11. August 2026
Dortmund hat geliefert. Bei den 53. Internationalen Dortmunder Schachtagen gewannen alle drei deutschen Nationalspieler ihre Schlussrunde der Sparkassen Chess Trophy 2026.
Dinara Wagner beendet das Turnier auf dem 4. Platz. DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker reiste persönlich zur Siegerehrung, um Gespräche zu führen, Eindrücke zu sammeln und dabei zu sein, wenn Schach in Deutschland auf höchstem Niveau gespielt wird.
Den Turniersieg holte sich Elham Amar (Norwegen) mit 7,5 aus 9 Punkten. Der Norweger war mit halbem Punkt Vorsprung in die letzte Runde gegangen und sicherte sich mit einem soliden Remis gegen Surya Ganguly den ersten Platz. Amilal Munkhdalai (Mongolei) belegte mit bester Feinwertung unter den 7-Punkte-Spielern Rang zwei, der polnische Großmeister Kacper Piorun Rang drei.
Dmitrij Kollars überzeugte als bester Deutscher mit 7 aus 9 auf Platz fünf. Matthias Blübaum folgte auf Platz sieben, Rasmus Svane sicherte sich mit 6,5 aus 9 Platz zwölf.
Meyer-Dunkers Einschätzung war direkt: „Durchwachsen ist wohl eine faire Sicht darauf. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass unsere Leute bestmöglich abschneiden, aber so ist das im Sport. Es gibt keine Garantien."
| Platz | Spieler | Nation | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | Elham Amar | NOR | 7,5 / 9 |
| 2 | Amilal Munkhdalai | MGL | 7 / 9 |
| 3 | Kacper Piorun | POL | 7 / 9 |
| 5 | Dmitrij Kollars | GER | 7 / 9 |
| 7 | Matthias Blübaum | GER | 7 / 9 |
| 12 | Rasmus Svane | GER | 6,5 / 9 |
Im parallel ausgetragenen internationalen Frauenturnier bewies Song Yuxin (China) mentale Stärke der besonderen Art. Nach einer Auftaktniederlage arbeitete sich die Chinesin mit drei Siegen in Folge zurück an die Tabellenspitze und holte sich den Turniersieg. Dinara Wagner beendete das Turnier mit 2,5 aus 6 Punkten.
| Platz | Spielerin | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | Song Yuxin (CHN) | 4 / 6 |
| 2 | Klaudia Kulon (POL) | 3 / 6 |
| 3 | Natalia Buksa | 2,5 / 6 |
| 4 | Dinara Wagner (GER) | 2,5 / 6 |
Für Meyer-Dunker war der Besuch in Dortmund mehr als Pflichtprogramm. Das Turnier hat für ihn persönliche Geschichte: Er hat selbst dort gespielt. Und genau deshalb war ihm die Botschaft wichtig.
„Ich finde es wichtig, dass der Deutsche Schachbund solche Veranstaltungen begleitet und Präsenz zeigt, anstatt zu sagen: Wenn das nicht unsere Zuständigkeit ist, interessieren wir uns nicht dafür. Das sollte so nicht sein."
Am 15. September startet in Samarkand die Schach-Olympiade. Die deutschen Männer gehen als fünftgesetztes Team in das Turnier, die Frauen auf Rang zehn. Für Meyer-Dunker ist die Zielsetzung trotzdem klar.
„Wenn man so stark ist wie unsere Leute, sollte das Ziel immer sein, eine Medaille zu gewinnen. Natürlich ist das alles andere als selbstverständlich und auch ein unfassbar schwer zu erreichendes Ziel. Trotzdem ist es das Ziel unserer Mannschaften."
Dortmund war der letzte große Test. Alle drei Nationalspieler haben ihn mit einem Sieg beendet.
// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 37107