"Wir mussten im Interesse unseres Vereins handeln." Vereinschef Ehrhard Steffen über die Gründe, warum der Deutsche Meister SK Schwäbisch Hall sich aus der Bundesliga zurückgezogen hat.
12.06.2026
Es war ein harter Schlag für die Frauen-Bundesliga – natürlich auch, weil so ein Vorgang nie gut ist für eine Spielklasse: Ausgerechnet der amtierende Meister, insgesamt vierfacher Titelträger der höchsten DSB-Spielklasse, der SK Schwäbisch Hall, zieht sich aus der Bundesliga zurück. Über die Gründe war bisher wenig bekannt – außer das, was in einer offiziellen Vereinsmitteilung stand, wonach besonders die Reisekosten doch zuletzt arg zu Buche schlugen. Was man ja unter Verzicht auf die vielen ausländischen Topspielerinnen durchaus auch hätte ändern können… Kurzum: Am Wochenende feierte der Verein seinen 90. Geburtstag. Ein Fest, das eigentlich mit dem Meistertitel der Frauen gekrönt werden sollte - und nun ein wenig überschattet wird. Der Vereinsvorsitzende Ehrhard Steffen stellt klar: „Wir haben uns den Rückzug aus der Frauenbundesliga nicht leicht gemacht. Wir haben unseren Spielerinnen jedes Jahr gesagt: Wir entscheiden von Saison zu Saison, ob wir wieder in der Frauen-Bundesliga spielen.“ Nun habe man den Daumen senken müssen: „Es herrschte die einhellige Meinung, dass unser Verein keine finanziellen Risiken eingehen darf.“
Weiterlesen … Ein Etatloch, erfolgloser Kampf um Sponsoren - und keine Lust auf Mittelmaß.
Deutsche Frauen-Mannschaftsmeisterschaft: Der neue Titelträger mit weißer Weste und erstem Erfolg seit 22 Jahren. "Wir sind mächtig stolz."
08.06.2026
Es lief die dritte Runde der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände, im Schachdeutsch mit seinen Turnier-Abkürzungen DFMM-LV genannt, da klingelte beim Team Sachsen-Anhalt ein Handy – genauer gesagt: der Wecker eines Mobiltelefons. Andernorts wäre das ein riesiger Aufreger gewesen, womöglich sogar ein Protestgrund. In Braunfels aber herrscht unter den Frauen stets eine freundschaftliche, entspannte Atmosphäre. Die Teamchefin des Teams Sachsen-Anhalt, Tanja Pflug, spricht davon, dieses Event sei „wie ein Klassentreffen, wo man sich freut, in erster Linie wieder bekannte Gesichter zu sehen“. Turnierdirektorin und Haupt-Schiedsrichterin Nadja Jussupow sagt, man habe nicht nur vorneweg erlaubt, dass Handys ausgeschaltet neben dem Brett liegen dürfen, sondern in diesem Fall habe auch der Teamchef der Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen (letztlich Sachsen-Anhalt mit 2,5:5,5 unterlegen), Andreas Jogodzinsky, allen Teilnehmern gegenüber sofort betont: „Der Käse interessiert uns nicht, wir sind zum Schachspielen hier“, so Jussupow. Am Ende beherrschten die Sachsen-Anhaltinerinnen ihr Kerngeschäft am besten.
Weiterlesen … Klassentreffen, Familienfest - und am Ende überlässt Turniersieger Sachsen-Anhalt nichts dem Zufall.
Die deutsche Nummer eins im Interview: Zwischen Batumi und Gipfel. Bei den Spielerinnen der Meisterklasse sind nahezu alle Top-Spielerinnen vertreten.
08.06.2026
Nach der EM ist vor dem Gipfel. Mit Enttäuschung, aber auch sehr viel Ehrgeiz im Gepäck, kehrte die deutsche Nummer eins, Dinara Wagner, aus Batumi zurück. Nur aufgrund der Buchholz-Wertung verpasste sie die Qualifikation für den World Cup. Aber für Schachprofis gilt aufgrund ihrer vielen Turniere in bisweilen enger Taktung das Motto: weiter, immer weiter! Das macht Dinara Wagner auch gegenüber der DSB-Öffentlichkeitsarbeit deutlich. Vom 17. bis 25. Juli 2026 werden beim Schachgipfel in Dresden die Deutschen Einzelmeisterschaften ausgetragen. In den Meisterklassen der Frauen und Männer kämpfen jeweils zehn Spielerinnen und Spieler im Rundenturnier um die Titel „Deutsche Meisterin 2026“ und „Deutscher Meister 2026“. Dinara Wagner ist Titelverteidigerin.
Weiterlesen … Dinara Wagner: "Ich will beide Titel in Dresden verteidigen."
Dinara Wagner scheitert nur aufgrund der Buchholz-Wertung, Fiona Sieber gewinnt 49 Elo-Punkte hinzu - Bundestrainer Zahar Efimenko zeigt sich beeindruckt von "positiven Leistungen"
06.06.2026
Am Ende war es richtig knapp. Nur die ersten zehn Plätze qualifizieren sich für den World Cup – die deutsche Nummer eins, Dinara Wagner, landete auf Rang zwölf. Sie holte zwar beachtliche 7,5 Zähler und war somit punktgleich mit den Spielerinnen von Platz sieben bis Platz 18 – aber ihre Buchholzwertung gab nur den zwölften Platz her. Und da es das erste gewertete Turnier im neuen FIDE-Zyklus war, gab es auch noch keine Vorqualifizierten – und damit keine Nachrückerplätze. Auch Fiona Sieber hatte in der letzten und elften Runde noch die Chancen, einen Qualifikationsplatz zu erreichen. Gegen Meri Arabidze verlor sie jedoch, wodurch sie am Ende nur 6,5 Punkte auf dem Punktekonto hatte und so Platz 32 in der Endtabelle einnahm. Aber sie schaffte ein beachtliches Elo-Plus von 49 Punkten. Neue Europameisterin, eine riesige Überraschung, wurde die erst 15 Jahre alte Ukrainerin Anastasiia Hnatyshyn. Dafür bekam sie direkt einen WGM-Titel verliehen, eine IM-Norm hatte sie da auch bereits in der Tasche. Das nennt man dann wohl Senkrechtsstarterin. Die DSB-Öffentlichkeitsarbeit bat Frauen-Bundestrainer Zahar Efimenko um eine Turnierfazit. „Insgesamt bewerte ich die Leistung der deutschen Schachspielerinnen bei der Europameisterschaft positiv“, sagt er, „auch vor dem Eindruck dieser Meisterschaft kann ich in einer Woche die endgültige Zusammensetzung der Nationalmannschaft für die Olympiade bekannt geben."
Weiterlesen … Frauen-EM: World-Cup-Plätze knapp verpasst - aber wertvolle Eindrücke vor der Olympiade gewonnen
06.06.2026
Sachsen-Anhalt nach drei Runden in Führung
Bei der DFMM LV 2026 in Braunfels führt nach 3 Runden die Mannschaft aus Sachesen-Anhalt mit 6:0 Punkten nach Siegen über Sachsen, Hessen und NRW. Dahinter liegt die Mannschaft aus Bayern mit 5:1 Punkten nach Siegen über Württemberg und Baden, gegen Hessen endete die dritte Runde 4:4.
Auf den Plätzen 3-5 liegen die Teams aus NRW, Sachsen und Thüringen mit jeweils 4:2 Punkten.
In der vierten Runde trifft Sachsen-Anhalt auf Bayern, NRW hat es mit Thüringen zu tun und Sachsen spielt gegen Hessen.
Insgesamt nehmen in diesem Jahr 12 Ländermannschaften teil.
Alle Partien werden live übertragen.
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Partien
Mannschaftsfotos
Fotos aus dem Spielsaal
Weiterlesen … DFMM der Landesverbände: Zwischenstand nach der 3. Runde
05.06.2026
Seit gestern laufen in Braunfels die Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände (DFMM LV).
Es spielen 12 Mannschaften mit, alle Partien werden live übertragen.
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Ergebnisse bei Chess-Results
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Weiterlesen … DFMM der Landesverbände gestartet