[Event "30th NATO Chess-ch 2019"] [Site "Berlin"] [Date "2019.09.19"] [Round "6.1"] [White "Papasimakopoulos, Alexandros"] [Black "Everett, Elijah"] [Result "0-1"] [ECO "E84"] [WhiteElo "2218"] [BlackElo "2187"] [Annotator "U. Bohn nach Angaben von E. Everett"] [PlyCount "70"] [EventDate "2019.09.16"] [EventType "swiss"] [EventCountry "GER"] 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 O-O 5. f3 d6 6. Nge2 Nc6 7. Be3 a6 8. Qd2 Rb8 9. h4 {der prinzipielle Zug, der aber etwas seltener gespielt wird} ({ im Vergleich zu} 9. Nc1) ({eine weitere Alternative ist} 9. Rc1) 9... h5 10. Nc1 e5 11. d5 Nd4 12. Nb3 c5 13. dxc6 bxc6 14. Nxd4 exd4 15. Bxd4 Re8 16. O-O-O (16. Be2 {ist hier üblich} {mit der Folge} d5 $1 17. cxd5 Rb4 ({oder} 17... cxd5 18. e5 Nd7 19. f4 $11) 18. Bc5 Nxe4 $1 19. fxe4 Bxc3 20. Qxc3 Rbxe4 21. O-O Rxe2 22. dxc6 Qc7 {mit gleichen Chancen}) 16... Qa5 17. Qc2 (17. Kb1 { mit der Drohung 18. Nd5} {läuft in} c5 $1 {und die positionelle Schwäche des Pd6 ist in Anbetracht der gefährlichen taktischen Drohungen des Schwarzen unerheblich.} 18. Bxf6 {ist bereits erzwungen} (18. Bf2 $2 {scheitert an} Nxe4 $1 $19) 18... Bxf6 19. Kc2 Bd7 $36 {mit schwarzer Initiative}) 17... Be6 18. Qa4 Qc7 {Statisch gesehen hat Schwarz wegen der Bauernstruktur langfristig Probleme. Allerdings besitzt er aufgrund der halboffenen b-Linie gutes dynamisches Spiel. Daher möchte er natürlich dem Damentausch aus dem Weg gehen.} 19. c5 $2 {quasi bereits der Verlustzug: Weiß öffnet die Stellung und muss nun kurzfristig die lange Diagonale h8-a1 mit seinem B räumen, was Schwarz die folgenden taktischen Schläge ermöglicht.} (19. Qxa6 $6 {ist ebenso gefährlich für Weiß.} {Nach} d5 $1 { erhält Schwarz sehr gutes Gegenspiel}) ({Der normale Entwicklungszug} 19. Be2 $142 {hält die Partie noch einigermaßen im Gleichgewicht, obwohl Schwarz leichtes Spiel bekommt} c5 20. Bf2 Nd7 $15) 19... dxc5 20. Bxc5 $6 (20. Be3 {reduziert den Schaden, macht aber natürlich in Verbindung mit 19. Pc5 keinen Sinn}) 20... Qf4+ $1 21. Kc2 (21. Kb1 {ändert nichts an der misslichen Lage des Weißen} Nxe4 (21... Nd5 {funktioniert hier ebenfalls})) 21... Nd5 $1 $19 {Nun gerät der weiße König ins Kreuzfeuer aller schwarzen Figuren} 22. Rd3 $2 {Danach fällt die weiße Stellung schnell zusammen.} ({Mit} 22. Qa3 {hätte Weiß zäher spielen können. Schwarz steht dennoch auch hier klar besser bis auf Gewinn.} Ne3+ $1 23. Bxe3 Qxe3 24. Rd3 Qf2+ 25. Rd2 Qb6 {es droht u.a. ... Bf8} ) 22... Rxb2+ $1 23. Kxb2 Nxc3 24. Qxc6 Ne2+ 25. Ka3 Qc1+ 26. Ka4 Qc4+ 27. Ka5 Rc8 (27... Rb8 {gewinnt noch schneller}) 28. Bxe2 Qxa2+ 29. Ra3 Bc3+ 30. Kb6 Qb2+ (30... Rxc6+ $143 31. Kxc6 Qxe2 32. Rxc3 {macht es nur unnötig kompliziert}) 31. Rb3 {Weiß fügt sich in sein Schicksal und erlaubt seinem Gegner eine glänzend geführte Partie mit Matt abzuschließen} Qxb3+ 32. Bb4 Qxb4+ 33. Qb5 Qd6+ 34. Qc6 Qxc6+ 35. Ka7 Ra8# 0-1 [Event "30. NATO cch 2019"] [Site "?"] [Date "2019.09.20"] [Round "7"] [White "Everett, Elijah"] [Black "Pavlidis, Anastasios"] [Result "1-0"] [ECO "B32"] [WhiteElo "2187"] [BlackElo "2338"] [Annotator "U. Bohn nach Angaben von E. Everett"] [PlyCount "131"] {In der letzten Runde des Turniers hätte Elijah Everett für den Sieg in der Einzelwertung ein Remis gegen die Nummer eins der Setzliste, IM Anastasios Pavlidis genügt. Im vergangenen Jahr bei der NATO Schachmeisterschaft in Lubbock (USA) konnte jener sich die Meisterschaft mit einem Remis gegen Everett in einer umkämpften Partie sichern. In diesem Jahr standen die Zeichen aber genau umgekehrt.} 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 e5 5. Nb5 d6 6. N1c3 a6 7. Na3 b5 8. Nd5 Nge7 9. c4 Nd4 10. Be3 Nxd5 11. cxd5 Be7 12. Bd3 O-O 13. O-O Bd7 14. Qd2 Rc8 15. Rac1 Qb6 $6 {Dieser Zug, der die schwarze Q in den verdeckten Angriff durch den Be3 zieht und somit den Nd4 selbst fesselt, sieht nicht nur etwas merkwürdig aus, er ist auch nicht gut. Er erlaubt es Weiß durch Abtausch der Springer auf d4 Schwarz einen schwachen Pd4 zu machen, das Thema der Partie.} 16. Nc2 Bf6 17. f3 a5 18. Nxd4 exd4 19. Bf2 g6 20. b4 axb4 21. Qxb4 Ra8 22. Rc2 Ra4 23. Qb1 Rb8 24. Rb2 Qa6 25. f4 Ra3 26. Re1 Qc8 27. e5 Qc3 ({Hier wäre für Schwarz auch folgende Variante möglich gewesen:} 27... dxe5 28. fxe5 Bxe5 29. Rxe5 Rxd3 30. Qxd3 Qc1+ 31. Re1 Qxb2 32. Qxd4 Qxd4 {Wegen der Schwächung des schwarzen Königsflügels ist Damentausch so gut wie erzwungen} 33. Bxd4 {Die Stellung ist etwas besser für Weiß.}) 28. Rb3 Rxb3 29. Qxb3 dxe5 30. fxe5 Bg7 31. e6 fxe6 32. dxe6 Qxb3 33. axb3 Be8 34. Rc1 Rb6 35. Rc8 Kf8 36. Kf1 Bf6 $6 (36... Be5 $142 {mit der Idee ...Rb8 um den unangenehmen weißen R von der achten Reihe zu vertreiben.}) 37. Be1 $1 {Weiß beabsichtigt den schwarzen Rb6 zu vertreiben - ggf. unter Abtausch des Pe6 gegen den Pb5, um auf b5 mit seinem weißfeldrigen Bd3 schlagen zu können und langfristig die Fesselung des schwarzen Be8 auf der achten Reihe ausnutzen zu können.} Be7 38. Ba5 Rxe6 39. Bxb5 Bd6 {Weiß steht klar besser. Sein Plan besteht nun darin auf e8 die Türme und Läufer zu tauschen und dann im gleichfarbigen Läuferendspiel den vorgerückten schwarzen Pd4 zu erobern. Aufgrund der Abhängigkeiten seiner Figuren gelingt es Schwarz nicht so leicht, die Fesselung des Be8 auf der achten Reihe aufzuheben.} {Kurz vor der Zeitkontrolle greifen nun beide Spieler jedoch fehl} 40. Bd2 $6 {Besser ist es sich direkt um den angegriffenen Ph2 zu kümmern} (40. h3 Rf6+ (40... Re5 41. Rxe8+ Rxe8 42. Bxe8 Kxe8 43. Ke2 {ergäbe ein Läuferendspiel wie in der Partie, jedoch mit weißen P auf g2 und h3 statt auf g3 und h2 was etwas vorteilhafter ist, da die weißen Bauern auf den schwarzen Feldern etwas anfälliger sind.}) 41. Ke2 Rf5 42. Rxe8+ ({das Turm Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern nach} 42. Bxe8 Rxa5 43. Bxg6+ Kg7 44. Be4 {bietet Weiß ebenso gewisse Chancen}) 42... Kf7 43. Rd8 Rxb5 44. Rxd6 Rxa5 45. Rxd4 { mit guten praktischen Gewinnchancen für Weiß}) 40... Re4 $2 ({Besser ist} 40... Re5 $1 {mit Angriff auf den weißen Bb5} {Nach} 41. Bxe8 Rxe8 42. Rxe8+ Kxe8 $11 {muss Weiß, bevor er den schwarzen Pd4 attackieren kann, sich - anders als nach der Partiefortsetzung - zunächst um den Ph2 kümmern und so ein Tempo gegenüber der Partie verlieren.}) {Nun hat Weiß ein Tempo gewonnen um den Ph2 zu sichern.} 41. g3 (41. Bc6 $5 {ist wohl noch genauer. Danach gerät Schwarz in große Probleme, da der Re4 stets an den Be8 gebunden ist, ihm selbst nur wenig Felder zur Verfügung stehen und darüber hinaus der schwarze K in einen Angriff durch die weißen Figuren gerät.} Re7 (41... Re5 42. g3 {mit der Idee Bf4}) (41... Re6 42. Bh6+ Kf7 43. Bd5 $18) 42. Rd8 {das ist noch besser als} (42. Bg5 $143 Re5 43. Bf4 Rf5 44. g3 g5 45. Rxe8+ Kf7 46. Rd8 Be7 47. Rxd4 {was dem Weißen ebenfalls einen gewissen Vorteil sichert} gxf4 48. g4 Rf6 49. Bd5+ Kg6 50. Re4 Bd8 51. Re5) 42... Bc7 43. Ra8 {hier steht der weiße R optimal, da er nun ggf. auch über a7 auf der 7. Reihe aktiv werden kann.} Bd6 (43... Bxh2 44. Bb4 Kf7 45. Bd5+ Kf6 46. Ra6+ Ke5 47. Bc4 $1 $18 {mit der Drohung Bb4-d6+ und Gewinn des schwarzen Bh2} Rb7 (47... Rd7 48. Re6+) 48. Bd6+ $18) 44. h4 $1 {und Schwarz muss mit diversen Drohungen kämpfen}) 41... Kf7 42. Rxe8 (42. Bd3 $1 {wäre hier sehr stark gewesen:} Bd7 (42... Re7 43. Bc4+ Kf6 44. h4 $1 $16) (42... Rg4 43. Ra8) 43. Rd8 Re7 44. Bg5 Bh3+ 45. Kf2 Re5 46. Rxd6 Rxg5 47. b4 $16) 42... Rxe8 43. Bxe8+ Kxe8 44. Ke2 Ke7 45. Kd3 Bc5 {Diese Art von Stellung schwebte dem Weißen vor: Der schwarze Pd4 wird über kurz oder lang erobert. Das Läuferendspiel mit dem entferntten weißen Freibauern auf der b-Linie sollte gewonnen sein, solange Weiß einen Bauerntausch am Königsflügel vermeiden kann. Diese Vereinfachung würde nur dem Schwarzen helfen. Nach 45. ... Bc5 ist eine Stellung entstanden, in der Weiß sich entscheiden muss, wie er weiter vorgeht.} (45... Be5 {hilft auch nicht. Nach} 46. Ke4 Bf6 {steht der schwarze B sehr passiv} (46... Ke6 47. b4 Bf6 48. b5 Kd7 49. Bf4 $18 {nebst Bf4-b8-a7xd4}) (46... Kd6 47. Bf4 $18 {gewinnt wegen des entfernten Freibauerns Pb3}) 47. Bb4+ Ke6 48. Bc5 $18) 46. Kc4 $6 {Der weiße K orientiert sich besser nach e4 um jegliche Drohung zu unterbinden, dass Schwarz mit dem K auf f5 auftaucht.} (46. b4 $142 Bb6 47. Bf4 Ke6 48. Ke4 $18 {und Schwarz gerät in Zugzwang, da sowohl der Ke6 (verhindert Bf4-e5xd4) als auch der Bb6 (deckt den Pd4 und verhindert weißes Bf4-c7) optimal stehen.} ) 46... Ba7 47. Kd5 Kf6 {Nun droht Schwarz seinen K aktiv auf f5 zu platzieren. Dies muss Weiß verhindern.} 48. g4 $2 {Dieser Zug vergibt wohl den Gewinn: Nun kann Schwarz aufgrund des vorgerückten Pg4 am Königsflügel ein Bauernpaar tauschen, wonach die Stellung bei genauem Spiel wohl remis ist.} ({ Besser war} 48. Ke4 $1 {wonach sich eine Stellung wie nach der Anmerkung 45. Pb4 ergibt.}) (48. b4 $2 Kf5 $1 $11 {Der schwarze K steht zu gut auf f5} 49. b5 (49. h3 h5 $1 50. b5 g5 51. Kc6 g4 52. hxg4+ Kxg4 $11) 49... h5 50. Kc6 d3 51. Kc7 Bg1) 48... h5 $1 49. h3 hxg4 50. hxg4 Ke7 51. Bc1 Kd7 52. Bb2 d3 53. Bc1 Bf2 54. Bd2 Kc7 55. Kc4 (55. Ke6 {mit der Idee den Pg6 zu erobern, bringt Weiß auch nichts, da dann der schwarze Pd3 zu stark wird:} Kc6 56. g5 Kc5 57. Kf6 Kd4 58. Kxg6 Be3 $11) 55... Kc6 56. Kxd3 Kb5 $2 $18 {Der spielentscheidende Fehler. Nun, nachdem der schwarze Pd3 gefallen ist, kann Weiß auch noch den Pg6 erobern ohne seinen eigenen Pb3 dafür gefährden zu müssen.} (56... Kd5 $8 {war hier der einzige Zug der wohl remis hält. Dabei hilft die starke Position des schwarzen Kd5, der dem weißen Pendant die Felder c4, d4 und e4 nimmt, während der schwarze B wahlweise die Felder a3, b4, f4 und g5 kontrollieren kann. Weiß kann lediglich versuchen seinen Pb3 für den schwarzen Pg6 abzutauschen. Das dann entstehende Endspiel Läufer plus Springerbauer gegen Läufer ist jedoch bei genauem schwarzen Spiel remis zu halten.} 57. b4 {die einzige Hoffnung für Weiß um auf Gewinn zu spielen} Bd4 58. Be3 Be5 59. b5 Bc7 60. b6 {Eine Stellung mit dem Bauern auf b6 kann Weiß zwingend nach 56....Kd5! erreichen. Die schwarze Idee ist nun mit ...Kc6 den weißen Pb6 zu kontrollieren, seinen Pg6 nach g5 zu stellen und diesen mit dem B zu decken. Weiß kann dann zwar den Pg5 erobern muss aber dafür den Pb6 hergeben. Das dann entstandene Läuferendspiel ist jedoch remis. Ohne den Zug Pb5-b6 kommt Weiß über kurz oder lang nicht aus.} ({Wenn Weiß mit seinem K zum Damenflügel zieht, muss er stets auf seinen Pg4 aufpassen} 60. Kc3 Ke4 61. Ba7 (61. b6 Bxb6) 61... Kf4 62. Kc4 Kxg4 63. Kd5 Kf3 64. Kc6 Ba5 65. Bb8 (65. Bb6 Bxb6 66. Kxb6 g5 $11) 65... g5 66. Bc7 Bxc7 67. Kxc7 g4 $11) ({Sollte Weiß versuchen seinen Königsmarsch mit} 60. g5 {vorzubereiten, um über a5 seinen Pb5 zu unterstützen, kann Schwarz dies unterbinden, da der weiße B nun an den weißen Pg5 gebunden ist} Bd8 61. Kc3 Be7 62. Kb3 (62. b6 Kc6 { nebst ... Bg5:}) 62... Bd8 63. Ka4 Kd6 64. b6 (64. Bd2 Kc5) 64... Kc6 65. Ka5 Kb7 {und Weiß kommt nicht mehr weiter: Schwarz belässt seinen K auf b7 und pendelt mit seinem B zwischen d8 und e7. Wenn sich der weiße K von seinem Pb6 entfernt, kann Schwarz ...Bg5: spielen.}) (60. Ba7 Be5 61. b6 {ist auch keine Idee wegen} Bd4 $11) 60... Be5 61. Bg5 Kc6 {Die schwarzen Figuren stehen optimal: Der Kc6 nimmt dem weißen K auf seinem Weg zum Pg6 das Feld d5, der Pg6 kontrolliert f5 und der schwarze B überdeckt auf der Diagonalen b8 - h2 die Felder f4 und e5. Somit gelangt der weiße K nicht ohne weiteres zum Pg6.} 62. Bd8 {Weiß möchte mit der Idee Bd8-c7 arbeiten um dem schwarzen B die Diagonale b8-h2 streitig zu machen.} ({Nach} 62. Be3 {belässt Schwarz den B auf der genannten Diagonalen und verwehrt so dem weißen K den Zugang zum Pg6} Bg3 63. Ke4 Bh2 64. Bd4 Bg3 65. Be5 Bf2 66. Kf4 Bxb6 67. Kg5 Kd7 68. Kxg6 Ke8 { ergibt eine ähnliche Remisstellung wie nach 62. Bd8}) 62... Bf4 63. Ke4 g5 ({ oder auch} 63... Bg3 {um den weißen K nicht an den Pg6 heran zu lassen.} 64. Bc7 Bf2 65. Kf4 Bh4 $8) ({nicht jedoch} 63... Bh2 $2 64. Bc7 Bg1 65. Kf4 $18 { und Weiß erobert den Pg6}) 64. Kf5 Be3 $1 {Der einzige Zug. Wenn Weiß den Pg5 schlägt, muss Schwarz ...Bb6: antworten können.} 65. Ke5 {Das ist genauer als 65. Bg5:, da nun Weiß demgegenüber noch ein Tempo gewinnt, das ihm aber auch nicht zum Sieg reicht.} (65. Bxg5 Bxb6 {Ergibt die gleiche Stellung wie in der Variante mit 65. Ke5 nach dem 68. schwarzen Zug, nur dass hier der schwarze K bereits auf c6 statt wie dort auf b7 steht.}) 65... Kb7 66. Ke4 Bd2 67. Kf5 Be3 $8 {Der einzige Zug. Wenn Weiß den Pg5 schlägt, muss Schwarz ...Bb6: antworten können.} 68. Bxg5 Bxb6 {Das ist die Schlüsselstellung, die Schwarz remis halten kann. Der schwarze Bb6 kann wahlweise auf der Diagonalen d8-h4 oder c1-h6 den Vormarsch des weißen Pg4 verhindern. Um den schwarzen B auf beiden Diagonalen mit dem eigenen Bg5 blockieren zu können, muss der weiße K nach f5. Dies erlaubt es Schwarz aber seinen eigenen K heranzuführen. Allerdings muss Schwarz dafür genau spielen, so dass es hier durchaus noch praktische Gewinnchancen gegeben hätte.} 69. Ke6 Kc6 70. Bf4 Bd8 $8 71. Be5 Bg5 $8 {Der schwarze B muss egal wie er auch angegriffen wird, das Feld g5 unter Kontrolle halten. das geht nur, wenn er auf diesem Feld steht. Jeder andere Zug verliert} (71... Bh4 $2 72. Bf6 Be1 73. g5 $18 Bd2 74. g6 Bh6 75. Bg5 Bg7 76. Kf7 Bc3 77. Bf6) 72. Kf5 {ohne diesen Zug kann Weiß den Pg4 nicht weiter nach vorne bringen.} Bd8 73. Bf6 Ba5 74. g5 {Weiß hat seinen Pg4 nach vorne gebracht. Nun kann aber der schwarze K über d7 nach e8 und schließlich nach g8 gelangen.} Kd7 $8 $11 75. g6 Ke8 76. Ke6 Kf8) {Nun nach 56. ... Kb5? ist die weiße Gewinnführung einfach, da der schwarze Pg6 auch noch fällt} 57. Ke4 Bg3 58. Kd5 g5 59. Ke4 {Weiß verfolgt ganz konsequent seinen Plan} (59. Bxg5 {langt ebenfalls zum Sieg:} Kb4 60. Bd2+ Kxb3 {im Gegensatz zu den Endspielen oben ist hier der schwarze K viel zu weit entfernt vom weißen Pg4} 61. g5 Bh4 62. g6 Bf6 63. Bg5 Ba1 64. Ke6) 59... Kc5 60. Kf5 Kd5 61. Bxg5 Be1 62. Be7 Kc6 63. Ke6 Bd2 64. g5 Kb5 65. g6 Bh6 66. Kf7 1-0