Die Voraussetzungen für eine neue Rekordmarke sind also geschaffen... (mw)

Hochschulmeisterschaft: So war es beim letzten Mal...

// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 37154

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