27. August 2025
Eines, sagt Lilli Hahn, könne sie jetzt schon verraten: “Wir haben in den Umfragen einige wirklich spannende Themen entdeckt, die wir gerne mit den Teilnehmenden teilen und diskutieren möchten - mit dem Ziel, dieses theoretische Wissen gemeinsam in konkrete Handlungen umzusetzen.“ Die Rede ist von einem spannenden Projekt, dass die Wissenschaftlerin und Schachspielerin Lilli Hahn leitet. Der Deutsche Schachbund und die Deutsche Schachjugend haben es Anfang 2025 ins Leben gerufen, wollen den Schachsport in Deutschland langfristig weiblicher machen. Ziel ist es, strukturelle und kulturelle Hindernisse zu identifizieren und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um mehr Mädchen und Frauen für das Schachspiel zu begeistern und nachhaltig zu binden. Bisher liegt der Mitgliederanteil von Frauen und Mädchen nur bei knapp zehn Prozent. Dazu findet nun die erste Regionalkonferenz statt. 13. September in Stuttgart-Weilimdorf.
Noch in diesem Jahr oder Anfang des kommenden Jahres sollen zwei bis drei weitere Regionalkonferenzen sttatfinden. Das Programm wird in seiner Struktur ähnlich bleiben, die Inhalte werden jedoch kontinuierlich weiterentwickelt. So können Ideen aus der ersten Regionalkonferenz, die nun vornehmliche für Interessierte im Süden gedacht ist, in die folgenden Konferenzen einfließen. „Parallel laufen im Hintergrund weitere Analysen, unter anderem planen wir nach den quantitativen Umfragen auch qualitative Interviews“, so Lilli Hahn.
Zielgruppe sind vor allem die beiden Landesverbände Baden und Württemberg. „Es wird“, sagt der DSB-Vizepräsident Verbandsentwicklung Jannik Kiesel, der Mitglied der gemeinsamen Projektgruppe ist, „hoffentlich ein guter Mix aus ersten Informationen und Input. Wir haben die Fragebögen ausgewertet und bereits wichtige Erkenntnisse über die Mitgliederstruktur gewinnen können.“ Kiesel wird gemeinsam mit Kristin Wodzinski und Tatjana Gallina aus dem Projektteam vor Ort sein.
Lilli Hahn betont, man suche jetzt in erster Linie den persönlichen Austausch mit allen, die sich dafür interessieren, wie man mehr Mädchen und Frauen für den Schachsport gewinnen kann. „Dazu präsentieren wir erste Ergebnisse aus unseren Analysen als Diskussionsgrundlage. Anschließend wollen wir vor allem von den Erfahrungen, Ideen und Herausforderungen der Teilnehmenden hören. Ein Schwerpunkt wird auch die gemeinsame Entwicklung von Ideen für Veranstaltungen und Aktionen sein, die langfristig mehr Mädchen und Frauen zum Schach bringen können.“ (mw)
Die Ausschreibung zur Teilnahme an der Regionalkonferenz finden alle Interessierten hier.
// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 36761