5. Mai 2026
Vorneweg: Das Wetter in Kärnten ist gut, 25 Grad, Sonne – und die Atmosphäre passt dazu. Ganz im Sinne des Mitropa-Cups, der vor 50 Jahren (damals in Innsbruck) als „völkerverständigende Maßnahme in Mitteleuropa“, wie es DSB-Delegationsleiter Bernd Vökler nennt, aus der Taufe gehoben wurde. „Eine Idee, die durchaus hier auch gelebt wird“, sagt der Bundesnachwuchstrainer zum aktuellen Turnier im österreichischen St. Veit. Die fast durchweg sehr jung besetzten Teams im Kunsthotel Fuchspalast sind in intensivem Austausch, es werden Schach-Freundschaften gepflegt. So soll es sein. Sportlich ist die Lage aus deutscher Sicht als durchwachsen zu bewerten. Das Männerteam unterlag in der dritten Runde Frankreich mit 1:3, man sei „im Grunde chancenlos“ gewesen, so Vökler: „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht gegen eine Mannschaft, die allerdings auch deutlich stärker besetzt war. Da muss man nur auf die Elo-Zahlen schauen.“ Drei Runden mit nur einem Sieg und einem Unentschieden – die Konkurrenz ist schon weit enteilt. Vökler erwartet eine Leistungssteigerung: "Da geht mehr." Spielertrainerin Josefine Safarli vermeldet aber aus dem Frauenteam hingegen, sie sei „mehr als zufrieden. Die Spielerinnen machen das wirklich sehr gut“. Fünf Punkte, ebenso erfolgreiche wie die Ukraine, die für Ungarn (sagte aus Termingründen ab) nachgerückt ist. In seiner Analyse nach drei Spieltagen konzentriert sich denn auch Bernd Vökler erstmal auf die Frauen, bei denen Safarli bisher auf einen eigenen Einsatz verzichtet hat - womit der Alterschnitt deutlich unter 18 Jahren liegt. (mw/bv)
Dora Peglau spielt souverän und stark am ersten Brett. Höhepunkt war bisher der Sieg über Manon Schippke, die statt 23. Lxf6 mit Vorteil, auf 23. Lf1? verfiel.
Wo ist der Haken in der Variante 23. … Dd5 24. Dxd5 Sxd5 25. Lb5 Te5 26. f4!! +-?
Lisa Sickmann hadert ein wenig mit der Chancenverwertung. Sollte sie irgendwann mal ihre Plus-3-Stellungen in volle Punkte verwandeln, nicht auszudenken.
Helena Neumann gibt ihr internationales Debüt in der Nationalmannschaft. Dafür agiert sie bisher umsichtig und gut vorbereitet. Folgender kleiner Trick ist nur eine Fingerübung.
Weiß zieht und gewinnt.
An Brett 4 spielt Tamila Trunz. In Deutschland beobachten wir auch bei ihr das übliche Auf und Ab. Hier hingegen gibt es bisher nur eine Richtung; bergauf! Mit 2,5 aus 3 hat sie ganz gut Punkte gesammelt. Die Stellungen dazu liegen jedoch meist im undurchsichtigen bis schlechteren Bereich. Solange jedoch noch ein Matt möglich ist, Tamila kitzelt es heraus.
Wie beginnt die weiße Attacke?
Nach ein paar Zügen in voller beidseitiger Zeitnot kam welcher Gewinnzug?
Österreichischer Schachbund | Ergebnisse bei Chess-Results: Offenes Turnier, Frauenturnier | Live-Partien: Lichess, Chess
// Archiv: DSB-Nachrichten - Nationalmannschaft // ID 11746