Referat Seniorenschach // Nachrichten

22. Rheinland-Pfalz-Senioren-Open startet mit Rekordbeteiligung

13.08.2025
Mit einer Rekordbeteiligung von 97 Teilnehmenden wurde das 22. Rheinland-Pfalz-Senioren-Open eröffnet. Schachspielerinnen und Schachspieler aus verschiedenen Ländern, von den Faröer-Inseln bis zur Schweiz, nehmen in diesem Jahr teil und sorgen für ein besonders internationales Flair.

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IM Dieter Morawietz und GM Nikolay Legky erfolgreich beim internationalen Arber-Schachfestival

13.08.2025
133 Teilnehmer waren vom 2. bis 10. August im schönen Bodenmais in Niederbayern zu Gast und kämpften um die Punkte beim Arber-Schachfestival. Namensgeber ist der mit 1455 m höchste Berg des Böhmerwaldes, nordöstlich von Bodenmais gelegen. Doch wie entstand das Festival? Ich leitete damals eine Bayerische Einzelmeisterschaft in Regensburg. Zum Rahmenprogramm gehörte eine kleine Schifffahrt auf der Donau. Hier sagte mir der Teilnehmer Michael Müller: „Hallo Wolfgang, ich habe eine Halle. Wir könnten dort ein Schach-Open machen. Wie geht das?“ Daraus und den folgenden Gesprächen erwuchs das erste Arberschach-Open in Bayerisch Eisenstein. Mittlerweile ist das Schachfestival fest in der Schachszene angekommen. In diesem Jahr wurde der Staffelstab von Michael Müller an Wolfgang Fiedler übergeben. Lange Jahre hatten die Familie Müller und viele Helfer das Schachfestival aktiv begleitet. Im Open dominierte ganz klar IM Dieter Morawietz und trug den Sieg davon - gefolgt von CM Guillaume Garde aus Frankreich und FM Adrian Clemens aus Holland.

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IM Jean-Luc Roos aus Frankreich gewinnt die 10. offene Baden-Württembergische Senioreneinzelmeisterschaft

4. - 12. Juli 2025 in Bad Herrenalb

30.07.2025
Es ist geschafft! Bei einer hohen Beteiligung – es spielten 144 Schachfreundinnen und Schachfreunde – ist diese gemeinsame Meisterschaft der noch beiden getrennten Schachverbände harmonisch und spannend zu Ende gegangen. Durch die Bye-Remis-Regelung und verschiedene Ereignisse wie z.B. Bandscheibenprobleme waren zum Höchststand 70 Bretter besetzt. Wie auch im letzten Jahr gab es ein super spannendes Finale und knappe Entscheidungen. Vor der letzten Runde gab es mit Jean-Luc Roos und Thomas Witke zwei Spitzenreiter mit 6,5 Punkten, aber verfolgt von 7 weiteren Spielern mit 6 Zählern. Ein schnelles Remis am Spitzenbrett ermöglichte es diesen, aufzuschließen. Das nutzen auch drei Sieger, so dass am Ende 5 Spieler punktgleich einliefen. Ob Jean-Luc Roos schon vorausschauend rechnete, dass er am Ende bei Buchholz-Gleichheit in der zweiten Feinwertung vorne liegen wird? Gute Schachspieler sollen ja so vorausschauend sein, vielleicht …

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Boris Kargoll und Ralph Kahe sind Seniorenmeister von Sachsen-Anhalt

Ralph Kahe gewinnt auch den Titel im Blitzschach

17.07.2025
Vom 7. bis 13. Juli fanden in Magdeburg die Landeseinzelmeisterschaften der Senioren von Sachsen-Anhalt statt. Austragungsort für den für alle Spieler ab 50 Jahre offenen Wettbewerb war das Maritim-Hotel, wo auch der DSB schon zahlreiche Schachturniere durchgeführt hat. Bei den Jungsenioren (ab 50 Jahre) waren 60 Spieler am Start, darunter auch sieben Frauen. Im Turnier für Spieler ab 65 Jahre gingen 116 Teilnehmer in den siebenrundigen Wettkampf. Angesichts starker Konkurrenz von Spielern aus nicht-sachsen-anhaltinischen Vereinen, war nicht unbedingt damit zu rechnen, das die neuen Landesmeister auch Platz eins in den Turnieren belegen würden. So kam es dann auch. Im Turnier 50+ gelang dem neuen Titelträger Boris Kargoll immerhin auch Platz zwei im Gesamtklassement. Schwerer hatte es der Magdeburger Ralph Kahe im Turnier 65+. Sein siebter Platz reichte ihm zum Landesmeistertitel. In der Blitzmeisterschaft, die am 10. Juli durchgeführt wurde, erreichte er Platz vier, was ihm ebenfalls den Titel für den Landesschachverband Sachsen-Anhalt einbrachte.

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Provinzposse in Fraktur

26.06.2025
Ein Nachtrag zur Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaft. Im Blog des freien Journalisten Thorsten Cmiel wird der Eindruck erweckt, die im Vergleich zum Vorjahr geringe Beteiligung (205 Spielerinnen und Spieler) in Bad Neuenahr sei – Zitat – einer „Provinzposse“ geschuldet gewesen, die der DSB ausgelöst habe. Ein zuerst erstellter Flyer der lokalen Organisatoren zum Turnier sei „vom Deutschen Schachbund vor allem wegen der Verwendung einer Schriftart nicht akzeptiert“ worden. „Dessen später Ersatz in der Produktion“ habe „längere Zeit ein Informationsvakuum erzeugt“.

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Nach der Senioren-Einzelmeisterschaft - ist vor der Senioren-Mannschaftsmeisterschaft

20.06.2025
Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde, die Meister/-innen sind gekürt. Britta Leib vom SC Agon Neumünster und Hans Wagner vom SC Stein 1998 dürfen sich jetzt Seniorenmeister/-in des DSB 50+ nennen, ebenso wie Annett Wagner-Michel vom SC Rotation Pankow und Yuri Boidman vom SC Heimbach-Weis/Neuwied Seniorenmeister/-in des DSB 65+. Im neu renoviertem Steigenberger-Kursaal Bad Neuenahr verlebten die Teilnehmenden eine gut organisierte Deutsche Seniorenmeisterschaft unter der letztmaligen Leitung von Wolfgang Block und seinem Team. Gedankt wurde es ihm von DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach, die es sich nicht nehmen ließ, ihn persönlich nach vielen Jahren des Engagements für den deutschen Schachsport mit einem Buchpräsent zu verabschieden.

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Deutsche Seniorenmeisterschaften im wiederhergestellten Kurhaus Bad Neuenahr

10.06.2025
Nach elf Jahren kehren die morgen startenden Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaften nach Bad Neuenahr-Ahrweiler zurück. Wie 2014 ist das Kurhaus der Austragungsort. Das Haus wurde bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 schwer beschädigt. Das Gebäude hielt zwar den Wassermassen stand, aber das Erdgeschoss wurde komplett zerstört, die oberen Etagen blieben zum Glück unversehrt. Die Steigenberger-Gruppe entschloss sich zu einer umfassenden Modernisierung, die nach rund drei Jahren abgeschlossen wurde. Am 1. Juni 2024 öffnete das Kurhaus wieder. Gottfried Schumacher, selbst langjähriger Teilnehmer der Meisterschaften und aktuell im Orgateam, fasste die Ereignisse in einem Grußwort zusammen: "Freuen Sie sich auf eine schöne Sommerzeit im neuen Gewand unseres Kurhauses! [...] Ich [konnte] mich [selbst] überzeugen, alles ist angerichtet in edler Atmosphäre. Dennoch ist noch nicht alles perfekt aufgebaut nach der verheerenden Flutkatastrophe vom Juli 2021, das Stadtbild sieht wieder gut aus, nicht überall wie gewünscht, aber die Infrastruktur hinsichtlich städtischen Lebens funktioniert wieder. Machen Sie sich auf den Weg vieles Spannendes zu entdecken."

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Wolfgang Cleve-Prinz neuer Seniorenschach-Referent: "Es darf nicht sein, dass diese große Gruppe nicht repräsentiert wird."

Als er das Drama um die Wahl beim Bundeskongress um die Nachfolge von Wolfgang Block live verfolgte, fiel der Entschluss des Funktionärs aus dem Westerwald: Das muss ich machen!

07.06.2025
Das Drama beim Bundeskongress in Paderborn verfolgte er live – bei SchachdeutschlandTV. Erst fiel bei der Wahl zum Referenten für Seniorenschach Wolfgang Fiedler durch, dann auch noch der per Telefon mobilisierte Gerhard Meiwald. Also: Kein Nachfolger für den scheidenden Wolfgang Block, dem das Präsidium noch einmal großen Dank für seine verbindende und erfolgreiche Arbeit aussprach. Wolfgang Cleve-Prinz schüttelte vor dem Computerschirm den Kopf, ein wenig fassungslos, dachte nach – und kam zu dem Entschluss: „Es darf nicht sein, dass eine solch große Gruppe im Deutschen Schachbund nicht repräsentiert wird.“ Rund ein Drittel aller DSB-Mitglieder sind schon im Seniorenbereich zu verorten – mancher fühlt sich zwar noch nicht so, aber der Pass sagt was anderes. Cleve Prinz, Jahrgang 1956, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, besprach sich mit seiner Frau, Mittwoch versandte er die Bewerbung – und seit Freitag hat er es schriftlich vom Präsidium des DSB: Er ist neuer Seniorenreferent, erstmal kommissarisch. „Herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft, diese Position zu übernehmen“, kabelte DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach in den Westerwald, „ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit!“

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Jewgeni Schewelewitsch gewinnt die offene Hamburger Senioreneinzelmeisterschaft 50+

06.05.2025
Vom 1. bis zum 4. Mai veranstaltete der Hamburger Schachverband seine offene Senioreneinzelmeisterschaft der über 50-Jährigen. 39 Spieler, davon ein Fünftel von außerhalb Hamburgs, spielten ein siebenrundiges Schweizer System, das mit einem Fotofinish endete und erst mit der Zweitwertung entschieden wurde. Mit 5,5 Punkten gewann IM Dr. Jewgeni Schewelewitsch vom Hamburger SK. Ebenfalls 5,5 Punkte erreichte IM Uwe Kersten von den Schachfreunden Wolfhagen, der aber 1,5 Buchholzpunkte weniger aufwies. Der Vorjahressieger FM Dr. Hauke Reddmann vom SK Wilhelmsburg konnte den Titel nicht verteidigen und wurde Dritter. Alle drei Titelträger landeten damit vorne und trennten sich untereinander ungeschlagen. Auf dem 4. Rang kam mit 5 Punkten Samuel Wiethüchter vom Hamburger SK, Fünfter wurde Andreas Pittelkow mit 4,5 Punkten, ebenfalls vom Hamburger SK.

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Ulrich Nehmert gewinnt glanzvoll Seniorenturnier in Bad Soden-Salmünster

05.05.2025
In einem neunrundigen Turnier alle Partien zu gewinnen gelingt Schachspielern nur sehr selten. FIDE-Meister Ulrich Nehmert hat dieses Kunststück am 20. April bei einem Turnier des Senioren-Förderkreises des DSB vollendet und den Zweitplatzierten um unglaubliche 2½ Punkte distanziert. Neun Tage lang kämpften 26 Spieler (65 Jahre und älter) in der hessischen Kleinstadt Bad Soden-Salmünster (nicht zu verwechseln mit dem 78 km entfernten Bad Soden am Taunus) um Punkte, Geld- und Sachpreise. Die Bedenkzeit war mit 130 Minuten für die gesamte Partie und zusätzlich 30 Sekunden pro Zug ungewöhnlich. Ob die Bedenkzeit dem späteren Turniersieger entgegen kam, wissen wir nicht. Auf jeden Fall war der Wiesbadener Nehmert nach Elo ein so großer Favorit, das seine Wahrscheinlichkeit auf einen vollen Punkt auf das ganze Turnier gerechnet bei 86% lag! Aber 86% bedeutet bei neun Runden auch "nur" 7½ bis 8 Punkte. Es wurden schließlich sogar 9 Punkte für den 11-fachen BRD-Nationalspieler (1972/73) - und dieser kapitale Vorsprung vor dem Zweiten Jürgen Döserich.

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"Die Engländer waren halt besser." EM-Silber für deutsches Senioren-Team

Keine Chancen gegen Michael Adams und Co. in Polen - aber trotzdem die anvisierte Medaille bei der Ü50 für Klaus Bischoff, Frank Holzke, Uwe Bönsch, Raj Tischbierek und Matthias Kribben

14.04.2025
Am Ende gab es nochmal die Titelchance. Aufgrund des sehr kleinen Teilnehmerfeldes ließen die Veranstalter von der Europäischen Schachvereinigung ECU für die Senioren-Team-EM im polnischen Swidnica in Runde acht und neun nochmal die beiden Top-Favoriten gegeneinander antreten. Team Germany gegen England 1. Zwei direkte Duelle um den Titel. Die deutschen GM Klaus Bischoff (an Brett eins gegen GM Michael Adams), GM Frank Holzke, GM Uwe Bönsch und GM Raj Tischbierek, samt Ersatzspieler Dr. Matthias Kribben, schnupperten in mehreren Partien am Sieg – aber letztlich reichte es nur zu einem 1:3 und einem 2:2. Damit blieb dem deutschen Team die Silbermedaille. „Es war eng, wir hatten auch eine Chance - aber die Engländer waren halt besser“, sagt Uwe Bönsch. „Man muss ehrlich sein“, so Klaus Bischoff, „es wäre eine Schmach gewesen, wenn wir bei diesem Turnier nicht mindestens Zweiter geworden wären.“

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Deutsches Senioren-Derby: Ein Traditionsturnier stirbt

27.03.2025
Seit vielen Jahren findet in der Lüneburger Heide das "Senioren-Derby" statt. Es ist gedacht für Spieler und Spielerinnen, die im jeweiligen Jahr ihr 60. Lebensjahr vollenden. Als dieses Turnier seinerzeit aus der Taufe gehoben wurde, war es für fast alle Teilnehmer das erste Seniorenturnier überhaupt. Es war etwas Neues und diente deshalb zugleich dem gegenseitigen Kennenlernen. Zahlreiche Schachfreundschaften wurden im Laufe der Zeit dabei geschlossen.

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Fernschach-Exweltmeister Fritz Baumbach gewinnt Nestorenturnier in der Lüneburger Heide

26.03.2025
In dem kleinen niedersächsischen Ort Undeloh, rund 54 Autokilometer südlich von Hamburg, fand vom 19. bis 25. März das dritte Nestorenturnier für die Jahrgänge 1950 und älter statt. Ausgerichtet wurde das DSB-Turnier vom Förderkreis der Senioren im DSB, einem Verein, der sich der finanziellen Unterstützung hilfsbedürftiger Schachsenioren verschrieben hat. Fünfzig Spielerinnen und Spieler 75 Jahre und älter waren in das Heidedörfchen in idyllischer Umgebung gekommen. Fünf von ihnen gehörten der Altersklasse 90+ an, konnten mithin schon auf mindestens 90 Lebensjahre zurückblicken. Es ist schon erstaunlich, dass diese "Super-Senioren" nicht nur ein solch anspruchsvolles Turnier in Angriff nehmen, sondern dabei auch noch mit respektablen Erfolgen aufwarten können. Einem von ihnen, dem früheren Fernschach-Weltmeister und FM Dr. Friedrich Baumbach vom SC Friesen Lichtenberg Berlin, gelang es sogar, das Turnier mit satten 6 Punkten aus 7 Runden zu gewinnen. Man kann vor dieser Leistung nur den Hut ziehen!

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