Das Schiedsgericht hat entschieden, das Präsidium setzt um: Frankfurt bleibt der Tagungsort.
10.04.2026
Neues in Sachen außerordentlicher Bundeskongress, zu dem DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach vom Schiedsgericht des Deutschen Schachbundes verpflichtet wurde, „unverzüglich und unter Beachtung der in § 17 II 2 der Satzung bestimmten Fristen“, wie es in dem mittlerweile vorliegenden ausführlichen Urteil heißt (siehe unten). Gleichzeitig gibt es nun seit gestern auch einen Termin für den außerordentlichen Bundeskongress, den Ingrid Lauterbach einberuft für Samstag, den 16. Mai 2026 ab 10.30 Uhr im Saalbau Volkshaus Sossenheim, Siegener Straße 22, 65936 Frankfurt am Main. Damit ist der Antrag der Landesverbände, die vor das Schiedsgericht gezogen sind, erfüllt, den außerordentlichen Bundeskongress an jenem Termin stattfinden zu lassen, an dem der Hauptausschuss stattfinden sollte. Lediglich der Ort hat sich geändert.
Weiterlesen … Außerordentlicher Bundeskongress am 16. Mai in Frankfurt/Main
25.03.2026
Am Dienstag, dem 24. März 2026, fand das Austauschforum Verbandsentwicklung des Deutschen Schachbundes statt. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über aktuelle und geplante Projekte in den Bereichen Verbandsentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Inklusion, Ausbildung, Breitenschach und Onlineschach zu informieren und dazu in den Austausch zu gehen.
Weiterlesen … Austauschforum Verbandsentwicklung: Einblicke in laufende und geplante Projekte
"Auf Verlangen einer Minderheit." Neun Mitgliedsverbände hatten den Antrag gestellt - und bekommen nun den erhofften Beschluss.
20.03.2026
Nun also doch: Es wird einen außerordentlichen Bundeskongress geben, womöglich schon im Mai. Das hat das Schiedsgericht des Deutschen Schachbunds im Eilverfahren entschieden. Geklagt hatten gegen den DSB mit seiner Präsidentin Ingrid Lauterbach neun von 22 Mitgliedsverbänden: Der Berliner Schachverband, mit seinem Präsidenten Paul Meyer-Dunker, der Badische Schachverband mit Präsident Dr. Christoph Mährlein, der Deutschen Fernschachbund mit Präsident Manfred Scheiba, der Hamburger Schachverband, vertreten durch den Vorsitzenden Klaus-Jürgen Herlan, der Schachverband Schleswig-Holstein, mit Präsident Dirk Martens, der Bayerische Schachbund mit Präsident Ingo Thorn, Präsident Michael S. Langer für den Niedersächsischen Schachverband, Daniel Meitzner für den Thüringer Schachbund und Michael Fuhr, Präsident des Landesschachbundes Brandenburg.
Weiterlesen … DSB-Schiedsgericht ordnet außerordentlichen Bundeskongress an
Präsidentin Ingrid Lauterbach: "Dieser Antrag ist zu diesem Zeitpunkt und in der Form nicht zulässig."
04.03.2026
Vor zwei Wochen hatten Jürgen Gersinska, Vizepräsident des Badischen Schachverbandes, Dirk Martens, Präsident des Schachverbands Schleswig-Holstein, Klaus-Jürgen Herlan, Vorsitzender des Hamburger Schachverbandes, Manfred Scheiba, Präsident des Deutschen Fernschachbundes und der Präsident des Berliner Schachverbandes, Paul Meyer-Dunker, einen Antrag auf Ausrichtung eines außerordentlichen Bundeskongresses im Mai gestellt. Den Antrag hat das Präsidium nun zurückgewiesen. Es bleibt dabei, dass im Mai erst einmal, wie geplant, eine Hauptausschuss-Sitzung stattfindet.
Weiterlesen … Kein außerordentlicher Bundeskongress im Mai
Vizepräsident Jannik Kiesel: "Schach ist ein faszinierendes Forschungsfeld – wir wollen Studierende und Forschende ermutigen, dieses Potenzial stärker zu nutzen"
02.03.2026
Schach wird unter dem Dach des DSB zum Forschungsthema. „Im Rahmen unseres Projekts zum Mädchen- und Frauenschach ist uns klar geworden, wie gering die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Schach insgesamt noch ist“, sagt Jannik Kiesel, der Vizepräsident Verbandsentwicklung: „Das war für mich der entscheidende Impuls, gezielt eine Forschungsförderung im Schach auf den Weg zu bringen.“ Der Deutsche Schachbund möchte auf diesem Weg die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Schachspiel stärken. Obwohl Schach in vielen Forschungsfeldern – etwa Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Sportwissenschaft, Informatik, Geschichte oder Mathematik – eine Rolle spielt, gibt es bislang nur wenige systematische Fördermöglichkeiten. Ziel des Projekts ist: Mehr Forschung im Bereich Schach ermöglichen, sichtbar machen – und Initiativen belohnen.
Weiterlesen … Schach als Wissenschaft: Neues Forschungsprojekt beim DSB
Die Landesverbände Baden, Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein und der Fernschachbund argumentieren: Hauptausschuss und Bundeskongress in einem Jahr sind zu kostenintensiv.
19.02.2026
Ende November hatten sich Ingo Thorn, Präsident des Bayerischen Schachbundes, Michael S. Langer, der Präsident des Niedersächsischen Schachverbandes und Paul Meyer-Dunker, der Präsident des Berliner Schachverbandes mit dem Präsidium des Schachbundes, vertreten durch Alexander von Gleich und Ingrid Lauterbach, auf eine Kompromisslösung verständigt. Geplant war demnach, einen DSB-Hauptausschuss im Mai und einen Bundeskongress im August (nach dem Schachgipfel in Dresden im Juli) auszurichten. Eine geordnete Amtsabgabe von Präsidentin Ingrid Lauterbach und Neuwahlen für den Kongress waren schriftlich festgehalten worden. Nun gibt es eine neue Sachlage. Fünf Antragsteller wollen aus der für den 16. Mai in Frankfurt am Main turnusmässig angesetzten Hauptausschuss-Sitzung einen Bundeskongress machen.
Weiterlesen … Nun doch früher? Antrag auf außerordentlichen Bundeskongress.
Der Vizepräsident Finanzen bekleidete seit Oktober 2024 das Amt, er war erfolgreich und beliebt - nun geht er dennoch.
17.02.2026
Er war der Mann mit den Politbüro-Wahlergebnissen. Wenn abgestimmt wurde, beim Hauptausschuss oder Bundeskongress, ja schon als er kommissarisch im Oktober 2024 ins Amt kam, versammelten sich die Delegierten hinter Alexander von Gleich. Heute erklärte der Vizepräsident Finanzen des Deutschen Schachbundes seinen Rücktritt – zu Ende März, wenn die Kassenprüfung ansteht. In seinem Rücktrittsschreiben an die Landesverbände und die anderen Präsidiumsmitglieder betonte er, dieses Amt „mit großem Engagement, Freude und Verantwortungsbewusstsein“ ausgeübt zu haben – „und dies trotz meiner erheblichen beruflichen Verpflichtungen in Deutschland sowie in den Ländern des Kaukasus und Zentralasiens.“ Der erfolgreiche Geschäftsmann aus Hamburg, ein ausgewiesener und renommierter Fachmann im Finanz- und Bankenwesen, führte fort: „In den vergangenen Monaten haben sich bedauerlicherweise unterschiedliche Auffassungen über Sachfragen, Arbeitsweise und Kommunikation im Präsidium gehäuft.“
Weiterlesen … "Unterschiedliche Auffassungen." Alexander von Gleich tritt zurück.
Danke, Matthias!
16.02.2026
Emsig wie eine Biene? Über diesen Vergleich wird sich der Mann, leidenschaftlicher Trikotsammler, der nahezu täglich in irgendeinem Schalke-Outfit in die DSB-Geschäftsstelle kam, vermutlich ärgern – schwarz-gelb sind Bienen und die Borussia aus Dortmund, die er nicht mag. Aber der Vergleich passt halt gut. Zum 28. Februar hat der Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Schachbundes, Matthias Wolf, gekündigt. Seit dem 1. August 2024 hatte er diese Position inne – und hinterließ in dieser, vergleichsweise kurzen, Zeit deutliche Spuren. Mit journalistischem Instinkt, hohem Tempo und klaren Vorstellungen davon, wie ein moderner Verband aussehen kann, hob er die Öffentlichkeitsarbeit des DSB spürbar auf ein neues Niveau.
Matthias Wolf kehrt nun zu seiner alten – und eigentlich nie ganz aufgegebenen – Leidenschaft zurück: dem Journalismus. Ab dem 1. März arbeitet er wieder als freier Journalist, vor allem für den WDR. Vor seiner Zeit beim DSB hatte er über zwei Jahrzehnte lang eine eigene TV-Produktionsfirma geführt, zahlreiche investigative Beiträge realisiert und dabei auch Preise gewonnen – wie den Deutschen Fernsehpreis. Diese Erfahrung brachte er mit zum DSB – und wir Kolleginnen und Kollegen durften das sofort spüren.
Weiterlesen … Emsig wie die Biene? Oder doch eher emsig wie der Wolf?
Damit 15 Turniere inklusive den Deutschen Meisterschaften mit den besten deutschen Spielerinnen und Spielern reibungslos stattfinden können, suchen wir engagierte Helferinnen und Helfer.
13.02.2026
Vom 16. bis 26. Juli 2026 richtet der Deutsche Schachbund den Schachgipfel in Dresden aus – eines der größten Schach-Events des Jahres.
Du hast in diesem Zeitraum ein paar Stunden oder Tage Zeit und Lust, dich einzubringen? Dann werde Teil des Teams – mit Aufwandsentschädigung und Einblicken hinter die Kulissen des Spitzenschachs. Besonders attraktiv: Das Helfen lässt sich teilweise mit einer eigenen Turnierteilnahme verbinden, z. B. beim Finale der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaften oder der Deutschen Schach960-Meisterschaft.
Weiterlesen … Helferinnen und Helfer für den Schachgipfel 2026 in Dresden gesucht
Mit Schachbrett im Koffer - was die Deutsche Amateurmeisterschaft und ihr neuer Sponsor gemeinsam haben. Sandra Schmidt: "Beide begeistern auf unterschiedliche Weise."
29.01.2026
Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft freut sich über einen neuen Partner. Die Condor Flugdienst GmbH, kurz Condor, hat mit der DSAM eine Kooperation abgeschlossen. Die Zusammenarbeit wird bereits bei der kommenden DSAM-Etappe in Ingolstadt (30. Januar bis 2. Februar) für alle Teilnehmer sichtbar. So bekommt unter anderem der jeweilige Gruppensieger bei allen Qualifikationsturnieren einen 100-Euro-Fluggutschein. Beim Finale wird der Gutscheinwert dann auf 250 Euro erhöht.
Weiterlesen … Verbindende Mission: Condor wird neuer Partner der DSAM.
"Wir sind im Plan." Organisationschef Bernd Vökler über den Stand der Vorbereitungen - und einen Etat von 360.000 Euro.
21.01.2026
Es war bereits die dritte Videokonferenz zum Thema Schachgipfel, die dieser Tage stattfand. Die vierte am 11. Februar ist in Planung. Virtuell trifft sich regelmäßig ein größerer Kreis all jener, die am und rund um dieses Großereignis mitwirken werden. Der Schachgipfel findet vom 16. bis 26. Juli 2026 in Dresden statt. Im Internationalen Congress Center, das schon 2008 Schauplatz der Schacholympiade war. Ein gigantisches Schachfest, das laut Organisationschef Bernd Vökler ein beachtliches Finanzvolumen haben wird. „Der Schachgipfel mit über 1000 Teilnehmern stellt eine finanzielle Herausforderung für den DSB dar“, sagt Bernd Vökler: „Der hierfür eingeplante Etatansatz liegt bei rund 360.000 Euro und setzt sich zusammen aus Einnahmen von Sponsoren, Startgeldern, einem Zuschuss der Stadt Dresden und geplanten Eigenmitteln.“
Weiterlesen … Gigantischer Schachgipfel: Eine Herausforderung auf vielen Ebenen, auch finanziell.
Die 100.000-Mitglieder-Grenze wird alsbald fallen - und doch scheint klar: Nicht überall läuft alles nach Wunsch. Die Bundesvereinskonferenz könnte ein Ansatz sein.
20.01.2026
Die nackten Fakten: Der Deutsche Schachbund versammelt unter seinem Dach im Januar 2026 so viele Vereinsmitglieder wie seit 20 Jahren nicht mehr. 96.903 Spielerinnen und Spieler sind in einem Schachverein Mitglied - die höchste Zahl seit 2006. Rund 2000 mehr als noch vor einem Jahr. Das geht aus der neuen Mitglieder-Statistik von Jürgen Dammann, dem Referenten für Mitgliederverwaltung beim DSB hervor. Seit gestern steht nun, nach einigen letzten kosmetischen Korrekturen, die offizielle Zahl fest, die auch dem Deutschen Olympischen Sportbund gemeldet wird. Spannender Nebenaspekt: Im Dezember lag die Mitgliederzahl bereits bei 99.700, weil die Neueintritte übers Jahr stetig fortgeschrieben wurden. Dann aber haben die Vereine zum Jahresende ihre Statistiken bereinigt, Austritte und Todesfälle gemeldet – und so kam dann die richtige Zahl zustande. Der Prozess der Mitgliederentwicklung ist also durchaus ein dynamischer. „Ich denke, wir werden die sechsstellige Zahl bald erreichen. Die Tendenz ist jedenfalls absolut positiv“, sagt DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach, „das ist ein Grund, uns zu freuen. Auch, weil wir innerhalb des DOSB wichtiger werden.“ Doch was steckt hinter diesen Zahlen? Jannik Kiesel, DSB-Vizepräsident Verbandsentwicklung, hat sich das in einigen Bereichen mal genauer angeschaut – und es wird schon kurzfristig darauf reagiert.
Weiterlesen … Mehr Mitglieder, aber weniger Vereine. Wie der DSB gute Zahlen noch besser machen will.
15.01.2026
In unserem Dezember-Newsletter führten wir ein Weihnachtsquiz mit zehn kniffligen Fragen durch. Wer alle Fragen richtig beantworten konnte, kam in die Lostrommel für die drei Buchpreise: Peter Doggers "Schach-Euphorie", Dagobert Kohlmeyer "Schacholympiade Dresden 2008" und Dieter Auer/Rainer Grund/Anatoli Karpow "Faszination Schach".
Bis zum 31. Dezember 2024 erreichten uns 89 Einsendungen, wovon 26 bei allen Fragen richtig lagen. Unter diesen Einsendern zogen wir drei glückliche Gewinner:
Weiterlesen … Auswertung unseres Weihnachtsquiz 2025
Verfahrensfehler bei der Rückkehr von Russland und Belarus an die Bretter: Die Ukraine ist Beschwerdeführer, Deutschland, England, Norwegen und Estland unterstützen.
06.01.2026
Beschwerdeführer ist der Ukrainische Schachverband, der Englische Schachverband, der Estnische Schachverband, der Norwegische Schachverband und der Deutsche Schachbund haben sich angeschlossen. In der Nacht von Montag auf Dienstag reichten diese fünf Schachverbände Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in der Schweiz ein. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass die Verbände sich wehren – gegen die Art und Weise, wie die Entscheidungen bei der Mitgliederversammlung des Weltverbandes FIDE zustande kamen, die russischen Mannschaften mit Flagge und Hymne wieder zu großen Turnieren wie der Olympiade 2026 in Usbekistan zuzulassen. Die Weichen hierfür hatte FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich, russischer FIDE-Präsident seit 2018, am 14. Dezember bei der Generalversammlung der FIDE am 14. Dezember gestellt. Eine chaotische Veranstaltung, bei der nach Ansicht zahlreicher internationaler Verbandsvertreter mehrfach das Versammlungsrecht gebeugt worden sei. Darauf hatten mehrere Mitgliedsverbände sofort verwiesen, wurden aber übergangen.
Weiterlesen … Russland-Frage vor Sportgerichtshof CAS: Der DSB und vier weitere Nationalverbände verklagen die FIDE.
Es gibt jetzt einen Weltklasse-Kader - und einen Perspektiv-Kader. Aktuelle Medaillen, vordere Plätze und die Wertungszahl gewinnen an Bedeutung gegenüber früheren Erfolgen.
16.12.2025
Die Kommission Leistungssport des Deutschen Schachbundes hat die neue Konzeption Leistungssport beschlossen, die anhand von Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) neue Richtlinien für die Kaderbildung beinhaltet. Es gibt neue Begriffe - und neue Kriterien. Und entsprechend auch Härtefälle, denn die Zeit der alten A-, B-, C- und D/C-Kader ist vorbei. Es gibt nur noch einen Leistungskader, der WK-Kader heißt (Weltklasse) – und einen Perspektiv-Kader (PK-Kader). Was das für einige bedeuten kann, brachte Nationalspielerin WGM Jana Schneider vor einigen Wochen im Podcast „Schachgeflüster“ so auf den Punkt. Damals wirkte sie noch sehr betrübt über die neue Regelung. „Für mich ist das schade.“ Das System sei ihrer Ansicht nach zu starr, sie fürchtet um ihre Zukunft im Nationalteam, müsse vermutlich jetzt bereits ihre Hoffnungen auf die Olympiade in Usbekistan begraben: „Man kommt in den Leistungskader nur noch, wenn man eine Medaille gewonnen hat – und in den anderen Kader nur, wenn man eine bestimmte Wertungszahl hat.“ Das stimmt so nicht ganz, wie ihr eigenes Beispiel nun letztlich zeigt.
Weiterlesen … Neuer Leistungssport-Kader: Der DOSB gibt dem DSB klar die Richtung vor.