Umtriebiges Urgestein und Powerfrau: Diana Skibbe wird 65.

3. März 2026

Wenn die Mutter mit dem Sohne: Willi Skibbe gegen Diana Skibbe bei der DSAM Potsdam 2024

Die ehemalige Thüringer Landesvorsitzende ist für viele ein Vorbild: "Sie hat gezeigt, dass Frauen dieses Amt über viele Jahre erfolgreich ausführen können."

Eine Würdigung der Jubilarin? Nachfrage bei Ingrid Lauterbach, der Präsidentin des Deutschen Schachbundes: „Sie ist für mich ein Urgestein des Schachsports in Thüringen. Sie hat mit ihrer Umtriebigkeit so viel für den Landesverband geschafft und ihre Fußspuren hinterlassen.“ Kurze Pause. „Eigentlich schade, dass sie nie einen Posten im DSB-Präsidium innehatte.“ Die Rede ist von Diana Skibbe, die im vergangenen Jahr nach mehr als 20 Jahren ihr Amt als Präsidentin des Thüringer Schachbundes (ThSB) abgab – was keinesfalls heißt, dass sie in Sachen Schach nun rasten würde. Die Powerfrau aus Thüringen wird heute 65 Jahre alt. Und nicht nur der DSB gratuliert ihr dazu.

Sie ist und bleibt "eine feste Stütze im Team". Und politisch hat sie auch Akzente gesetzt.

Beim Landeskongress des ThSB im Mai 2025 verließ sie zwar die erste Reihe, blieb dem erweiterten Vorstand aber als Referentin für Breitenschach erhalten. Außerdem ist sie Mitglied der gemeinsamen Kommission des Deutschen Schachbundes und der Deutschen Schachjugend. Ihr Nachfolger an der Zhüringer Verbandsspitze wurde Daniel Meitzner, der auf Nachfrage der DSB-Öffentlichkeitsarbeit so reagiert: Wir gratulieren natürlich herzlichst. Sie hat unglaubliche Verdiente um den Verband – aber die sind so groß, dass ich ihr mit einer Würdigung gar nicht gerecht werden könnte.“ Meitzner aber hat da eine Empfehlung: Und tatsächlich, Mareike Dietrich, die Frauenschach-Referentin in Thüringen lässt sich nicht zweimal bitten:

„Ich kenne Diana seit etwa 15 Jahren. Das heißt, ich habe bis zu ihrem Ausscheiden im letzten Jahr nur Diana als Präsidentin gekannt. Das hat mich geprägt. Sie war in ihrer Funktion ein Vorbild für mich, denn sie hat gezeigt, dass Frauen dieses Amt über viele Jahre erfolgreich innehaben und ausführen können. Sie hat sich außerdem immer sehr darum gekümmert, weitere Frauen in das Präsidium des Thüringer Schachbunds zu holen und insbesondere uns junge Frauen gefördert, für entsprechende Positionen zu kandidieren. So auch bei mir. Ich wurde vor einigen Jahren von ihr angesprochen, ob ich für das Amt der Frauenreferentin kandidieren möchte und habe das sehr gern getan, auch in dem Wissen, nicht die einzige Frau im Präsidium zu sein. Seit 2019 spiele ich als Gastspielerin in der Frauenmannschaft vom SC Rochade Zeulenroda. Diana ist dort seit vielen Jahren Mannschaftsleiterin und kümmert sich sehr engagiert um den weiblichen Nachwuchs und die Mannschaft. Außerdem ist sie ein fester Teil der Thüringer Frauenmannschaft bei der Deutschen Frauenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände und eine feste Stütze im Team.“

Diana Skibbe, geboren in Zeulenroda und von Beruf Lehrerin, hat seit ihrem Rücktritt als ThSB-Präsidentin nun wieder mehr Zeit für das eigene Schachspielen. Neben ihrem Mitwirken in der zweiten Frauenbundesliga sah man die zweifache Mutter zuletzt bei der DSAM in Potsdam, bei der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft, aber auch bei großen Turnieren. Sie ist weit über den Schachsport hinaus bekannt, so auch in der Politik. Auf Stadt-, Kreis- und Länderebene. Seit 2024 gehört sie dem BSW an, von 2004 bis 2009 und von 2012 bis 2019 war sie Landtagsabgeordnete für Die Linke in Thüringen. (mw)

// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 36957

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