27. April 2026
Der Schachgipfel in Dresden verbindet Spitzenschach mit einem vielseitigen kulturellen Angebot. In Kooperation mit der Stadt Dresden ist ein Rahmenprogramm entstanden, das weit über das Turniergeschehen hinausgeht und Teilnehmenden wie Begleitpersonen zahlreiche Möglichkeiten bietet, die Elbmetropole zu entdecken. Einer, der beides kennt – hochklassiges Schach und die besondere Atmosphäre Dresdens – ist Joachim Brüggemann. Der Internationale Meister und Besieger der Dresdner Schachlegende Wolfgang Uhlmann blickt auf eine lange Karriere zurück und wird beim Schachgipfel an der Deutschen Senioreneinzelmeisterschaft 65+ teilnehmen. Sein sportliches Ziel formuliert er der DSB-Öffentlichkeitsarbeit klar: „Ziel ist mindestens ein Platz unter den ersten zehn – ich kämpfe um die Plätze 1 bis 3.“
Mit Dresden verbindet Brüggemann nicht nur sportliche Erinnerungen, sondern auch persönliche und berufliche Erfahrungen: „Dresden ist eine wunderbare Stadt, welche ich schon mehrfach besucht habe. Bei den vielen Sehenswürdigkeiten fällt einem die Wahl schwer, welches das schönste Erlebnis war. Ich war besonders beindruckt von Schloss Moritzburg.“ Gerade Schloss Moritzburg ist auch Teil des diesjährigen Rahmenprogramms – etwa bei einem geführten Ausflug auf den Spuren des Märchenklassikers „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Darüber hinaus reichen die Angebote von einer exklusiven Führung durch die Semperoper über Stadtrundfahrten und Altstadtrundgänge bis hin zu kulinarischen Erlebnissen wie dem Bierrundgang mit Verkostung oder Spaziergängen entlang der Elbschlösser mit Weinprobe.
Auch schachhistorisch ist Dresden für Brüggemann ein besonderer Ort – nicht zuletzt durch seine Begegnungen mit Wolfgang Uhlmann: „Ich habe schon als Jugendlicher zur Talentförderung in der Sonderliga Mannschaft von Post Dresden gespielt, als Uhlmann die Nummer eins des DDR-Schachs war. Er hat meine Entwicklung unterstützt. Besonders erinnere ich mich an meinen ersten ‚Großmeisterskalp‘ gegen ihn 1972. 1978 in Eggesin gelang es mir Wolfgang Uhlmann das zweite mal zu besiegen.“ Brüggemann erklärte auch, dass sein Sieg aus 1978 sich an einer Vorgängerpartie aus 1956 von Botvinnik - Uhlmann orientierte.
Trotz aller Vorfreude auf die Stadt bleibt für Brüggemann der sportliche Fokus entscheidend: „Ich freue mich vor allem auf viele spannende Partien.“ Das Rahmenprogramm sieht er dennoch als wertvolle Ergänzung – insbesondere für Begleitpersonen: „Für mich persönlich ist es nicht der Hauptgrund, aber für den mitreisenden Ehepartner ist es ein entscheidendes Merkmal.“ Gerade darin liegt eine besondere Stärke des Schachgipfels: Während am Brett um Punkte gekämpft wird, bietet die Stadt vielfältige Möglichkeiten zur Entspannung und zum gemeinsamen Erleben. Ob ein Ausflug nach Meißen, eine Fahrt zur Gläsernen Manufaktur oder eine Dampfschifffahrt zum Schloss Pillnitz mit der Weißen Flotte – die Auswahl ist groß. Brüggemann empfiehlt allen Teilnehmenden, diese Gelegenheit zu nutzen: „Nehmt an den Ausflügen teil – günstiger und schöner wird es sonst nicht geboten.“ Und auch für Unentschlossene hat er einen klaren Rat: „Schnell anmelden und Hotel buchen, solange es noch günstig ist.“
Der Schachgipfel 2026 verspricht damit nicht nur sportliche Höhepunkte, sondern ein rundum besonderes Erlebnis – auf und neben dem Brett. Für die ganze Familie.
// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 37010