Nachrichten vom DSB // Chronologie

Call of Interest für ECU-Turniere 2026

16.11.2025
Der Call of Interest für die ECU-Turniere 2026 wurde veröffentlicht. Bewerbungen von FA & IA sind bis zum 05.12.2025 möglich. Nach Eingang der Bewerbungen werden drei Listen gebildet: Offene Liste Frauen Liste Rookie-Liste (noch kein Einsatz bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft) Je nach Anzahl der durch die ECU-Schiedsrichterkommission zu normierenden Schiedsrichter wird nacheinander aus den Listen ein Schiedsrichter gewählt. Im Jahr 2025 haben sechs Deutsche Schiedsrichter einen Einsatz bei einem ECU-Turnier erhalten. Regularien für den COI 2025/26 Bewerbungsformular ECU COI 2025/26

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Daniel Fridman: Schach in wohldosierter Form

Der Großmeister und ehemalige Nationalspieler startet als Nummer eins bei den Deutschen Meisterschaften im Schach960 im Olympiastadion

13.11.2025
Wir erreichen ihn in Riga, seinem Geburtsort. In der Straßenbahn, auf dem Weg zum Strand in Jurmala. Noch ist es etwas lauter im Hintergrund, aber gleich wird er ein bisschen die Seele baumeln lassen, Freunde treffen – wenige Stunden vor einem Schachturnier, das er am Wochenende in Lettland mitgespielt hat. Es ist ruhiger geworden um GM Daniel Fridman. Natürlich spielt er noch Turniere und auch Mannschaftskämpfe. Er sagt, er verdiene weiterhin sein Geld mit Schach. Aber bei den großen Events im klassischen Schach ist es still um ihn geworden. Ab dem morgigen Freitag wird er, der den Schachsport hierzulande sehr geprägt hat, auch für deutsche Fans wieder ein bisschen greifbarer: Er spielt die Deutsche Meisterschaft im Schach960 mit. „Ich mag das Format grundsätzlich sehr gerne“, sagte er, „und wenn dann der Preisfond stimmt, dann bin ich dabei. Umso schöner, dass es auch noch in einer solchen Top-Location stattfindet.“ Das U25-Berlin-Open und die Deutsche Schach960-Meisterschaft finden parallel von Freitag bis Sonntag im Olympiastadion statt. „Eine solche Atmosphäre im VIP-Bereich eines Fußballstadions kenne ich sonst nur aus der Bundesliga in Bremen“, sagt er, „aber ich finde das sehr interessant.“ Er will die freie Zeit auch nutzen, um die Stadt zu erkunden.

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Projektreihe "WissenSchach Kompakt" geht in die nächste Runde - Die perfekte Turnierorganisation

Mit geballter Expertise: Sandra Schmidt und Frank Jäger führen am 19. November 2025 durch das Seminar zur perfekten Turnierorganisation

12.11.2025
Dieser Kurs richtet sich an alle, die ein Schachturnier erfolgreich planen und durchführen möchten – ob Einzelpersonen, Vereine oder Organisationen. Denn ein gelungenes Schachevent beginnt lange, bevor der erste Zug gemacht wird. Sandra Schmidt und Frank Jäger zeigen praxisnah, worauf es bei der Turnierleitung und Organisation wirklich ankommt. Gemeinsam beleuchten sie Themen wie Turnierleitung und Organisation, Turnierarten und dazugehörige Regularien, Spielsaal und Material, die Turnieranmeldung, den Turnierablauf und den Turnierabschluss. Beide sind eingespielte Profis: Bei der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) bilden sie ein perfekt harmonierendes Team. Frank Jäger, offiziell „Pairing Arbiter“, ist weit mehr als nur Schiedsrichter und Auslosungsleiter – er ist die rechte Hand von Organisationschefin Sandra Schmidt. „Ohne Frank würde die DSAM nicht laufen“, sagt sie mit einem Lächeln. Und das merkt man: Mit Erfahrung, Überblick und Engagement sorgen sie dafür, dass jedes Turnier reibungslos funktioniert.

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Jens Wulf von Moers gewinnt überraschend die Senioren-Einzelmeisterschaft von Schleswig-Holstein

11.11.2025
Vom 2. bis 10. Oktober 2025 fand in Büsum, einer Gemeinde, die im 16. Jahrhundert noch von der Nordsee umgeben auf einer Insel lag, die 19. Offene Senioren-Einzelmeisterschaft des Schachverbandes Schleswig-Holstein statt. Zahlreiche Titelträger, darunter die Internationalen Meister Klaus Klundt und Detlef Heinbuch, machten sich auf den Weg an die Ostküste der Nordsee. Klundt spielte von 1970 bis 1981 in der BRD-Nationalmannschaft, darunter 1970 bei der Schacholympiade in Siegen. Heinbuch gehörte dem Nationalteam von 1985 bis 1987 an und war 1986 in Dubai auch Olympiadeteilnehmer. Eine Platzierung in der Spitze gelang indes nur Letzterem. Heinbuch unterlag aber in der letzten Runde Bernd Baum, der trotzdem hauchdünn die Titelverteidigung verfehlte: Mit Jens Wulf von Moers trug ein Außenseiter den Sieg davon. Wulf von Moers konnte in der letzten Runde Norbert Heck besiegen, den früheren Trainer des DSB-Sportdirektors Kevin Högy. Heck hätte bei einem Sieg selbst Turniersieger werden können. Nachfolgend der Bericht des schleswig-holsteinischen Seniorenreferenten Gerhard Ihlenfeldt. (fb)

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17. Deutscher Schulschachkongress in Knechtsteden ein voller Erfolg

Pressemitteilung: Marco Bode im Schachtalk, Rekordteilnehmerzahl, begeisterte Schülerinnen und Schüler beim Training mit Schach-Großmeister Artur Jussupow

10.11.2025
Nachfolgend die Pressemitteilung von Dirk Schröter zum 17. Deutscher Schulschachkongress in Knechtsteden.

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Vom Tegernsee nach Berlin - zum zweiten Triumph?

Der in der Schachszene nicht unumstrittene Amin Tabatabaei ist beim U25-Open auf der Jagd nach dem nächsten Preisgeld

10.11.2025
Vom Tegernsee direkt nach Berlin. Am Wochenende meldete sich der iranische Großmeister Seyyed Mohammad Amin Tabatabaei, kurz Amin Tabatabaei, für das U-25 Open im Rapid- und Blitzschach im Olympiastadion an, dass der SV Königsjäger Süd-West in Kooperation mit dem Berliner Schachverband und dem DSB vom kommenden Freitag (bis Sonntag) im Olympiastadion ausrichtet. Klar, das hohe Preisgeld lockt. „Unser erster 2600plus-Spieler“, freute sich Turnierchef Jonathan Born. Um genau zu sein, wird der 24-Jährige mit 2681 Elo geratet – und ist damit der klare Favorit für Berlin. Mit 2700 Elo steht Tabatabaei sogar aktuell auf Rang 33 der Live-Weltrangliste. Das hat er seinem Sieg bei den Offenen Internationalen Bayerischen Meisterschaften am Tegernsee zu verdanken. Mit einem Punkt Abstand vor dem Feld triumphierte der Wertungsfavorit. Es war seine erste Teilnahme am Tegernsee – und gleich der erste Titel für den Mann, der in der Schachszene nicht unumstritten ist.

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Was hat Schach mit Rechtsextremismus zu tun? Leider viel. "Tendenz zunehmend."

Jetzt anmelden: Beim Vielfaltskongress der Deutschen Schachjugend werden auch heiße Eisen angepackt. Das wird sport- und gesellschaftspolitisch spannend.

07.11.2025
Das Programm ist so vielfältig wie die Teilnehmer des Vielfaltskongresses der Deutschen Schachjugend vom 5. bis 7. Dezember. Die Organisatoren mit Najat Tabakh, Bundesjugendsprecherin bei der Deutschen Schachjugend, und Niklas Mörke, DSJ-Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit, haben viel Zeit und Energie darauf verwendet, um aus dem zweiten Kongress der DSJ ein sport- und gesellschaftspolitisches Event zu machen. Ein Beweis dafür, dass der organisierte Schachsport nicht nur aus Turnieren besteht, sondern auch klare Kante zeigt – zu Themen die auch unseren Sport umtreiben. „Es war wirklich super, wenn sich noch viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer anmelden“, sagt Niklas Mörke, „auch gerne aus dem DSB-Bereich.“ Der 26-Jährige, Student für VWL und Politik, hatte sich im Rahmen einer DSJ-Vorstandsitzung zur Organisation bereit erklärt. „Ich kann es ja mal machen“, hatte er im ersten Moment eher lapidar gesagt – und dann rasch Feuereifer entwickelt. Für ihn war klar: Dieser Kongress, der muss auch kritisch sein, bisweilen weh tun, deutlich machen: Die Schachwelt ist keine heile Welt, es gibt hier Probleme wie überall. Niklas Rickmann, langjähriger DSJ-Vorsitzender und mittlerweile Präsident des Landesverbandes in Mecklenburg-Vorpommern, wird zum Beispiel zum Thema Rechtsextremismus im Schach referieren. Ein heißes Eisen. Mörke hat ihn interviewt und eine ganz einfache Frage gestellt: „Was hat Schach mit Rechtsextremismus zu tun?“ Die Antwort von Rickmann: leider sehr viel.

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