Günter Weidlich erneut sächsischer Seniorenmeister

29. Oktober 2021

Jürgen Rudolph (SR), Bernhard Scheuermann, Elisabeth Kanibalotska, Günter Weidlich, Rainer Siegmund

Am Mittwoch ging in Dresden die 29. offene Sächsische Senioren-Einzelmeisterschaft zu Ende. Lange Zeit war unklar, ob das Turnier überhaupt stattfinden kann. Erst Mitte September wurde die Ausschreibung veröffentlicht. Coronabedingt musste die Teilnehmerzahl im Gasthof Coschütz wie im Vorjahr auf 49 begrenzt werden, es galt die 3-G-Regel „genesen – geimpft - getestet“.

Unter diesen Bedingungen gingen letztlich 41 Teilnehmer an den Start, darunter leider nur 9 Spieler von außerhalb Sachsens. Immerhin sorgte Stef van Kesteren (Niederlande) für internationales Flair. Obwohl alle „ab 50“ eingeladen waren, fehlten Jungsenioren komplett, der jüngste Spieler war 60!

Gleichwohl kam ein qualitativ ansprechendes Teilnehmerfeld zusammen. Die Startrangliste führte Erwin Böhm (SV Dresden-Leuben) an, gefolgt von Boris Rozov (vereinslos), Günter Weidlich (Fortschritt Pirna) und Joachim Knaak (Dresden-Leuben). Unbedingt zu rechnen war auch mit zwei Auswärtigen: Rainer Birk (Senioren Cottbus) und Hans-Rudolf Kreutzkamp (Union Eimsbuettel), dazu mit Bernhard Scheuermann (SV Dresden-Striesen) der jüngste Teilnehmer im Feld.

Es ging eng zu. Bereits nach zwei Runden besaßen nur noch zwei Spieler eine weiße Weste. Mit seinem Sieg über Joachim Knaak setzte sich in der 3. Runde Bernhard Scheuermann allein an die Spitze, während gleichzeitig Erwin Böhm dem 300 DWZ-Punkte „leichteren“ Heinz Zöphel (VfB Adorf) unterlag und damit früh alle Titelhoffnungen begraben musste.

An den folgenden Tagen wechselte mehrfach die Führung. Scheuermann verlor in der 5. Runde gegen Kreutzkamp, dieser tags darauf gegen Günter Sobeck (USG Chemnitz). In der 8. Runde eroberte sich Scheuermann mit einem Sieg über Sobeck die Führung zurück, hatte damit ½ Punkt Vorsprung auf Günter Weidlich, Günter Sobeck, Joachim Knaak, Rainer Birk und Rainer Siegmund (SV Dresden-Striesen).

Die Paarungen der letzten Runde lauteten: Weidlich – Scheuermann, Siegmund – Knaak, Sobeck – Birk. Während Letztere Remis spielten, konnte Joachim Knaak seine Partie gewinnen. Nun hing alles vom Spitzenbrett ab. Dort hatte Günter Weidlich trotz der weißen Steine eine unangenehme Stellung bekommen und bot Remis, doch Bernhard Scheuermann lehnte ab. Die Partie zog sich, drehte sich, Weidlich gewann …

Platzierte und Kategoriepreisträger: Joachim Knaak (2.), Erwin Grund, Hans-Jürgen Fleuch (4.), Prof. Jörg Schmidt, Rainer Birk (6.), Günter Sobeck (3.), Erwin Böhm (5.), Hans-Rudolf Kreutzkamp

Damit waren Knaak und Weidlich mit 6,5 punktgleich an der Spitze. Die Wertung musste entscheiden, und erst nach Beendigung der allerletzten Partie stand fest: Günter Weidlich ist wie im Vorjahr Turniersieger inkl. Sachsenmeister 50+ und 65+. Bernhard Scheuermann fiel mit 6 Punkten nach Wertung noch unglücklich bis auf den 7. Platz hinter Günter Sobeck, Hans-Jürgen Fleuch (SV Urmitz), Erwin Böhm und Rainer Birk zurück. Rainer Siegmund wird mit 5,5 Punkten Nestorenmeister. Den Titel Seniorenmeisterin hatte Elisabeth Kanibalotska (Lok Dresden) als einzige Frau von vornherein sicher; sie holt 3,5 Punkte.

Christian Eichner

Alle Ergebnisse und Berichte beim Schachverband Sachsen

// Archiv: DSB-Nachrichten - Senioren // ID 24091

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