Mit geballter Expertise: Sandra Schmidt und Frank Jäger führen am 19. November 2025 durch das Seminar zur perfekten Turnierorganisation
12.11.2025
Dieser Kurs richtet sich an alle, die ein Schachturnier erfolgreich planen und durchführen möchten – ob Einzelpersonen, Vereine oder Organisationen. Denn ein gelungenes Schachevent beginnt lange, bevor der erste Zug gemacht wird. Sandra Schmidt und Frank Jäger zeigen praxisnah, worauf es bei der Turnierleitung und Organisation wirklich ankommt. Gemeinsam beleuchten sie Themen wie Turnierleitung und Organisation, Turnierarten und dazugehörige Regularien, Spielsaal und Material, die Turnieranmeldung, den Turnierablauf und den Turnierabschluss.
Beide sind eingespielte Profis: Bei der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) bilden sie ein perfekt harmonierendes Team. Frank Jäger, offiziell „Pairing Arbiter“, ist weit mehr als nur Schiedsrichter und Auslosungsleiter – er ist die rechte Hand von Organisationschefin Sandra Schmidt. „Ohne Frank würde die DSAM nicht laufen“, sagt sie mit einem Lächeln. Und das merkt man: Mit Erfahrung, Überblick und Engagement sorgen sie dafür, dass jedes Turnier reibungslos funktioniert.
Weiterlesen … Projektreihe "WissenSchach Kompakt" geht in die nächste Runde - Die perfekte Turnierorganisation
Springer und Hakenkreuz - der DSB stellt Strafanzeige. Interview mit Niklas Rickmann, wie er Rechtsextremismus im Schachsport erlebt.
11.11.2025
Der Deutsche Schachbund hat heute Strafanzeige gegen einen Facebook-Nutzer gestellt. Dieser hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Kommentar unter einem DSB-Post zum Vielfaltskongress der Deutschen Schachjugend (bei dem es einen Workshop zum Thema „Rechtsextremismus im Schach“ geben wird) mit Grafik hinterlassen, auf der er einen Springer ein Hakenkreuz schlagen lässt. Dazu kommentierte er: „Heil Springer!!!“ Hätte man als Polizei den Vorgang selbst entdeckt, wäre man als Ermittlungsbehörde verpflichtet, dieses Delikt zu verfolgen, teilte auf Nachfrage der DSB-Öffentlichkeitsarbeit ein Mitarbeiter des Staatsschutzes mit. Es geht um die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Paragraph 86a StGB. Der Vorgang hat aus Sicht des DSB-Präsidiums und der DSB-Geschäftsstelle eines gezeigt: Nie war der Workshop der DSJ wichtiger als heute. Dieser Ansicht ist auch Niklas Rickmann. Der 43-Jährige ist der Referent beim Vielfaltskongress zu diesem Thema. Er engagiert sich politisch in der SPD, war lange Jahre Vorsitzender des Stadtverbandes Stralsund und ist heute stellvertretender Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Vorpommern-Rügen. Von 2021 bis 2024 war er Vorsitzender der DSJ, zuvor bis 2016 auch Präsident des Landesschachverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Seit kurzem hat der ehemalige Vizepräsident des DSB (2011 bis 2013) dieses Amt wieder inne. Matthias Wolf vom DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit sprach mit ihm über rechte Auswüchse im Internet.
Weiterlesen … "Wenn wir das Thema totschweigen, dann wird es nicht gelöst."
11.11.2025
Vom 2. bis 10. Oktober 2025 fand in Büsum, einer Gemeinde, die im 16. Jahrhundert noch von der Nordsee umgeben auf einer Insel lag, die 19. Offene Senioren-Einzelmeisterschaft des Schachverbandes Schleswig-Holstein statt. Zahlreiche Titelträger, darunter die Internationalen Meister Klaus Klundt und Detlef Heinbuch, machten sich auf den Weg an die Ostküste der Nordsee. Klundt spielte von 1970 bis 1981 in der BRD-Nationalmannschaft, darunter 1970 bei der Schacholympiade in Siegen. Heinbuch gehörte dem Nationalteam von 1985 bis 1987 an und war 1986 in Dubai auch Olympiadeteilnehmer. Eine Platzierung in der Spitze gelang indes nur Letzterem. Heinbuch unterlag aber in der letzten Runde Bernd Baum, der trotzdem hauchdünn die Titelverteidigung verfehlte: Mit Jens Wulf von Moers trug ein Außenseiter den Sieg davon. Wulf von Moers konnte in der letzten Runde Norbert Heck besiegen, den früheren Trainer des DSB-Sportdirektors Kevin Högy. Heck hätte bei einem Sieg selbst Turniersieger werden können.
Nachfolgend der Bericht des schleswig-holsteinischen Seniorenreferenten Gerhard Ihlenfeldt. (fb)
Weiterlesen … Jens Wulf von Moers gewinnt überraschend die Senioren-Einzelmeisterschaft von Schleswig-Holstein
Der in der Schachszene nicht unumstrittene Amin Tabatabaei ist beim U25-Open auf der Jagd nach dem nächsten Preisgeld
10.11.2025
Vom Tegernsee direkt nach Berlin. Am Wochenende meldete sich der iranische Großmeister Seyyed Mohammad Amin Tabatabaei, kurz Amin Tabatabaei, für das U-25 Open im Rapid- und Blitzschach im Olympiastadion an, dass der SV Königsjäger Süd-West in Kooperation mit dem Berliner Schachverband und dem DSB vom kommenden Freitag (bis Sonntag) im Olympiastadion ausrichtet. Klar, das hohe Preisgeld lockt. „Unser erster 2600plus-Spieler“, freute sich Turnierchef Jonathan Born. Um genau zu sein, wird der 24-Jährige mit 2681 Elo geratet – und ist damit der klare Favorit für Berlin. Mit 2700 Elo steht Tabatabaei sogar aktuell auf Rang 33 der Live-Weltrangliste. Das hat er seinem Sieg bei den Offenen Internationalen Bayerischen Meisterschaften am Tegernsee zu verdanken. Mit einem Punkt Abstand vor dem Feld triumphierte der Wertungsfavorit. Es war seine erste Teilnahme am Tegernsee – und gleich der erste Titel für den Mann, der in der Schachszene nicht unumstritten ist.
Weiterlesen … Vom Tegernsee nach Berlin - zum zweiten Triumph?
Nur Rasmus Svane scheidet aus - Vincent Keymer, Matthias Blübaum und Alexander Donchenko komplettieren das DSB-Quartett in der Runde der letzten 32
08.11.2025
Da waren es nur noch…nein, falscher Ansatz: Zwar ist GM Rasmus Svane heute ausgeschieden, aber es sind immer noch vier deutsche Topspieler unter den besten 32 Akteuren beim World Cup. In Goa sorgten zwei von ihnen heute sogar für faustdicke Überraschungen. Nicht unbedingt prognostizierte Siege, die die Nummer eins des DSB, GM Vincent Keymer, der ebenfalls (aber wie erwartet aus der Favoritenrolle heraus) weiterkam, zu einem Fazit mit vielsagendem Lächeln brachte: „Das zeigt, wie viel Potenzial im deutschen Schach ist. Wir haben viele junge Spieler und werden bei der nächsten Olympiade gute Chancen haben.“ Doch bis es soweit ist, im kommenden Spätsommer in Usbekistan, blicken derzeit alle Augen nach Indien. Wo im Schach-Wunderland auch Deutsche Akzente setzen können – siehe Runde drei. Dabei brachte GM Frederik Svane das Kunststück fertig und eliminierte Weltmeister GM Dommaraju Gukesh. Danach sagte er, die Ruhe in Person, er habe sich gar nicht vom Titel und der Aura des Gegners beeindrucken lassen: „Natürlich ist es etwas Besonderes gegen ihn zu spielen. Aber ich habe es angenommen wie jedes andere Spiel auch.“
Weiterlesen … World Cup: Frederik Svane eliminiert Weltmeister Gukesh. "Das zeigt, wie viel Potenzial im deutschen Schach ist."
"Da ist noch viel Potenzial." Beim Mammutturnier in Montenegro verpasst der DSB nur denkbar knapp weiteres Edelmetall.
08.11.2025
Bernd Vökler, der Bundesnachwuchstrainer, wollte nicht drumherum reden. Er wisse wenig über FM Mykola Korchynskyi. Was kein Wunder ist, schließlich ist der Junge ein Ukraine-Flüchtling und noch nicht lange im DSB-Nachwuchsbereich. „Aber er scheint ein Juwel zu sein“, sagt Vökler, „selbstbewusst und ideenreich am Brett.“ Während der Jugend EM in Budva, bei der Korchynskyi am Freitag den Titel bei der U16 holte, hat sich Vökler intensiv mit dem Talent und auseinandergesetzt. Besonders die achte Runde habe gezeigt, welche Qualitäten er habe: Da sei die Lage gegen FM Jernej Koslowicz sehr unübersichtlich und schwer zu behaupten gewesen, „völlig chaotisch würde ich sagen“, so Vökler: „Aber er hat die Übersicht behalten und mit diesem starken Sieg den Grundstein für seinen Titelgewinn gelegt.“ Vökler sagt, er sei ingesamt "durchaus zufrieden" mit dieser EM.
Weiterlesen … Jugend-EM: Mit kalten Duschen und Atemübungen - Mykola Korchynskyi gewinnt Gold.
Jetzt anmelden: Beim Vielfaltskongress der Deutschen Schachjugend werden auch heiße Eisen angepackt. Das wird sport- und gesellschaftspolitisch spannend.
07.11.2025
Das Programm ist so vielfältig wie die Teilnehmer des Vielfaltskongresses der Deutschen Schachjugend vom 5. bis 7. Dezember. Die Organisatoren mit Najat Tabakh, Bundesjugendsprecherin bei der Deutschen Schachjugend, und Niklas Mörke, DSJ-Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit, haben viel Zeit und Energie darauf verwendet, um aus dem zweiten Kongress der DSJ ein sport- und gesellschaftspolitisches Event zu machen. Ein Beweis dafür, dass der organisierte Schachsport nicht nur aus Turnieren besteht, sondern auch klare Kante zeigt – zu Themen die auch unseren Sport umtreiben. „Es war wirklich super, wenn sich noch viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer anmelden“, sagt Niklas Mörke, „auch gerne aus dem DSB-Bereich.“ Der 26-Jährige, Student für VWL und Politik, hatte sich im Rahmen einer DSJ-Vorstandsitzung zur Organisation bereit erklärt. „Ich kann es ja mal machen“, hatte er im ersten Moment eher lapidar gesagt – und dann rasch Feuereifer entwickelt. Für ihn war klar: Dieser Kongress, der muss auch kritisch sein, bisweilen weh tun, deutlich machen: Die Schachwelt ist keine heile Welt, es gibt hier Probleme wie überall. Niklas Rickmann, langjähriger DSJ-Vorsitzender und mittlerweile Präsident des Landesverbandes in Mecklenburg-Vorpommern, wird zum Beispiel zum Thema Rechtsextremismus im Schach referieren. Ein heißes Eisen. Mörke hat ihn interviewt und eine ganz einfache Frage gestellt: „Was hat Schach mit Rechtsextremismus zu tun?“ Die Antwort von Rickmann: leider sehr viel.
Weiterlesen … Was hat Schach mit Rechtsextremismus zu tun? Leider viel. "Tendenz zunehmend."
In Goa sind Vincent Keymer, Matthias Blübaum, Frederik Svane, Rasmus Svane und Alexander Donchenko weiter - Niclas Huschenbeth und Dmitrij Kollars fliegen heim. "Das ist ein bisschen bitter."
06.11.2025
Für den ersten deutschen Großmeister, Niclas Huschenbeth, war es schon am Mittwoch vorbei. Am Donnerstag ereilte dann auch GM Dmitrij Kollars das Aus. Er musste im Tie-Break gegen GM Munirethinam Pranesh in der zweiten Rapid-Partie aufgeben. „Wirklich schade, aber so ist das nun einmal in diesem Format“, sagt Niclas Huschenbeth nach seiner Niederlage, „es war eine schöne Zeit hier, insgesamt habe ich gut gespielt, habe mich gut gefühlt – und dann hatte ich diesen einen Schwächeanfall im Kopf.“ Dem Berliner, der am morgigen Freitag zurückfliegt, bleibt nur noch, den anderen DSB-Akteuren die Daumen zu drücken, mit denen er im indischen Goa viel unternommen hat (gemeinsam Essen, Fitnessstudio) weiterhin viel Erfolg zu wünschen. „Es freut mich, dass es für so viele Deutsche so gut läuft“, sagte Huschenbeth, der letztlich seine erste Runde als Favorit souverän gemeistert hatte, dann auch noch GM Nodirbek Yakubboev einen zähen Kampf lieferte - und letztlich ein wenig mit dem ersten Spiel in Runde zwei haderte: „Es lief gut für mich mit Weiß, ich stand besser - und habe aber leider nicht mehr als ein Remis herausgeholt. Und mit Schwarz mache ich dann einen entscheidenden Rechenfehler.“ Und so ist das eben beim World Cup, diesem gnadenlosen und top besetzten Turnier – dieser eine Fehler kann teuer werden.
Weiterlesen … World Cup: Von Schwächeanfällen im Kopf, Rechenfehlern und einem Glücksring
Interview mit DSB-Vize Jannik Kiesel vor der zweiten Regionalkonferenz zur Förderung des Frauen- und Mädchenschachs: Die Lage wird klarer - und es muss ein Bündel an Maßnahmen her
04.11.2025
Nächster Halt: Lehrte. Am Sonntag, 23. November, findet von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr die zweite Regionalkonferenz zum gemeinsamen Projekt von DSB und DSJ statt, um mehr Mädchen und Frauen für den Schachsport zu gewinnen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie die Mitgliederstatistik, die Auswertung der Fragebögen und Präsentation der Erkenntnisse – und welche Angebote die Verbände im Mädchen- und Frauenschach schaffen könnten. Ziel ist es, strukturelle und kulturelle Hindernisse zu identifizieren - und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um mehr Mädchen und Frauen für das Schachspiel zu begeistern und nachhaltig zu binden. Wie der aktuelle Stand bei dem Projekt ist, dazu hat Matthias Wolf vom DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit mit Jannik Kiesel gesprochen, dem Vizepräsidenten Verbandsentwicklung und Projektmitglied des DSB-DSJ-Projektes.
Weiterlesen … "Die Aufgabe-Quote bei den Elf- bis Zwölfjährigen ist dramatisch."
03.11.2025
Im Folgenden berichtet Martin Bierwald:
Vom 21. bis zum 29. Oktober 2025 fand im Klubheim des SC Königsspringer in Hamburg-Schnelsen die Offene Hamburger Senioren-Einzelmeisterschaft 2025 60+ mit 63 Teilnehmern statt. Hamburger Senioreneinzelmeister wurde der Vorjahressieger Dr. Hauke Reddmann (SK Wilhelmsburg) mit 7,5 Punkten aus neun Partien vor Hartmut Zieher (Hamburger SK), Jens Knud Andersen (Schachfreunde Hamburg) und Torsten Limbach (SV Großhansdorf) alle drei mit 6,5 Punkten. Fünfter wurde Dr. Andreas Pittelkow (Hamburger SK) mit 6 Punkten.Hamburger Seniorenfrauenmeisterin wurde WFM Olga Birkholz (SC Bayreuth) mit 5,5 Punkten vor Dagmar Knobel (Bille SC) mit 4,5 Punkten.
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Im indischen Goa greifen auch Keymer und Blübaum ein - alle anderen haben Runde eins gut überstanden
03.11.2025
Jetzt geht der World Cup 2025 im indischen Goa so richtig los. Mit der zweiten Runde, in der auch die 50 Top-Spieler mit einem Freilos eingreifen müssen. Und, die gute Nachricht: Team Germany ist noch komplett. Alle deutschen Akteure, die in Runde eins schon Gehirnschmalz aufwenden mussten, überstanden die beiden Duelle: GM Niclas Huschenbeth, GM Alexander Donchenko, GM Rasmus Svane und GM Frederik Svane. Letzterer mit der Kuriosität, dass sein Gegner das erste Spiel wegen einer schlechten Fluganbindung schlichtweg verpasste. Eine der Gesetzten ist, neben GM Matthias Blübaum, auch GM Vincent Keymer. Er trifft auf GM Vladislav Kovalev. Sollte er diese scheinbar leichte Hürde nehmen, könnte es schon zum ersten deutschen Duell kommen – gegen GM Dmitrij Kollars. In Runde vier käme für Blübaum in Goa zum Duell mit Donchenko.
Weiterlesen … Jetzt geht der World Cup richtig los: Der Traum von einem zweiten Deutschen im Kandidatenturnier
Nach fünf Runden ist Mykola Korchynskyi mit 4,5 Punkten die große DSB-Hoffnung - aber auch einige andere zeigen beachtliche Leistungen
03.11.2025
Es ist ein buntes Schachfestival an einem malerischen Ort – direkt am Meer treffen sich Talente aus fast 50 Ländern. Feierlich eröffnet wurde das Turnier mit Feuerwerk, Musik und einer Parade der teilnehmenden Nationen. Und nach fünf gespielten Runden bei den Jugend-Europameisterschaften U8 bis U18 im Schach in Budva, Montenegro, zeigen mehrere deutsche Nachwuchsspieler beachtliche Leistungen. "Es läuft wirklich sehr gut. Einige überraschend mich auch mit ihrer Performance. Wir haben einige Spielerinnen und Spieler in den Top-Ten-Rängen und präsentieren uns insgesamt sehr gut", sagt aus der Ferne Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler. "Ich bin sehr optimistisch, dass es mit einer Medaille klappt." Top-Medaillenanwärter aus deutscher Sicht aus Mykola Korchynskyi (U16 Open). Er liegt aktuell auf Rang zwei mit starken 4,5 Punkten nach fünf Partien.
Weiterlesen … Jugend-EM: "Ich bin optimistisch, dass es mit einer Medaille klappt."