25. September 2026
Samarkand, 25. September 2026. Nach der starken Serie der vergangenen Runden hat die deutsche Nationalmannschaft in Runde neun der Schacholympiade die zweite Niederlage des Turniers hinnehmen müssen – nach dem 1:3 gegen China in Runde sechs nun ein 1,5:2,5 gegen Weltklasse-Gegner Indien. Dabei lief es über weite Strecken des Nachmittags durchaus vielversprechend für das Team von Bundestrainer Jan Gustafsson. Auch die deutschen Frauen mussten sich Indonesien knapp mit 1,5:2,5 geschlagen geben.
Vincent Keymer, Matthias Blübaum und Frederik Svane teilten sich die Punkte mit Praggnanandhaa, Arjun Erigaisi und Nihal Sarin – an drei Brettern hielt Deutschland damit gut mit einer der stärksten Mannschaften des Turniers mit. Am vierten Brett hatte Alexander Donchenko, der für den pausierenden Rasmus Svane ins Team zurückgekehrt war, gegen Weltmeister Gukesh sogar lange Zeit die besseren Karten und hatte die Partie über weite Strecken im Griff. Am Ende ließ er die gute Ausgangslage jedoch unglücklich aus der Hand gleiten und musste sich geschlagen geben.
Damit hat Deutschland im bisherigen Turnierverlauf gegen alle vier vor ihnen gesetzten Teams gespielt – USA, China, Usbekistan und nun Indien – und dabei zweimal gewonnen (USA, Usbekistan) und zweimal verloren (China, Indien).
Auch für die deutschen Frauen verlief der Nachmittag nicht nach Wunsch. Gegen das formstarke Überraschungsteam Indonesien setzte sich Dinara Wagner zwar gegen Diajeng Theresa Singgih durch, Elisabeth Pähtz und Jana Schneider mussten sich jedoch geschlagen geben. Lara Schulze rettete mit einem Remis einen weiteren halben Punkt.
Zwei Niederlagen an einem Tag – nach der Serie ohne Rückschlag ein spürbarer Dämpfer. Zwei Runden bleiben beiden deutschen Teams bei dieser Olympiade in Samarkand, um noch einmal anzugreifen.
// Archiv: DSB-Nachrichten - Nationalmannschaft // ID 37174