Problemschachaufgabe 968

von Wilfried Neef

Matt in 4 Zügen

Erich Brunner, Deutsches Wochenschach 1919
Erich Brunner, Deutsches Wochenschach 1919

"Erich Brunner - ein Künstler und Deuter des Schachproblems", so lautet der Titel eines Buches von Hans Klüver über den vor 140 Jahren geborenen Deutsch-Schweizerischen Problemtheoretiker Brunner. Viele seiner Erfindungen sind innerhalb der neudeutsch-logischen Schule immer noch Up-to-date, man denke an die Beschäftigungslenkung, die Wechseltürme, die Flächenfreihaltung und nicht zuletzt den Brunner-Dresdner oder den Brunner-Turton, den wir heute servieren!
Brunner wurde nur 52 Jahre alt; auf ihn mag der Satz vom Künstler, der an sich und an der Welt leidet, besonders zutreffen, obwohl (oder gerade weil?) Brunner aus begüterten Verhältnissen stammte!

Lösung (Hier klicken)
1 1 2 2 3 3 4
Ta3! Zugzwang          
... g3 Tbb3 b4 Txg3 b(xa)3 Tg4#
... gxh3 Txh3+ Kg4 Kxf6 Kxf4 d5#

Brunner-Turton:
Ein Langschrittler weicht über einen Schnittpunkt zurück, um einen gleichartigen Langschrittler vorzulassen. Das geht ohne Umwandlungsfiguren nur mit Türmen; verwendet man z.B Läufer und Dame, so ist es ein normaler Turton.

Hinter dieser Forderung steckt die Idee einer Paradoxie (warum 2 gleiche, nach herkömmlicher Auffassung sollte das kräftetechnische Verhältnis der beiden Turton-Themafiguren ja eine Rolle spielen!)

// Veröffentlicht von Wilfried Neef // Archiv: Problemschach // ID 36875

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