Da ist diese Lücke. Frei nach dem Roman von Roman Meyerhoff könnte man sagen: Es ist keine entsetzliche Lücke – aber sie ist eben da. Die Analyse rund um das Frauen- und Mädchenprojekt von DSB und DSJ habe unter anderem ergeben, „dass wir zu viele gute Spielerinnen im Alter um die 14 Jahre verlieren“, sagt Paul Meyer-Dunker, Präsident des Schachbundes: „Das ist bei den Jungs anders.“ Es gibt die Talente – aber zu wenige. Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler ergänzt: „Die hohe Aufgaberate bei den Mädchen ist unsere Schwachstelle. Es kommt aktuell zu wenig nach mit Blickrichtung Frauen-Spitzenbereich.“ Die große Frage nun: Wie kann der DSB es schaffen, eine Leistungssport-Kultur im Mädchenschach zu implementieren? „Je später wir anfangen, desto schlechter“, sagt Meyer-Dunker, „also fangen wir früh an. Uns geht es um die U6 bis U12.“ Damit sind wir beim Projekt Girls Next Generation.