25. März 2026
Mit einer gut besetzten Pressekonferenz hat die Stadt Dresden gemeinsam mit dem Deutschen Schachbund und weiteren Partnern den Schachgipfel 2026 angekündigt. Das Event findet vom 16. bis 26. Juli 2026 im Internationalen Congress Center Dresden (ICD) statt und vereint insgesamt 13 Deutsche Meisterschaften unter einem Dach. Auf dem Podium sprachen unter anderem Dirk Hilbert (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden), Ingrid Lauterbach (Präsidentin des Deutschen Schachbundes), Hans Bodach (Vorsitzender Förderverein Schach Wolfgang Uhlmann e. V.) sowie Vertreter der Stadtverwaltung. Einigkeit herrschte darüber, dass der Schachgipfel nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich ein herausragendes Ereignis werden soll.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert betonte die besondere historische Bedeutung des Jahres 2026 für die Schachstadt Dresden. Gleich zwei Jubiläen geben dem Gipfel einen festlichen Rahmen: 150 Jahre organisierter Schachsport in Dresden sowie 100 Jahre Schachkongress von 1926. Bereits die Schacholympiade 2008 habe gezeigt, welches Potenzial die Stadt für internationale Schachereignisse besitzt.
„Schach hat in Dresden eine große Tradition – und gleichzeitig die Kraft, Menschen aller Generationen zusammenzubringen“, so Hilbert. Auch DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach unterstrich die Dimension des bevorstehenden Events: „Das ist eine Riesenveranstaltung, wie wir sie in dieser Form seit Jahren nicht mehr umgesetzt haben. Nach dem etwas kleineren Gipfel 2022 in Magdeburg gehen wir in Dresden den nächsten großen Schritt.“
Der Schachgipfel 2026 markiert die Rückkehr des bedeutendsten nationalen Schachereignisses nach vierjähriger Pause. In Dresden werden insgesamt 13 Turniere ausgetragen – so viele wie selten zuvor an einem Ort. Im Mittelpunkt stehen die Deutschen Meisterschaften in der offenen Klasse und bei den Frauen mit der nationalen Elite. „Im Spitzenschach entscheidet die Elo-Zahl – unsere internationale Wertungszahl. Die besten Spielerinnen und Spieler werden eingeladen, gleichzeitig gibt es Qualifikationswege über Kandidatenturniere“, erklärte Ingrid Lauterbach.
Ergänzt wird das Programm unter anderem durch:
Ein besonderer Höhepunkt im Breitensport ist das Finale der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) mit über 300 Finalisten. Zudem wird mit der Deutschen Schach960-Meisterschaft auch die Freestyle-Variante vertreten sein. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von rund 80.000 Euro ausgeschüttet.
Neben dem Spitzensport setzt der Deutsche Schachbund gezielt auf ein umfangreiches Rahmenprogramm. „Uns ist ganz wichtig, dass wir die Stadt mit einbeziehen und die Bevölkerung mitnehmen. Der Schachgipfel soll ein Fest für alle werden“, betonte Ingrid Lauterbach. Über den gesamten Veranstaltungszeitraum hinweg erwartet Besucherinnen und Besucher ein offenes Angebot bei freiem Eintritt:
Ein besonderer Fokus liegt auf neuen Zielgruppen. So sind unter anderem eine Frauen- und Mädchenkonferenz sowie offene Formate für Vereine und Interessierte geplant. Zu den Höhepunkten zählt ein großes Schachfest am Samstag, den 18.07.2026 (erstes Wochenende des Gipfels) sowie zahlreiche Zusatzformate. „Wir laden alle ins Kongresszentrum ein – zum Zuschauen, Mitmachen und Dabeisein“, so Lauterbach.
Ein besonderes Augenmerk gilt innovativen Formaten. Dazu gehört unter anderem Schachboxen, das im Rahmenprogramm präsentiert wird. „Das ist eine relativ neue Sportart, die jeder einmal ausprobieren kann – und die zeigt, wie vielfältig Schach heute ist“, erklärte Ingrid Lauterbach. Die Kämpfe sollen voraussichtlich im Außenbereich rund um das Kongresszentrum stattfinden. Auch das Prominententurnier sorgt für Aufmerksamkeit. „Dort spielen jeweils ein Prominenter und ein Großmeister im Team und ziehen abwechselnd – das ist unterhaltsam und gleichzeitig hat man im vergangenen Jahr gesehen, wie erstaunlich ambitioniert die Teilnehmer waren “, sagte Lauterbach mit Blick auf das erfolgreiche Format aus dem Vorjahr. Darüber hinaus sind weitere Programmpunkte in Planung, darunter ist „eine Ausstellung von Stev Bonhage, er zeigt die Vielfalt des Schachs auf großen LED-Wänden. Er gehört zurzeit zu den besten Schachfotografen der Welt.“ So Ingrid Lauterbach.
Die Durchführung eines Events dieser Größenordnung ist nur durch starke Partnerschaften möglich. „So ein Schachgipfel ist nur mit verlässlichen Partnern machbar. Die Stadt Dresden spielt dabei eine zentrale Rolle“, betonte Ingrid Lauterbach. Neben der Stadt tragen auch wichtige Partner aus der Wirtschaft maßgeblich zum Gelingen bei. Dazu zählen insbesondere die UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH &Co.KG sowie Roman Krulich mit Pharao Immobilien, die den Schachgipfel finanziell unterstützen und ihre enge Verbundenheit mit dem Schachsport unterstreichen. Das Gesamtbudget liegt bei über 300.000 Euro. Unterstützt wird die Veranstaltung damit von einem starken Netzwerk aus öffentlichen und privaten Partnern, ohne das ein Event dieser Größenordnung nicht realisierbar wäre.
Mit dem Schachgipfel 2026 knüpft der Deutsche Schachbund an erfolgreiche Veranstaltungen an und entwickelt das Format konsequent weiter. Nach einem kleineren Gipfel in München mit 6 Turnieren wird Dresden nun wieder zum zentralen Treffpunkt der deutschen Schachszene. Der Deutsche Schachbund lädt alle Schachbegeisterten, Familien und Neugierigen ein, Teil dieses besonderen Ereignisses zu werden. Ob als Zuschauer, Teilnehmer oder beim Mitmachen – der Schachgipfel 2026 steht für die ganze Bandbreite des Spiels: von der nationalen Elite bis zur breiten Basis. „Wir laden alle herzlich ins Kongresszentrum ein, zum Zuschauen, zum Mitmachen, sich zu beteiligen, jeder kann da gerne dabei sein!“, fasste Ingrid Lauterbach zusammen. Ob als Zuschauerinnen und Zuschauer, Teilnehmerinnen und Teilnehmer, beim Mitmachen oder in der medialen Begleitung durch Journalistinnen und Journalisten sowie Reporterinnen und Reporter – der Schachgipfel 2026 steht für die ganze Bandbreite des Spiels.
// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 36984