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Kommentare

Kommentar von Thomas Richter |

Als einer von mehreren die sich gemeldet hatten: Das Regelwerk ist zwar kompliziert aber wohl eindeutig - doch keine GM-Norm für Vincent Keymer. Einerseits wird (Artikel 1.46) die Elo des schwächsten Gegners auf 2200 angehoben [aber nur für einen, nicht für drei nominell schwächere Gegner] - damit liegt seine "korrigierte" Turnierleistung knapp über 2600 die man minimal braucht. Andererseits (Artikel 1.48a) braucht man einen minimalen Gegnerschnitt von Elo 2380 - wohl deshalb sind in den Tabellen unter Artikel 1.72 erforderliche Punktzahlen bei schwächeren Gegnern nicht erwähnt. Und auch korrigiert ist Keymers Gegnerschnitt nur 2333 - auch Wetoschko hat wegen zu niedrigem Gegnerschnitt wohl keine GM-Norm erzielt.

Eine IM-Norm ist es natürlich für Keymer. Manchmal akzeptiert FIDE vielleicht auch "grenzwertige" GM-Normen - aber wenn Keymer sich weiter entwickelt, sind vollwertige Normen wohl nur eine Frage der Zeit. Für den GM-Titel braucht er neben (meistens) drei Normen ja auch Elo 2500, nach diesem Turnier fehlen dazu noch knapp 100 Elopunkte.

Kommentar von Leo Evers |

Ich hab's gerade auch noch mal nachgerechnet und gebe Thomas Richter recht - es kann (aus deutscher Sicht - leider) nur einer der drei Spieler mit ELO <2200 auf ebendiesen Wert angehoben werden, wodurch der notwendige Gegnerschnitt von 2380 nicht erreicht wird. Nach dem Remis in Runde 1 war es halt schon schwer, bei diesem Teilnehmerfeld die 2380 überhaupt zu erreichen. Übrigens liegen auch 4 der 5 GM-Gegner von Vincent unter aktuell unter den ELO 2500, ab denen der Titel verliehen wird - das hat auch noch zum geringeren Wertungsschnitt beigetragen.

Der Mindest-Wertungsschnitt ist auch sinnvoll, denn sonst könnte man ja mit 8,5 aus 9 gegen einen Schnitt von 2170 GM-Normen erzielen - das kanns ja auch nicht sein...

Die Zeiten der Anerkennung "grenzwertiger" Normen durch die FIDE gehören hoffentlich der Vergangenheit an - zuviel wurde da früher "gemauschelt".

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