Regionalkonferenzen des gemeinsamen Projekts von DSB und DSJ, um mehr Mädchen und Frauen für den Schachsport zu gewinnen.
11.10.2025
Der Deutsche Schachbund (DSB) und die Deutsche Schachjugend (DSJ) haben Anfang 2025 ein gemeinsames Projekt gestartet, um den Schachsport in Deutschland langfristig weiblicher, vielfältiger und inklusiver zu gestalten. Ziel ist es, strukturelle und kulturelle Barrieren zu identifizieren und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die mehr Mädchen und Frauen für das Schachspiel begeistern – und sie nachhaltig im Vereins- und Turnierleben verankern.
Ein zentraler Bestandteil dieses Projekts sind unsere Regionalkonferenzen, bei denen Engagierte aus Vereinen, Verbänden und Initiativen zusammenkommen, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Weiterlesen … Mädchen- und Frauenschachprojekt: Nächste Regionalkonferenz am 25. Oktober 2025
Unser Blick aufs Frauen-Nationalteam: Der DSB zu Besuch bei Zahar Efimenko und Lara Schulze in Bremen - natürlich im Weserstadion. Der SV Werder ist für beide mehr als sportliche Heimat.
03.10.2025
Treffpunkt Bremen. Hier haben GM Zahar Efimenko, der neue Frauen-Bundestrainer, und FM Lara Schulze, die Nationalspielerin, ihre schachlichen Wurzeln – beim SV Werder. Die Schachabteilung des vor allem als Fußball-Bundesligist bekannten Vereins ist für sie eine Wohlfühloase, mehr als eine sportliche Heimat, das wird deutlich im gemeinsamen Gespräch. Das war auch bei unserem Video-Dreh zu spüren. Wir gingen – natürlich – ins Weserstadion. Wo Werder Bremen seine Heimspiele (mit Efimenko, der seit 22 Jahren für Werder antritt, und bisweilen auch mit Schulze) in der Platin-Loge austrägt. Ein Schachbrett war beim Dreh mit dabei (für eine Blitzpartie), aber auch ein Ball. Kurzum: Es hat dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit mit Matthias Wolf und Finn Engesser, dazu Kameramann Matthias Gräser, großen Spaß gemacht. Zwei Sympathieträger des deutschen Schachsports, die sich in den gemeinsamen Gesprächen und den Interviews mit Wolf sehr nahbar gaben. Dr. Oliver Höpfner, der Abteilungsleiter Schach bei Werder, war auch mit dabei – quasi als Hausherr mit Schlüsselgewalt. Er spricht von zwei Aushängeschildern des Vereins. Beim gemeinsamen Spaziergang an der Weser erfuhren wir dann noch sehr viel über Zahar Efimenko, der sich in Deutschland pudelwohl fühlt – nur bisweilen etwas mit der Bürokratie hadert. „Im Unterschied zur Ukraine braucht man ja hier einen Angelschein“, sagte er und fragte: „Brauche ich eigentlich auch eine Genehmigung zum Pilze sammeln?“ Nein, das ist nicht nötig. Schaut rein ins Video und erfahrt noch mehr Interessantes über die beiden. Dazu alles über deutsche Chancen bei der Team-EM in Batumi und ob die beiden zum Beispiel die These von GM Elisabeth Pähtz unterstützen, die dieser Tage gesagt hat: „Es ist ja offensichtlich, dass sich das deutsche Frauenschach in einer Krise befindet.” Auch ihrer Sicht schlicht, weil zu wenig Talente nachkommen würden...
Weiterlesen … Team-EM: Medaillenchancen? "Ein bisschen träumen kann man ja..."
Projekt der DSB-Kommission für Frauenschach: Erstes Online-Training mit prominenter Trainerin wird zum Erfolg
01.10.2025
Gerade noch hat sie Chessbase ein Interview gegeben, in dem es auch um das deutsche Frauenschach geht. „Nun“, sagt die erfolgreichste deutsche Spielerin GM Elisabeth Pähtz in diesem Gespräch, „es ist ja offensichtlich, dass sich das deutsche Frauenschach in einer Krise befindet. Ich habe seit meinem 15. Lebensjahr im internationalen Spitzenschach mitgespielt. Aber bis heute ist in Deutschland keine weitere Spielerin ausgebildet worden, die vielleicht meine Nachfolge hätte antreten können. Es ist ein Glücksfall für Deutschland, dass es mit Dinara Wagner jetzt eine weitere herausragende Spielerin gibt.“ Und während also dieses Interview schon seine Kreise zog, gab Elisabeth Pähtz nahezu zeitgleich am Dienstag Online-Training für Mädchen. Wie groß ihre Strahlkraft ist, zeigt die Anzahl der Teilnehmerinnen – es waren 90. "Irgendwie niedlich, richtig schön - so viele junge Mädchen", schwärmte Elisabeth Pähtz: "Das hat richtig Spaß gemacht."
Weiterlesen … Großmeisterin mit Strahlkraft: 90 Mädchen wollen so werden wie Elisabeth Pähtz
Bewerbt Euch um den Titel, den es so noch nicht gab. Die Auszeichnung ist nicht nur Ehrensache, sondern wird mit 500 Euro prämiert.
26.09.2025
Das Jahr 2025 steht beim DSB auch unter der Prämisse, Frauen- und Mädchenschach zu fördern. Eine dringende Maßnahme, denn nur knapp zehn Prozent der fast 100 000 Mitglieder des Verbandes sind weiblich. Nun gibt es eine Aktion, die Frauenschach-Referentin WFM Nadja Jussupow initiiert hat – und für die der Bundeskongress im Mai Unterstützung in Form eines Preisgeldes gewährte: Die Frauenkommission des Deutschen Schachbundes vergibt in diesem Jahr den Titel „Verein des Jahres“. Prämiert ist diese Auszeichnung mit 500 Euro. „Da wir vor Weihnachten den Sieger küren werden, ist das bestimmt für manche Vereinskasse ein willkommenes Weihnachtsgeschenk, mit dem man dann auch weiter Frauen- und Mädchenschach fördern kann“, sagt Nadja Jussupow, die um zahlreiche Bewerbungen wirbt.
Weiterlesen … Frauen- und Mädchenschach: Wer wird Verein des Jahres?
Die Frauenbundesliga ist gestartet – alle Top-Favoriten gewinnen. Aber ein Aufsteiger überrascht.
22.09.2025
Die Frauenbundesliga hat am Wochenende begonnen – ohne große Überraschung. Die großen Favoriten SC Bad Königshofen, OSG Baden-Baden und SK Schwäbisch Hall gewannen ihre beiden Duelle – und liegen gleich vorne. Wobei: Einen Knalleffekt auf dem Brett gab es doch. Paul Meyer-Dunker, der Präsident des Berliner Schachverbandes, ballte am Sonntag die Faust, „Das ist ziemlich genial“, schwärmte er, „eine faustdicke Überraschung.“ Am zweiten Spieltag besiegte Aufsteiger SC Kreuzberg das Liga-Urgestein Rodewischer Schachmiezen mit 3,5:2,5. Und das trotz teilweise sehr deutlicher Elo-Unterzahl an allen Brettern außer dem ersten, wo Neuzugang WIM Sonja Bluhm (2213 Elo) gegen WGM Fiona Sieber (2191) gewann. Meyer-Dunker: „Das zeigt, welch toller Geist in dieser Mannschaft herrscht und das auch gegen Mittelklasseteams was zu machen ist.“ Die Kreuzberger Mannschaftsführerin Brigitte Große-Honebrink sprach von einem "vollauf verdienten Sieg".
Weiterlesen … Ein Bundesliga-Traum(a) - aber Kreuzberg fährt die Krallen aus.
Teil drei der DSB-Serie zum Start der Frauenbundesliga: Die drei Fock-Schwestern spornen sich gegenseitig an. Entscheidung über zentrale Endrunde gefallen: Es geht nach Bad Königshofen.
19.09.2025
Morgen startet die Frauenbundesliga in ihre neue Saison. Der SC Bad Königshofen ist nicht nur Titelverteidiger, sondern auch Ausrichter der zentralen Endrunde. Noch vor dem Ligastart haben der Vereinsvorsitzende Klaus Müller und der DSB-Verantwortliche für die Frauenbundesliga, Klaus Deventer, eine Einigung erzielt über den Unterdeckungszuschuss von Verbandseite. Der Termin ist nun im großen Kursaal von Freitag, 17. April, bis Sonntag, 19. April 2026. Eine Liveübertragung wird es auch geben. "Wir haben ja schon gezeigt, dass wir Bundesliga-Endrunde können", so Müller, "und wir waren der erste Frauenbundesligist der Liveübertragung gemacht hat, schon im ersten Jahr 2008, als wir in die FBL aufgestiegen sind." Es scheint also alles angerichtet für einen würdigen Saisonausklang in einer Liga, die nicht nur gespickt ist mit Top-Spielerinnen, sondern auch mit ungewöhnlichen Familienkonstellationen. Im dritten Teil unserer DSB-Serie "Familienliga Bundesliga" beleuchten wir heute die drei Schwestern vom Kreuzberg. Vom 66 Meter hohen Kreuzberg im Viktoriapark hat der Berliner Stadtteil seinen Namen - und hier ist der Aufsteiger SC Kreuzberg daheim.
Weiterlesen … Familienliga Bundesliga: Die Gorch Fock des Schachs setzt die Segel.
Teil zwei der DSB-Serie zum Start der Frauenbundesliga: Beim SV Hemer 1932 sind Elena, Michaelle und Tamila Trunz hungrig auf Erfolg - aber auch realistisch. "Keine Top-Platzierung drin."
18.09.2025
Darf man das vorher so sagen, ohne dass mangelnder Ehrgeiz unterstellt wird? Natürlich, sagt Dr. Elena Trunz, denn es sei ja nun einmal die Wahrheit. „Wir haben keine Ambitionen auf eine Top-Platzierung“, sagt die Spielerin des SV Hemer 1932. Wieder mal drinbleiben, möglichst ohne bis zum Ende zu zittern wie in der vergangenen Saison – das ist das Ziel für die neue Bundesligasaison. 2024 war Hemer nach dem Abstieg im Jahr zuvor direkt wieder aufgestiegen. In eine Liga, die gespickt ist mit Weltklassespielerinnen – aber eben auch mit einige Familien-Konstellationen. In Hemer stellt Familie Trunz gleich drei Mitglieder für das Team. Teil zwei unserer Serie zum Start der Frauenbundesliga. Für das Erstligateam treten neben Elena Trunz auch noch ihre Töchter WFM Michelle Trunz, 17 Jahre alt, und Tamila Trunz, 15, an. Womöglich, wie Bundesnachwuchstrainer IM Bernd Vökler mutmaßt, zwei angehende Spielerinnen, die durchaus eine Chance hätten, einmal semi-professionell Schach zu spielen. „Das sind zwei große Talente. Die sind hungrig auf Erfolg, weshalb ich ihnen noch sehr viel zutraue - wenn sie Geduld haben.“ Zum Start geht es für sie mit dem SV Hemer 1932 gegen die Schachfreunde Deizisau (Samstag) und gegen den SK Schwäbisch Hall (Sonntag).
Weiterlesen … Familienliga Bundesliga: Mit Oma, Mama und Wohlfühlklima zum Klassenerhalt
Teil eins der DSB-Serie zum Start der Frauenbundesliga: Der Chemnitzer SC Aufbau 95 hat eigentlich keine Chance. Und genau die will er nutzen. "Alles aus dem eigenen Nachwuchs gewachsen."
17.09.2025
Die Frauen-Bundesliga startet am kommenden Wochenende. Mit einem Großaufgebot an Top-Spielerinnen. Die OSG Baden-Baden hat das Verpassen des Titels im vergangenen Jahr offenbar so gewurmt, dass sie gleich mit vier Großmeisterinnen antritt. Auch der Schachklub Schwäbisch Hall, alles andere als zufrieden mit Rang drei in der letzten Saison (schlechteste Platzierung seit 2014) hat wieder ein Top-Ensemble beisammen - wenngleich man deutsche Spitzenspielerinnen hier vergeblich sucht. Es gibt erneut ein georgisches Spielerinnen-Gerüst. Und natürlich ist da auch noch der Titelverteidiger SC Bad Königshofen, immer für eine Überraschung gut. Aber im Schatten dieser prominent besetzten Teams ist diese neue Frauen-Bundesliga trotz des Abstieges des SZ Seeblick Dippoldiswalde mit Familie Peglau auch - eine Familie-Liga. Das Team Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Schach-Bundes hat sich drei familiäre Konstellationen genauer angesehen. Wir legen los mit einer Story über den Chemnitzer SC Aufbau 95. Der absolute Außenseiter. Nimmt man die besten acht gemeldeten Spielerinnen, ergibt sich ein Elo-Schnitt von 1958 – nominell letzter Platz. Zum Vergleich: Baden-Baden kommt auf 2449 Elo, Schwäbisch Hall auf 2408. Wie heißt es oft so schön phrasenhaft im Sport: Chemnitz hat keine Chance – und genau die wollen sie nutzen.
Weiterlesen … Familienliga Bundesliga: "Eine super engagierte Mutter und hochtalentierte Töchter."
Das Jussupow-Projekt ab sofort unter DSB-Flagge mit attraktivem Online-Training: Unser Mädchen Team für die EM 2026
15.09.2025
„Es geht darum, Mädchen in den Schachpsort reinzuziehen“, sagt WFM Nadja Jussupow, „und sie dauerhaft zu halten.“ IM Bernd Vökler fügt hinzu: „Was braucht es, um junge Mädchen zum leistungsorientierten Training mit dem Ziel einer vergleichbaren internationalen Spielstärke, zu begleiten?“, fragt der Bundesnachwuchstrainer: „Genau, ein Konzept.“ Das Konzept, das Nadja Jussupow, Bernd Vökler und federführend Kevin Högy entwickelt haben, wurde bisher von GM Artur Jussupow und Nadja Jussupow betrieben, lief über ihre Schachschule – und geht nun offiziell an den Deutschen Schachbund. Jussupow, die DSB-Referentin für Frauenschach wird gemeinsam mit Bundesnachwuchstrainer Vökler mindestens ein, vielleicht sogar zwei oder drei Mädchen-Teams in der Altersklasse U12 für die Jugend-Mannschafts-Europameisterschaft im Juli 2026 in Tschechien ins Rennen schicken. Das Projekt startet im Oktober – und auch GM Elisabeth Pähtz ist mit dabei.
Weiterlesen … Top-Trainerinnen für die Talente. Mit Elisabeth Pähtz und Josefine Safarli in die internationale Spitze?
"So aufregend war es lange nicht." Die Feinwertung sorgt dafür, dass die punktgleichen Teams aus Bayern und NRW auf die Plätze verwiesen werden.
22.06.2025
Finale der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft des DSB am heutigen Sonntag – das bedeutete nochmal Spannung pur. Am Ende hatte Württemberg trotz des Fehlstarts – der Niederlage in Unterzahl gegen Bayern in Runde eins - doch noch die Chance auf den Titelgewinn. Und nutzte sie gegen Nordrhein-Westfalen. Der bisher unbesiegte Tabellenführer zeigte im direkten Duell um den Turniersieg plötzlich Nerven, unterlag mit 3:5 - und fiel noch auf Rang drei zurück, hinter Bayern. Am Ende musste die Feinwertung den Ausschlag geben zwischen den drei Teams mit jeweils acht Mannschaftspunkten – und es war hauchzart. „Wir wussten, dass wir schon vor der letzten Runde in der Buchholzwertung einen Punkt vorne lagen“, sagte Württembergs Teamkapitänin Angelika Valkova: „So war uns klar, dass wir voll auf Sieg spielen würden. Wir sind jetzt natürlich überglücklich.“ Am Ende waren die drei Partien an den ersten Brettern ausschlaggebend, die allesamt an Württemberg gingen. Da nutzte es NRW auch nichts mehr, dass WCM Lilian Schirmbeck früh für NRW die Führung erspielt hatte. „So eine aufregende Konstellation hatten wir seit einigen Jahren nicht mehr“, sagte Turnierorganisator Sebastian Swoboda von den Schachfreunden Braunfels.
Weiterlesen … „Der perfekte Ort. Die beste Frauenschach-Veranstaltung.“ Team Württemberg gewinnt hauchdünn in Braunfels.
Hier muss keiner kilometerweit laufen - aber am Brett alles geben. Erster Favoritensturz in Braunfels: Württemberg unterliegt Bayern.
20.06.2025
„Gute Partien, ordentliches Niveau“, sagt WFM Nadja Jussupow, die Turnierleiterin, „sicher keine im Format von Nationalmannschafts-Duellen, aber gleichzeitig auch kein Stress und freundschaftlicher Umgang miteinander.“ Kurzum: Die Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände (im für Außenstehende gewöhnungsbedürftigen Schach-Abkürzungsmodus: DFMM-LV) in Braunfels haben am Donnerstag begonnen. Das etwas andere, familiäre Turnier. Schon spürbar für manche Teilnehmerin bei der Anreise am Bahnhof Leun/Braunfels. Manche wollte sich schon auf den knapp fünf Kilometer langen Fußmarsch zum Spiel-Hotel machen – da stand er plötzlich: Der Shuttle-Service der Schachfreunde Braunfels. Der Veranstalter hat einfach wieder mal an alles gedacht – und gleicht auch die verkehrstechnisch schlechte Anbindung spielerisch leicht aus. „Wir wollen, dass sich hier alle Frauen wieder pudelwohl fühlen“, sagt Sebastian Swoboda, der Vorsitzende des Vereins und Organisationschef der DFMM: „Es geht uns um Top-Wettkampfbedingungen einerseits, aber auch die Möglichkeit, hier eine Art Schachurlaub zu machen.“ Im Herzen Deutschlands. Sportlich hatte gleich der erste Tag eine Überraschung parat: Top-Favorit Württemberg, an Nummer eins gesetzt, unterlag Bayern (Nummer acht).
Weiterlesen … Deutsche Frauen-Mannschaftsmeisterschaft: Zähes Ringen im Schach-Urlaub
Alle lieben Braunfels, wo das größte deutsche Frauen-Schachturnier stattfindet, Filme gedreht werden - und Nadja Jussupow zum Austausch bittet.
18.06.2025
Nun also zum 31. Mal Braunfels. WFM Nadja Jussupow, Turnierdirektorin und Hauptschiedsrichterin (unterstützt von Dan-Peter Poetke) der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMM-LV) ist so viel Routine fast schon zu viel - sie sieht halt gerne mal was Neues. „Aber meine Meinung ist hier nicht wichtig“, sagt Jussupow, „die hohe Beteiligung spricht für sich. Die Frauen wollen alle hierher, die lieben diesen Ort – und das ist doch schön.“
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Endlich wieder Bundesliga-Schach in Berlin - Schachclub Kreuzberg steigt in die 1. Frauenbundesliga auf!
20.03.2025
Innerhalb von drei Jahren macht der SC Kreuzberg den Durchmarsch von der Regionalliga in die 1. Frauenbundesliga perfekt! Erst 2022 hatte der SC Kreuzberg seine erste Mannschaft am Frauenspielbetrieb angemeldet. Nun sind sie in der Frauenbundesliga.
Am letzten Doppelspieltag am 15. und 16. März konnten die Kreuzbergerinnen in der heimischen Spielstätte im Kreuzberger Haus des Sportes Doppelbauer Kiel von der Tabellenspitze vertreiben und den Aufstieg perfekt machen. Erst besiegten sie am Samstag Kiel in einem knappen, umkämpften Match 3½:2½, bevor am Sonntag gegen die 2. Mannschaft des Hamburger SK mit einem 4:2 der Aufstieg eingetütet wurde.
Vereinsvorsitzende und Mannschaftsleiterin Brigitte Große-Honebrink erklärt dazu: „Unser Zusammenhalt hat diesen Aufstieg möglich gemacht. Das Team ist zwar unterschiedlich alt, mit einem Mix aus jungen Spielerinnen und routinierten Kräften, aber hat dennoch ein super Mannschaftgefühl. Wir freuen uns auf die überraschende Möglichkeit, mit dem Schachclub Kreuzberg nächstes Jahr in der stärksten Frauenliga der Welt anzutreten!“
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Eine Frage der Ehre beim Einladungsturnier: Deutsche Vertreterin beim Vera-Menchik-Memorial des englischen Schachverbandes.
20.03.2025
Es ist die zehnte Auflage. Ein Jubiläum – und für jede Spielerin eine Ehre, dazu eingeladen zu sein. Beschwingt von guten Bundesligaergebnissen (eineinhalb Punkte aus zwei Partien), einem 3:3 gegen SK Schwäbisch Hall mit ihrem Verein TuRa Harksheide, reiste FM Lara Schulze denn auch gestern nach London. Zum Vera-Menchik-Memorial. Das Turnier des englischen Schachverbandes findet vom heutigen Donnerstag, 20. März bis Sonntag, 24. März, im London Mindsports Centre in Hammersmith statt - und ist nach Vera Francevna Menchik (1906-1944) benannt, die von 1927 bis zu ihrem Tod Weltmeisterin der Frauen war. „Ein ziemlich cooles Turnier“, sagt Lara Schulze, vor drei Jahren war sie schon einmal dabei, „fast alle Teilnehmerinnen sind von den Elopunkten her aus einem Niveau. Es wird also spannend.“ Für sie geht es vor allem darum, dass das Turnier normenfähig ist. „Viele sind tatsächlich verwundert, wenn ich das erwähne“, sagt sie, „aber ich habe noch keine IM- oder WGM-Norm. Es wird Zeit, dass sich das ändert.“
Weiterlesen … "Ein ziemlich cooles Turnier." Lara Schulze auf Normenjagd in England
Routine in Freiburg, eine Mutter mit zwei Töchtern in Chemnitz - und der perfekte Altersmix in Berlin. "Die Bundesliga darf sich auf drei interesssante Teams freuen."
17.03.2025
In einem waren sich am Ende alle drei Aufsteiger einig: Dieser Erfolg sei ein Schachwunder. Während im Abstiegskampf in der ersten Frauenbundesliga noch keine Entscheidung gefallen ist (die fällt dann tatsächlich bei der zentralen Endrunde vom 25. in 27. April in Deggendorf), stehen die drei Aufsteiger schon fest: SK Freiburg-Zähringen 1887, der SC Kreuzberg aus Berlin und der Chemnitzer SC Aufbau 95 wollten eigentlich alle nur die zweite Liga halten - und sind nun erstklassig. Die einen setzen auf einen Mix aus Erfahrung und Talenten (Chemnitz und Kreuzberg), die anderen – Freiburg - auf Erfahrung pur. Kevin Högy, Sportdirektor des Deutschen Schachbundes, gratulierte am Montag: „Hinter diesen Aufstiegen steckt bei allen Teams sehr viel harte Arbeit. Nirgendwo war der Aufstieg ein Selbstläufer. Die Frauenbundesliga darf sich auf drei interessante Mannschaft freuen.“
Weiterlesen … Freiburg, Kreuzberg und Chemnitz - die neuen Teams in der Frauenbundesliga. "Eigentlich wollten wir nur nicht absteigen."