Olympiatraining im Bundesleistungszentrum

26.07.2014 08:50
Elisabeth Pähtz
Philipp Schlosser, Dorian Rogozenco, Zoya Schleining, Tatjana Melamed, Melanie Ohme und Sarah Hoolt

In schon einer Woche beginnt in Tromsø (Norwegen) die Schacholympiade. Unsere weiblichen Olympioniken haben gemeinsam mit dem Bundestrainer GM Dorian Rogozenco und Mannschaftskapitän GM Philipp Schlosser die Zeit bis dahin genutzt, um sich im einzigen Bundesleistungszentrum im Osten Deutschlands in Kienbaum, ca. 35 km östlich von Berlin, darauf vorzubereiten.

Der fünftägige Vorbereitungslehrgang geht heute zu Ende. Auf dem Programm stand Sport fast rund um die Uhr, körperlich wie bei diversen Ballspielen als auch natürlich geistig mit Schach.

Rogozenco: "Die Olympiade ist ein langes und anstrengendes Turnier und man muß auch körperlich fit sein. Die Mannschaftsatmosphäre ist gut und ich denke es läuft alles optimal. Wir werden bald sehen, ob alle Spielerinnen ihre beste Form in Tromsø erreichen werden."

Hervorragende Bedingungen für eine optimale Vorbereitung auf das zwei Wochen dauernde bedeutendste Mannschaftsturnier der Welt, finden unsere starken Schachdamen auf jeden Fall vor.

Von 1952 bis 1990 entwickelte sich Kienbaum zur Kaderschmiede des Leistungssports im Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) der DDR. Landschaftlich grandios gelegen wurde 1948/49 auf dem Gelände der einstigen Munitionsfabrik ein Erholungsheim gebaut, welches nach den Weltfestspielen 1951 und dem Besuch nationaler und internationaler Sportdelegationen zu einer Sport- und Trainingsstätte umgebaut wurde. Nach der politischen Wende waren die Bemühungen groß, das Gelände als Leistungszentrum für den nun gesamtdeutschen Sport zu erhalten. Am 1. Januar 1997 wurde Kienbaum als eines von fünf Objekten in Deutschland zum Bundesleistungszentrum.
Hauptnutzer sind laut www.kienbaum-sport.de die Sportarten Leichtathletik, Tischtennis, Kanu, Triathlon, Turnen, Behindertensport, Eisschnelllauf, Volleyball, Schlittensport, Bobsport und Bogenschießen.

Der Deutsche Schachbund nutzt nicht zum ersten Mal Kienbaum für den Schachsport. 1995 fanden hier z.B. Trainerweiterbildungen statt. Und in den frühen Jahren der DDR wurde hier ein starkbesetztes Trainingsturnier der Nationalspieler durchgeführt.

Nachfolgend einige Bilder vom Vorbereitungslehrgang unserer Damen.

Frank Hoppe

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