9. Juni 2026
Vom 17. bis 25. Juli 2026 werden beim Schachgipfel in Dresden die Deutschen Einzelmeisterschaften ausgetragen. In den Meisterklassen der Frauen und Männer kämpfen jeweils zehn Spielerinnen beziehungsweise Spieler im Rundenturnier um die Titel „Deutsche Meisterin 2026“ und „Deutscher Meister 2026“. Nach Abschluss des Qualifikations- und Nominierungsverfahrens stehen die Teilnehmerfelder nun fest. Das Teilnehmerfeld der Frauen ist dabei hochkarätig besetzt, während bei den Männern einige Spitzenspieler aufgrund von Terminüberschneidungen fehlen werden. Dennoch verspricht die Mischung aus erfahrenen Nationalspielern und jungen Talenten spannende Titelkämpfe.
Die Turnierordnung des Deutschen Schachbundes sieht für die Meisterklasse der Männer ein Teilnehmerfeld von zehn Spielern vor. Automatisch qualifiziert sind die drei Erstplatzierten der Deutschen Meisterschaft des Vorjahres sowie die beiden Erstplatzierten der Kandidatenklasse. Die übrigen Plätze werden von der Kommission Leistungssport vergeben. Bei den Frauen qualifizieren sich die drei Erstplatzierten der Meisterklasse des Vorjahres, die Siegerin des Kandidatinnenturniers sowie eine vom Bundesnachwuchstrainer nominierte U20-Spielerin. Zusätzlich kann die Kommission Leistungssport bis zu fünf Spielerinnen aus dem Weltklasse- und Perspektiv-Kader nominieren. Sollten qualifizierte oder nominierte Spielerinnen verzichten, werden Nachrückerinnen durch die Referentin für Frauenschach bestimmt.
Für die Nominierungen in der offenen Meisterklasse orientierte sich Bundestrainer Jan Gustafsson in erster Linie an der Elozahl. „Grundsätzlich nominiere ich nach Elo mit einem kleinen Aktivitätskriterium von 20 gespielten Partien im Jahr davor“, erklärt Gustafsson. Da mehrere qualifizierte Spieler ihre Teilnahme absagten, rückten weitere Spieler nach. „Leonardo Costa hat dadurch den letzten Elo-Platz bekommen, wodurch Bennet Hagner den Jugendplatz erhalten hat“, so der Bundestrainer.
Die Deutsche Meisterschaft der Männer wird in diesem Jahr ohne den amtierenden Deutschen Meister Vincent Keymer stattfinden. Deutschlands Nummer eins wurde erstmals zur renommierten Grand Chess Tour eingeladen und kann aufgrund einer Terminüberschneidung nicht in Dresden antreten. Auch Matthias Blübaum wird fehlen. Der zweifache Deutsche Meister nimmt zeitgleich am traditionsreichen Schachfestival in Biel teil, das vom 11. bis 24. Juli ausgetragen wird. Dort trifft er unter anderem auf internationale Spitzenspieler wie Levon Aronian, Liem Le Quang und Yağız Kaan Erdoğmuş.
In der Meisterklasse der Männer gehen zehn Spieler an den Start. Angeführt wird das Feld von mehreren Nationalspielern und erfahrenen Bundesligaspielern. Nach den Absagen von Vincent Keymer, Matthias Blübaum und Frederik Svane rücken andere Titelanwärter stärker in den Fokus. „Natürlich ist es schade für das Turnier, dass Keymer, Blübaum und Frederik Svane nicht dabei sind“, sagt Bundestrainer Jan Gustafsson. „Ich denke aber, dass wir trotzdem ein sehr spannendes Feld haben.“
Besonders gespannt ist Gustafsson auf die jüngeren Teilnehmer: „Ich bin natürlich gespannt, wie sich Luis Engel, Leonardo Costa und Bennet Hagner gegen die etablierten Spieler schlagen.“
Teilnehmer der Meisterklasse:
Wer sich am Ende in den neun Runden des Rundenturniers durchsetzen kann, entscheidet sich vom 17. bis 25. Juli in Dresden. Dann werden die Nachfolger beziehungsweise Titelverteidiger der Deutschen Meisterschaften 2026 ermittelt.
Die Meisterklasse der Frauen ist nahezu in Bestbesetzung besetzt. Mit Dinara Wagner, Kateryna Dolzhykova, Lara Schulze, Jana Schneider, Sarah Papp und Josefine Safarli sind zahlreiche aktuelle und ehemalige Nationalspielerinnen vertreten. Komplettiert wird das Feld durch Charis Peglau, Lisa Sickmann, Dora Peglau und Olga Babiy. Im Artikel Dinara Wagner: "Ich will beide Titel in Dresden verteidigen." erfahrt ihr Genaueres zum Nominierungsprozess der Frauen.
Teilnehmerinnen der Meisterklasse:
// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 37037