28. April 2026
Beim Verbandstag des Berliner Schachverbandes gab es personelle Weichenstellungen und besondere Auszeichnungen mit erfreulichen Nachrichten auch aus Sicht des Deutschen Schachbundes. Kevin Högy, Sportdirektor des Deutschen Schachbundes, wurde einstimmig zum neuen Präsidenten des Berliner Schachverbandes gewählt. In seiner ersten Ansprache bedankte er sich für das Vertrauen der Delegierten und blickte motiviert auf die kommenden Jahre: Man wolle „gemeinsam in den nächsten 12 und 24 Monaten verdammt viel schaffen“. Högy tritt die Nachfolge von Paul Meyer-Dunker an, der den Verband in den vergangenen sechs Jahren geprägt hatte und weiterhin im Landessportbund Berlin für Sport- und Vereinsentwicklung aktiv bleiben wird.
In seiner Bewerbung hatte Högy seine breite Erfahrung im Schach hervorgehoben. Von den Anfängen in einer Schulschach-AG über seine Tätigkeit als Trainer im Leistungsbereich bis hin zu verschiedenen Funktionen im organisierten Schach. Seit 2021 ist er Sportdirektor des Deutschen Schachbundes. Inhaltlich möchte er Bewährtes fortführen und zugleich neue Impulse setzen. Dazu zählen unter anderem die Stärkung des Ehrenamts, ein intensiverer Austausch mit den Vereinen, gezielte Maßnahmen im Nachwuchsleistungssport sowie neue Turnierformate im Breitenschach. Dabei versteht er seine Rolle als Präsident ausdrücklich als moderierend und verbindend: Entscheidungen sollen transparent, im Dialog und auf Augenhöhe getroffen werden.
Neben den Wahlen standen auch Ehrungen langjährig engagierter Mitglieder auf der Tagesordnung. Für seine Verdienste als Webmaster und Chronist des Verbandes wurde Frank Binding mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Ebenfalls die goldene Ehrennadel erhielt Bernhard Riess für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im Berliner Schach. Mit der silbernen Ehrennadel wurden Thomas Mothes und Klaus Welke geehrt, die sich über viele Jahre hinweg auf Vereins- und Verbandsebene eingebracht haben.
// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 37012