von Wilfried Neef
"Erich Brunner - ein Künstler und Deuter des Schachproblems", so lautet der Titel eines Buches von Hans Klüver über den vor 140 Jahren geborenen Deutsch-Schweizerischen Problemtheoretiker Brunner. Viele seiner Erfindungen sind innerhalb der neudeutsch-logischen Schule immer noch Up-to-date, man denke an die Beschäftigungslenkung, die Wechseltürme, die Flächenfreihaltung und nicht zuletzt den Brunner-Dresdner oder den Brunner-Turton, den wir heute servieren!
Brunner wurde nur 52 Jahre alt; auf ihn mag der Satz vom Künstler, der an sich und an der Welt leidet, besonders zutreffen, obwohl (oder gerade weil?) Brunner aus begüterten Verhältnissen stammte!
| 1 | 1 | 2 | 2 | 3 | 3 | 4 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ta3! | Zugzwang | |||||
| ... | g3 | Tbb3 | b4 | Txg3 | b(xa)3 | Tg4# |
| ... | gxh3 | Txh3+ | Kg4 | Kxf6 | Kxf4 | d5# |
Brunner-Turton:
Ein Langschrittler weicht über einen Schnittpunkt zurück, um einen gleichartigen Langschrittler vorzulassen. Das geht ohne Umwandlungsfiguren nur mit Türmen; verwendet man z.B Läufer und Dame, so ist es ein normaler Turton.
Hinter dieser Forderung steckt die Idee einer Paradoxie (warum 2 gleiche, nach herkömmlicher Auffassung sollte das kräftetechnische Verhältnis der beiden Turton-Themafiguren ja eine Rolle spielen!)
// Veröffentlicht von Wilfried Neef // Archiv: Problemschach // ID 36875
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