Ausstellung "Schachwunderland" in Plauen ging zu Ende

28. November 2022

In der Galerie im Malzhaus Plauen endete am 24. November die Ausstellung "Kunst und Humor im Schachwunderland". Fast vier Wochen lang wurden u.a. humoristische Schachfiguren und -spiele aus der Sammlung von Dr. Thomas H. Thomsen und Karikaturen von Hans-Joachim Tempel gezeigt, die mit Texten von Frank Bicker garniert wurden. Thomsen ist einer der größten Schachsammler der Welt und war von 1992 bis 2014 Präsident der "Chess Collectors International" (CCI), der 1984 in Florida (USA) gegründeten Schachsammlervereinigung. Tempel ist ein Maler und Grafiker aus Thüringen und Bicker ist Vorsitzender des im Malzhaus aktiven Schachvereins und war von 2016 bis 2018 Präsident des Schachverbandes Sachsen.

Vorn ist der Reiter zu sehen, der den Springer besteigt

Für die am 30. Oktober eröffnete Ausstellung hatte die CCI ihr Treffen extra nach Plauen gelegt. Zum wohl ersten Mal stand in einer Schachausstellung das Thema Humor an erster Stelle. Thomsen hatte aus seiner Sammlung besondere Figuren ausgewählt, die einen direkten Bezug zum Thema hatten. So waren als Schachfiguren karikierte Personen der Weltgeschichte zu sehen, wie auch Figuren als Asterix und Obelix, Mickey Mouse und Donald Duck, Schlossgespenster oder Matroschkas. Viele Exponate zauberten bei den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht, wie z.B. die beiden Springerfiguren mit dem hinaufsteigenden und herabstürzenden Reiter.

Ich nutzte das letzte Wochenende der Ausstellung zu einem Besuch im Vogtland. Frank Bicker hatte mir eine persönliche Führung versprochen, war dann aber doch etwas überrascht, als ich bereits am Sonnabend in Plauen war. So wandelte ich mit meiner Lebensgefährtin erst einmal allein durch die zwei Etagen im Malzhaus. Am Eingang versuchte ich mich an der Lösung des Besucherpreisausschreibens, wo in einem Diagramm alle möglichen 1-Züge-Matts zu finden waren. Wahrscheinlich lag ich mit meiner Lösung falsch.
In der unteren Ebene waren die Karikaturen von Hans-Joachim Tempel zu bewundern und in der Raummitte wurden auf einer Leinwand historische Kurzfilme vom Schach gezeigt, darunter auch die Parodie von Hape Kerkeling mit Elisabeth Pähtz. Und natürlich auch der Öffentlichkeit unbekannte Filme, die Bicker aus Filmarchiven zur Verfügung gestellt wurden.

In der zweiten Etage wurden die Schachfiguren aus Thomsens Sammlung ausgestellt. Hier traf ich auf die frühere sächsische Öffentlichkeitsreferentin Peggy Flemming - oder besser, sie traf auf mich, denn ich hätte sie nicht erkannt. Gemeinsam nahmen wir Kontakt mit Bicker auf und wir bekamen nach dessen Eintreffen doch noch eine professionelle Führung.

Nach dem Besuch der Ausstellung führte uns Bicker noch durch die Stadt, zeigte uns das Wendedenkmal, das Rathaus und die steilste Straßenbahn Deutschlands und lud uns zum Kaffee ein. Am nächsten Tag ging es zurück nach Berlin, aber natürlich schauten wir uns auf dem Rückweg noch einige Sehenswürdigkeiten der Umgebung an, darunter die Talsperre Pöhl und die Göltzschtalbrücke.

Fotogalerie

Frank Hoppe

// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 24382

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