Seniorenschach

Die Senioren spielen ihre eigenen Meisterschaften aus. Zuständig ist die Seniorenkommission unter der Leitung von Wolfgang Block.

Referent für Seniorenschach: Wolfgang Block
02273-9386842
01590 1712451
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Aktuell im Fokus

Freitag, 14.08.2020

32. Deutsche Senioren-Einzelmeisterschaft 2020

Magdeburg

Maritim Hotel Magdeburg, Otto-von-Guericke-Str. 87, 39104 Magdeburg

einschl. 26. Deutsche Senioren-Blitzeinzelmeisterschaft am 16.08.2020, 16.30 Uhr
sowie 26. Deutsche Schnellschach-Einzelmeisterschaft der Senioren am 18./19.08.2020, jeweils 16.30 Uhr

Turnier 50+:  Frauen und Männer bis Jahrgang 1970
Turnier 65+:  Frauen und Männer bis Jahrgang 1955

Turnierseite

Info: Wolfgang Block
Graf-Berghe-von-Trips-Ring 58, 50169 Kerpen
02273-9386842, 01590 1712451
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Fünf Tage vor dem bedeutendsten Schachereignis des DSB im Jahr 2020, dem Deutschen Schach-Meisterschaftsgipfel im Maritim-Hotel in Magdeburg, endete die 28. Offene Landeseinzelmeisterschaft der Senioren des Landes Sachsen-Anhalt an gleicher Austragungsstätte.

Die Begriffe Pilotveranstaltung oder Generalprobe erscheinen durchaus angebracht, standen doch der Landesschachverband Sachsen-Anhalt und die Hotelleitung vor der Herausforderung, ein mit immerhin 70 aktiven Teilnehmern großes Schachturnier unter Corona-Bedingungen zu bewältigen. Im Résumé ist zunächst festzustellen, dass alle Teilnehmer sich sehr diszipliniert an die Hygieneregeln gehalten haben.

Das Turnier wurde von Anfang an von Dr. Marco König (Aufbau Elbe Magdeburg) beherrscht. Er legte gleich mal 5 Punkte aus den ersten 5 Runden vor und konnte gegen Mitkonkurrenten gewinnen. Eine wichtige Vorentscheidung fiel in Runde 3, in der er sich der Angriffsbemühungen des DWZ-Besten, Dr. Gerhard Köhler (USV Halle), erfolgreich erwehren konnte und mit Schwarz gewann. Das Glück des Tüchtigen stand ihm in Runde 4 gegen Dr. Hans-Joachim Hofstetter (SK 1933 Bad Neustadt) beiseite. Der Sieg in der 5. Runde gegen das Urgestein Werner Szenetra (SV Berenborstel) war sehr überzeugend. Mit dem notwendigen Respekt des Führenden gelangen ihm in den beiden letzten Runden zwei Kurzremis, und der Turniersieg war gesichert. Gleichzeitig wurde Marco König damit Landesmeister Sachsen-Anhalt der Senioren 50+ des Jahres 2020.

Am kommenden Montag beginnt in Magdeburg ein Experiment: Zum ersten Mal seit langen Wochen findet auf deutschem Boden ein herkömmliches Schachturnier von überregionaler Bedeutung statt! Es geht zunächst um die Offene Senioren-Meisterschaft des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt, zu der sich rd. 70 Teilnehmer angemeldet haben. Das Turnier findet unter besonderen Hygieneregeln statt, die sich wie alle anderen wichtigen Informationen auf der Turnierseite finden lassen.

In der Woche darauf startet der mit großer Spannung erwartete Meisterschaftsgipfel, der zahlreiche deutsche Spitzenspielerinnen und Spieler an die Bretter bringt und unter normalen Bedingungen ein besonders hohes Maß an öffentlicher Wahrnehmung gefunden hätte. Im Rahmen dieses Gipfels findet auch die diesjährige Deutsche Meisterschaft der Senioren und Seniorinnen statt. Hierfür haben sich bisher rd. 225 Aktive angemeldet.

Das Präsidium des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt hat am Samstag beschlossen, das Turnier vom 3.-9.8.2020 in Magdeburg durchzuführen. Auch seitens des Hotels "Maritim" gibt es eine klare Befürwortung. Seitens des Hotels besteht (verständlicherweise) sehr großes Interesse, uns als Gäste begrüßen zu können. Es wurde ein sehr gutes Sicherheits- und Hygienekonzept erarbeitet, welches unsere Verhaltensweisen im Hotel regelt. Man will uns auch einen ausreichend großen Spielsaal zur Verfügung stellen.

Unsere Landesregierung hat in ihrer neuen Verordnung viele Erleichterungen beschlossen, die ab 2.7.20 gelten. Natürlich steht in einer solchen Verordnung nicht explizit, ob und unter welchen Auflagen das Schachspielen erlaubt ist. Eine entsprechende Anfrage an die Gesundheitsbehörde wurde durch unseren Geschäftsführer des LSV getätigt. Wir rechnen mit einer recht schnellen Antwort.

Im Alter von 79 Jahren hat uns unser Freund Bernhard Krüger verlassen.
Ich (Gerhard Meiwald/Red.) kannte Bernhard schon lange bevor er 2014 zu uns in den Kreis der Seniorenreferenten kam, als Nachfolger von Hajo Gnirk.

2008 bei der Seniorenmeisterschaft in Erfurt verabredeten wir uns, noch im gleichen Jahr bei der Schacholympiade in Dresden ein gemeinsames Quartier mit seinen Grunbacher Schachfreunden zu bewohnen. Seit dieser Zeit sind wir uns immer wieder bei den Seniorenturnieren begegnet. Ein bisschen habe ich auch mitgeholfen, Bernhard davon zu überzeugen, uns als Württemberger Seniorenreferent auch in der Seniorenkommission des Deutschen Schachbundes zu unterstützen.

Als Spielerin und Mannschaftsführerin der 2. deutschen Frauenmannschaft im Wettbewerb 50+ möchte ich einige Eindrücke von der Senioren-Mannschafts-WM 2020 in Prag wiedergeben. Unsere Mannschaft war im Prinzip eine „ursächsische“. Alle Spielerinnen spielen oder spielten einmal in Sachsen in einem Verein. Daher kannten wir uns natürlich auch ganz gut.

Die vom 5.3. bis eigentlich 15.3.2020 geplante Senioren-Mannschaftsweltmeisterschaft wurde mit der siebenten Runde am Donnerstag und damit zwei Runden früher abgeschlossen.
Bereits am Dienstag, den 10.3., hatte die tschechische Regierung beschlossen, alle Veranstaltungen im Lande mit mehr als 100 Teilnehmern zu untersagen. Die Organisatoren der WM umgingen diese Vorgabe, indem sie die beiden großen Spielsäle durch das Einziehen von Trennwänden so verkleinerten, dass jeweils weniger als 100 Spieler in einem Raum-Teil anwesend waren. Weiterhin wurden die Zuschauer komplett ausgeschlossen. Am Donnerstag kam dann allerdings das endgültige Aus für die Veranstaltung, der Beginn der Runde wurde wegen einer entsprechenden Information der Turnierleitung verschoben. In jedem einzelnen Turnierraum wurde dann die Neuigkeit einzeln verkündet. Dadurch verzögerte sich der Rundenstart um bis zu einer Stunde und die für 22.00 Uhr geplante Siegerehrung erwies sich als nicht einzuhaltende Planung. Hinzu kam dann noch eine Seeschlange von 164 Zügen in einer für das Gesamtklassement wichtigen Partie. Die Siegerehrung fand auch nur unter Anwesenheit der Preisträger statt. Mehr durften wegen der 100-Personen-Regelung nicht in den Raum. Dennoch gelang es den Organisatoren, eine einigermaßen würdige Siegerehrung durchzuführen.