19. September 2026
Vor der Schlussrunde der Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft in Bad Soden-Salmünster haben die Spitzenreiter die besten Karten: In der Gruppe 65+ führt Baden einen Matchpunkt vor Bayern 1, in der Gruppe Ü50 liegt Württemberg ebenfalls einen Punkt vor Baden und Rheinland-Pfalz. Ein Sieg am Sonntag würde beiden den Titel sichern.
Vom 14. bis 20. September 2026 ermitteln die Landesverbände in Bad Soden-Salmünster ihre Deutschen Senioren-Mannschaftsmeister. Turnierdirektor ist Wolfgang Cleve-Prinz, Hauptschiedsrichter Ralph Alt (Stellvertreter: Michael Rütten). Gespielt wird in zwei Altersgruppen: in der Gruppe 65+ (11 Mannschaften, Schweizer System) und in der Gruppe Ü50 (8 Mannschaften, Rundenturnier), jeweils über sieben Runden an vier Brettern.
Nach der 6. Runde haben die Spitzenreiter Baden (65+) und Württemberg (Ü50) die beste Ausgangslage – entschieden ist aber noch nichts. Die Schlussrunde beginnt am Sonntag, 20. September, um 9:30 Uhr.
Spitzenreiter Baden setzte in der 6. Runde mit einem deutlichen 3½:½ gegen Sachsen ein Ausrufezeichen und baute den Vorsprung auf einen Matchpunkt aus. Baden ist nach sechs Runden ungeschlagen (vier Siege, zwei Unentschieden) und hat mit 16 Brettpunkten auch die beste Brettbilanz. Erster Verfolger bleibt Bayern 1, das Nordrhein-Westfalen mit 2½:1½ bezwang und ebenfalls noch ohne Niederlage ist. Württemberg schob sich mit einem 3:1 über Brandenburg auf Rang drei vor; Thüringen war spielfrei und rückte dadurch auf Platz vier. Weitere Ergebnisse: Rheinland-Pfalz – Bayern 2 2½:1½, Sachsen-Anhalt – Niedersachsen 1½:2½.
Zuvor hatte Baden nur zwei Unentschieden abgegeben – gegen Württemberg (Runde 2) und im Spitzenspiel gegen Bayern 1 (Runde 5). Bayern 1 fügte Württemberg in Runde 4 dessen bislang einzige Niederlage zu. Am Tabellenende wartet Sachsen-Anhalt noch auf den ersten Mannschaftserfolg; drei der fünf Niederlagen fielen mit 1½:2½ denkbar knapp aus.
| Platz | Mannschaft | MP | BP |
|---|---|---|---|
| 1 | Baden | 10 | 16 |
| 2 | Bayern 1 | 9 | 14,5 |
| 3 | Württemberg | 8 | 14 |
| 4 | Thüringen* | 7 | 12,5 |
| 5 | Nordrhein-Westfalen | 7 | 12 |
| 6 | Sachsen | 6 | 12 |
| 7 | Brandenburg* | 6 | 11,5 |
| 8 | Rheinland-Pfalz* | 6 | 11 |
| 9 | Niedersachsen* | 6 | 10 |
| 10 | Bayern 2* | 5 | 10 |
| 11 | Sachsen-Anhalt* | 2 | 8,5 |
* inklusive Freilos (2 Mannschaftspunkte)
Paarungen: Baden – Rheinland-Pfalz, Brandenburg – Bayern 1, Nordrhein-Westfalen – Württemberg, Niedersachsen – Thüringen, Bayern 2 – Sachsen-Anhalt; Sachsen ist spielfrei.
Baden hat den Titel in der eigenen Hand: Ein Sieg gegen Rheinland-Pfalz genügt. Bei einem 2:2 könnte Bayern 1 nur mit einem Sieg von mindestens 3½:½ in Brandenburg noch gleichziehen oder vorbeiziehen. Verliert Baden, reicht Bayern 1 ein Sieg zum Titel. Um Bronze geht es im direkten Duell zwischen Nordrhein-Westfalen und Württemberg; Sachsen steht nach dem Freilos bei 8 Punkten, Thüringen kann mit einem Sieg noch auf 9 Punkte kommen.
Württemberg hat in der vorletzten Runde den wichtigsten Schritt gemacht: Mit einem souveränen 3:1 bei Nordrhein-Westfalen setzte sich der Spitzenreiter um einen Matchpunkt ab, weil Rheinland-Pfalz gegen Schleswig-Holstein nicht über ein 2:2 hinauskam. Baden gewann knapp mit 2½:1½ gegen Bayern und ist nun dank der besseren Brettpunkte Zweiter. Bremen und Thüringen trennten sich 2:2.
Württemberg kassierte seine einzige Niederlage in Runde 2 gegen Rheinland-Pfalz (1½:2½) und gewann danach alle Wettkämpfe, darunter das Spitzenspiel gegen Baden (2½:1½). Rheinland-Pfalz startete nach der Auftaktniederlage eine Serie von vier Siegen. Das deutlichste Ergebnis des Turniers erzielte Schleswig-Holstein mit einem 4:0 gegen Bayern in Runde 5.
| Platz | Mannschaft | MP | BP |
|---|---|---|---|
| 1 | Württemberg | 10 | 16,5 |
| 2 | Baden | 9 | 15 |
| 3 | Rheinland-Pfalz | 9 | 14 |
| 4 | Nordrhein-Westfalen | 7 | 12,5 |
| 5 | Schleswig-Holstein | 5 | 12,5 |
| 6 | Bremen | 4 | 11 |
| 7 | Bayern | 2 | 8 |
| 8 | Thüringen | 2 | 6,5 |
Paarungen: Württemberg – Bremen, Bayern – Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz – Baden, Thüringen – Schleswig-Holstein.
Mit einem Sieg gegen Bremen ist Württemberg Meister. Bei einem 2:2 kann Rheinland-Pfalz die Württemberger nicht mehr einholen; nur Baden könnte mit einem 4:0 gegen Rheinland-Pfalz noch vorbeiziehen bzw. mit 3½:½ gleichziehen (dann entscheidet die Sonneborn-Berger-Wertung). Verliert Württemberg, wird der Sieger aus Rheinland-Pfalz gegen Baden Meister; endet auch dieses Duell remis, entscheiden die Brettpunkte. Bei einem Remis im Duell Rheinland-Pfalz – Baden stehen beide sicher auf dem Podest.
Alle Ergebnisse auf chess-results.com: Gruppe 65+ | Gruppe Ü50
(wcp)
// Archiv: DSB-Nachrichten - Senioren // ID 11795