Integrität im Sport - Warum Good Governance?

14. Mai 2021

Am 20. April fanden sich die Mitarbeiter des DSB sowie der Präsident Ullrich Krause und der Vizepräsident Boris Bruhn auf der Plattform Microsoft Teams ein, um einem Vortrag von Sylvia Schenk von Transparency International Deutschland zuzuhören und Fragen zum Thema Good Governance zu stellen. Compliance ist sowohl ein Kapitel im Verbandsprogramm des Deutschen Schachbundes als auch wichtiger Bestandteil des Wahlprogramms des „Teams Krause“.

Vielen Dank sowohl an die Vortragende als auch an die Mitarbeiter der Geschäftsstelle, die sich aktiv an der Veranstaltung beteiligt haben! Alle Hauptamtlichen und die beiden ersten Ehrenamtlichen haben an der Online-Einführung teilgenommen und aktiv Fragen und Nachfragen gestellt. Das zeigt, wie gut der Vortrag war und wie groß das Interesse an diesem Thema ist.

In anderthalb Stunden (die voll ausgereizt wurden) bekamen die Mitarbeiter und die beiden Ehrenamtler ein Bild von der Arbeit von Transparency International und ein Verständnis von dem Begriff Good Governance im Sport. Nach einem ersten Überblick wurden etliche schlechte Beispiele aus Gesellschaft, Politik und Sport und die Erkenntnisse daraus präsentiert. Sylvia Schenk erläuterte den oft schwierigen, aber dennoch lohnenswerten Weg zu einem umfassenden Regelwerk und wie man dann sicherstellt, dass man es auch einhält.

In jedem der angesprochenen Bereiche wie Risiko-Analyse (Interessenskonflikte) und Ergebnismanipulation (Ergebnisabsprachen oder Ansehen gewinnen mit e-Doping) und einigen anderen wurde nachgehakt und Sylvia Schenk konnte alle Fragen detailliert beantworten. Am Ende beschrieb sie die Maßnahmen, die notwendig sind, um systematisch präventiv den Regelverstößen der Good Governance entgegenzuwirken. Wichtig ist aus ihrer Sicht, dass dieses Verhalten vom DSB-Präsidium vorgelebt wird: Die Führungskräfte müssen mit gutem Beispiel vorangehen, damit die Regeln auch von allen anderen akzeptiert werden.

Als Maßnahmen wurde beschlossen, in Zusammenarbeit mit Transparency International einen Ethik-Codex auf den Schachbund zuzuschneiden und die notwendigen Satzungsänderungen auf den Weg zu bringen. Schon auf dem kommenden Kongress am 12. Juni sollen die Landesverbände gebeten werden, auf die Suche nach einem Ethik-Beauftragten (m/w/d) zu gehen (eine Vertrauensperson für den Deutschen Schachbund), die/der vertraulich Meldungen nachgehen wird, die im Zusammenhang mit Regelverstößen stehen. In einem nächsten Schritt sollen die rund 20 ehrenamtlichen Referenten die Gelegenheit haben, sich den Vortrag von Sylvia Schenk anzuhören und ihre Fragen zu stellen.

Insgesamt durften wir feststellen, dass die beim DSB gelebte Praxis in die richtige Richtung zeigt, dass es bis zu einer vollumfänglichen Zertifizierung - wie im Verbandsprogramm gefordert - aber noch ein weiter Weg ist.

Boris Bruhn
DSB-Vizepräsident Verbandsentwicklung

Ullrich Krause
DSB-Präsident

// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 23927

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