21. Januar 2026
Es war bereits die dritte Videokonferenz zum Thema Schachgipfel, die dieser Tage stattfand. Die vierte am 11. Februar ist in Planung. Virtuell trifft sich regelmäßig ein größerer Kreis all jener, die am und rund um dieses Großereignis mitwirken werden. Der Schachgipfel findet vom 16. bis 26. Juli 2026 in Dresden statt. Im Internationalen Congress Center, das schon 2008 Schauplatz der Schacholympiade war. Ein gigantisches Schachfest, das laut Organisationschef Bernd Vökler ein beachtliches Finanzvolumen haben wird. „Der Schachgipfel mit über 1000 Teilnehmern stellt eine finanzielle Herausforderung für den DSB dar“, sagt Bernd Vökler: „Der hierfür eingeplante Etatansatz liegt bei rund 360.000 Euro und setzt sich zusammen aus Einnahmen von Sponsoren, Startgeldern, einem Zuschuss der Stadt Dresden und geplanten Eigenmitteln.“
Vökler ist obendrein „optimistisch, dass wir noch weitere Einnahmen generieren können. Und auf der Ausgabenseite agieren wir mit sparsamer aber nicht geiziger Mittelverwendung“. Kurzum: „Wir sind mit den Vorbereitungen im Plan“, sagt Vökler, „natürlich haben wir aber noch viele Baustellen, an denen wir aber gemeinsam intensiv arbeiten.“ Aus dem Präsidium sind das im organisatorischen Bereich Ingrid Lauterbach und Professor Jürgen Klüners.
Vökler reiste dieser Tage noch einmal zu einer Begehung ins Internationale Congress Center (ICD). Gemeinsam mit Ina Gottschall, der Abteilungsleiterin Schach des USV TU Dresden die ebenfalls eng mit eingebunden ist. „Wir wollten genauere Planungssicherheit für diese Großveranstaltung erlangen. Die Checkliste ging von Raumplanung über Toilettenwege bis hin zu Anticheating-Bereichen“, so Vökler: „Eine Grobplanung für die zahlreichen Verkaufsstände, Catering, Präsentationsflächen für Sponsoren und das Rahmenprogramm, bis hin zu Handy-Tresoren, wird erstellt.“
Der Turnierplan für die Veranstaltung, bei der über 20 deutsche Meistertitel vergeben werden, steht - für einige laufen bereits die Anmeldungen. „Während im Seniorenbereich bereits knapp 190 Anmeldungen vorliegen, ist im Schach960-Turnier noch Luft nach oben“, so Vökler: „Die 960-Meisterschaft ist mit einem guten Preisfond ausgestattet. Deshalb wundert mich die Anmelde-Ebbe ein wenig.“ Er habe hier noch einen kleinen Tipp an die Kandidaten und Kandidatinnen: „Zwei Tage vorher anreisen und zwei Meisterschaften statt einer spielen.“ In der Tat dürfte das attraktive Preisgeld von 10.000 Euro, das die Schach960-Stiftung zur Verfügung stellt, noch für deutlichen Zuwachs sorgen.
Aber nicht jeder muss unbedingt mitspielen. Vökler und Gottschall starten einen Aufruf an junge Leute aus Dresden und Umgebung, sich als Volunteers zu bewerben. „Ob an der Garderobe, beim Bretter aufbauen, im Servicebereich oder als Assistenzen in der Inklusionsmeisterschaft - Einsatzgebiete gibt es genug“, so Vökler: „Die Assistenzen im Inklusionsbereich können sogar ein Zertifikat als Praktikum für Schule oder Studium bekommen.“ Ein Tagegeld werde auch bezahlt – 20 Euro.
Oft gestellt, die Frage nach Übernachtungsmöglichkeiten. Dazu Vökler: „Ich möchte noch einen Versuch der Klärung hinsichtlich der Reservierung von ICD und Maritim-Hotel wagen. Das große Kongresszentrum am Elbufer wird über das Maritim-Hotel gemanagt. Insofern haben wir als DSB für den Gipfel im ICD und ein Kontingent im Maritim gemeinsam geblockt“, so Vökler: „Mehr Zimmer hat uns das Maritim aus seinen über 300 Zimmern nicht zu Sonderpreisen anbieten wollen oder können. Deshalb verstehe ich den Unmut einiger Spieler, die von den Preisen im Maritim auf dem „freien Markt“ gelinde gesagt überrascht waren. Wir haben jedoch mit Hilfe der Marketingabteilung der Stadt Dresden interessante und gute Hotels ins Angebot aufgenommen - auch fußläufig, auch vier Sterne.“ Alles Weitere zu Zimmern und Turnierzeiten, sowie Ausschreibungen, findet Ihr auf der eigens eingerichteten Schachgipfel-Webseite. (mw)
// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 36913