Deutscher Schachbund

Der Deutsche Schachbund (DSB) ist die Dachorganisation der Schachspieler in Deutschland. Er ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund und im Weltschachverband FIDE. Der DSB hat derzeit etwa 89.000 Mitglieder in 2.400 Vereinen und gehört damit zu den größten Schachverbänden der Welt. Die DSB-Geschäftsstelle befindet sich in Berlin.

Der DSB besteht aus 17 Landesverbänden, dem Deutschen Blindenschachbund, der Vereinigung für Problemschach (Schwalbe), dem Deutschen Fernschachbund und dem Verein Schachbundesliga. Die Deutsche Schachjugend ist die Jugendorganisation des Deutschen Schachbundes. Hier finden Sie unsere Ansprechpartner und hier geht es zur DWZ-Abfrage.


Mit der Auflösung des Monats Juli ist die siebte von insgesamt zwölf Runden unseres Quizzes zum Lasker-Jahr beendet. Trotz des fünftheißesten Julimonats in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen mit Temperaturen von bis zu 38 Grad, warfen sich auch die Quizteilnehmer mächtig ins Zeug und brüteten über den Fragen unseres Historie-Experten Dr. Michael Negele.

Am 2. August ging es für mich und Wilfried Bode, dem Trainer des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbundes DBSB, nach Dresden zur Deutschen Einzelmeisterschaft. Nachdem ich in Sofia ein ordentliches Turnier gespielt hatte, war ich relativ zuversichtlich, auch dort spannende Partien spielen zu können.


In rund zwei Wochen ist es soweit. Der Deutsche Schachbund schreibt über einen Zeitraum von drei Monaten bis Ende November den Lasker-Tag des Schachs aus. Jeder Bewerber, egal ob Schulschachgruppe oder Schachverein, bekommt für seine Veranstaltung ein Lasker-Set spendiert - bestehend aus Plakat, Postkarte, Medaille und der Sonderausgabe der Schachzeitschrift Karl. Und das Ganze natürlich stilecht passend zum Lasker-Jahr mit dem Konterfei des einzigen deutschen Schachweltmeisters. Im Karl-Sonderheft dreht sich natürlich auf 68 Seiten auch alles um Emanuel Lasker.

In tiefer Trauer nimmt das NATO-Schachteam der Bundeswehr Abschied von unserem Kameraden und Kollegen

Internationaler Meister Lorenz Maximilian DRABKE

Er war seit 2004 Angehöriger der Bundeswehr und seitdem fester Bestandteil unseres Teams. Von den seit 2004 stattgefundenen fünfzehn NATO-Schachmeisterschaften stand er dreizehn Mal im Team und gewann mit uns elf Mannschaftsmeisterschaften. In der Einzelwertung errang er viermal den Titel. Durch seine herausragenden schachsportlichen Leistungen trägt er einen maßgeblichen Anteil am Gesamterfolg der deutschen Mannschaft.

Beim am vergangenen Sonntag in Dresden beendeten German Masters überraschte eine 18-Jährige die Konkurrenz der besten schachspielenden Frauen Deutschlands. Fiona Sieber gehört als Zehnte der deutschen FIDE-Eloliste zwar selbst zu ihnen, war aber für das Turnier in der Elbmetropole für Marta Michna nachgerückt.
Fiona startete mit Siegen gegen Hanna Marie Klek und Melanie Lubbe spektakulär, verlor in Runde drei gegen Josefine Heinemann kurz die Spitze, legte aber mit einem Sieg gegen Filiz Osmanodja gleich wieder nach.

Nach ihrem Triumph in Dresden führten wir mit Fiona Sieber ein Interview.

Die Berlinerin Brigitte Burchardt, die in ihrer Karriere schon zahlreiche Titel bei den Frauen und Männern(!) sammeln konnte, hat im norwegischen Drammen ihrem Trophäenschrank ein weiteres Stück hinzufügen können. In der Kategorie 50+, einem Rundenturnier mit neun Spielerinnen erreichte sie sehr gute 6½ Punkte und wurde Senioren-Europameisterin. Herzlichen Glückwunsch!

Die Silbermedaille ging überraschend auch nach Deutschland. Olga Birkholz, die seit Mai 2017 Ausbildungsreferentin im Deutschen Schachbund ist, erreichte Platz zwei trotz der Niederlagen gegen die beiden Berlinerinnen. Ebenfalls herzlichen Glückwunsch!

Annett Wagner-Michel (das ist die zweite Berlinerin), blieb der Sprung auf das Podest verwehrt. Nach einer überraschenden Startniederlage blieb sie aber fortan ungeschlagen und wurde Vierte.

Josefine Heinemann hat sich wohl nie träumen lassen, jemals nochmal die Chance auf Platz 1 oder 2 zu bekommen - und machte ihre Partie mit Ketino Kachiani-Gersinska schnell remis. Doch an den Nachbarbrettern tat sich Wundersames. Die führende Fiona Sieber stand nach 27. Sc1 plötzlich auf Verlust gegen Sarah Hoolt. Und die auf Platz zwei liegende Melanie Lubbe hatte spätestens nach 18. ... Dc7 auch eine abbruchreife Stellung gegen Filiz Osmanodja. Doch am Ende hatten das Führungstrio Glück oder Pech - je nachdem wie man es sieht: an den Plazierungen änderte sich nichts mehr. Sieber vor Lubbe und Heinemann. Herzlichen Glückwunsch an die hervorragende Fiona Sieber! Und natürlich auch an die beiden Damen die ihr so knapp nach Wertung unterlagen, aber beherzt um den Turniersieg mitkämpften.

Dank des Sieges ihrer punktgleichen Kontrahentin Melanie Lubbe gegen die führende Josefine Heinemann hat Fiona Sieber wieder die Tabellenführung in Dresden übernommen. Dazu mußte sie allerdings auch erst einmal mit Schwarz gegen die elostärkste Teilnehmerin Zoya Schleining gewinnen.

In der heutigen letzten Runde, die um 10 Uhr beginnt, kann Sieber den größten(?! - nach oder vor dem U16-EM-Titel 2016) Erfolg ihrer noch jungen Schachkarriere vollenden. Da sie gegen die punktgleiche Mitbewerberin um den Turniersieg, Melanie Lubbe, gewonnen hatte, muß sie nur mindestens genauso viele Punkte holen wie Lubbe. Aber da wäre ja auch noch Josefine Heinemann, die einen halben Punkt dahinter auf Ausrutscher der Beiden lauert.

Der Kampf um die Deutsche Meisterschaft 2018 war das erwartet spannende Duell zwischen den Großmeistern Hagen Poetsch und Rainer Buhmann. Poetsch hatte die etwas leichtere Aufgabe und zudem die weißen Steine. Doch was heißt das schon, denn beide Titelanwärter gingen mit leichtem Nachteil in das Mittelspiel. Während Buhmann diese schwierige Phase gut meisterte, wollte Poetsch heute nichts gelingen. Folglich fuhr sein Gegner den ganzen Punkt ein. Buhmann hatte zu diesem Zeitpunkt bereits das Zepter fest in der Hand und brachte die Partie siegreich zu Ende. Die Meisterschaft war entschieden. Herzlichen Glückwunsch an Rainer Buhmann!

Bei Ketino Kachiani-Gersinska, der German-Masters-Siegerin von 2016, läuft es überhaupt nicht. Gestern geriet sie ziemlich schnell gegen Melanie Lubbe in Nachteil und liegt nach der Niederlage abgeschlagen auf dem letzten Platz. Ihre Gegnerin schloss dagegen zu den führenden Josefine Heinemann und Fiona Sieber auf. Dieses Trio wird den Turniersieg in den letzten beiden Runden heute und morgen wohl unter sich ausmachen.

Hier kann man die alte Webseite aufrufen, die bis Ende 2017 aktiv war.

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