Abschlussbericht

Am Sonntag ging die Deutsche Frauen-Einzelmeisterschaft im Schach zu Ende. Neun Tage lang ermittelte der Deutsche Schachbund seine Meisterin. Mit Partiedauern bis zu fünf Stunden pro Tag hatten die 22 Spielerinnen im Stadthallenrestaurant Rondeau in Hockenheim ein Mammutprogramm. Das Turnier, das dieses Jahr von der Karpow-Schachakademie Rhein-Neckar durchgeführt wurde, findet alle zwei Jahre statt.

Vor der Schlussrunde hatten noch drei Spielerinnen Chancen auf den Deutschen Meistertitel. WIM Polina Zilberman aus Heidelberg führte mit einem halben Punkt Vorsprung vor WIM Nellya Vidonyak und WFM Brigitte von Herman (Berlin). Ob Vidonyak ihren kleinen Heimvorteil – sie spielt für den SV 1930 Hockenheim – verwerten könnte?

Durch ein Remis in der letzten Runde und insgesamt 6,5 Punkten landete letztlich WIM Polina Zilberman auf dem 1. Rang. Als einzige Spielerin blieb sie ohne Partieverlust. Die neue deutsche Meisterin spielt für den Neu-Bundesligisten Schachfreunde Heidelberg-Handschuhsheim.

Zweite wurde mit besserer Feinwertung und 6 Punkten Jenny Leveikina aus Herne knapp vor WFM von Herman.

Zur Siegerehrung lobten die Teilnehmerinnen einmal mehr die Veranstaltung. Ihren Schiedsrichter und Betreuer Markus Keller und das Gastronomenehepaar Schneider vom Stadthallenrestaurant Rondeau bedachten sie mit Geschenken. Für die Zukunft erwarten die Teilnehmerinnen eine weitere stärkere Beteiligung der deutschen Spitzenspielerinnen. Bereits jetzt war das Turnier mit drei Internationalen und drei FIDE-Meisterinnen besser besetzt als in den Vorjahren.

Mit Reden des Vorsitzenden der Karpow-Schachakademie Dieter Auer, der Vertreterin des Titelsponsors Stadtwerke Hockenheim, Martina Schleicher, und der Preisübergabe endete die Meisterschaft harmonisch.

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