Bitte rechnen Sie 1 plus 7.

Nationalmannschaften

Die Nationalmannschaften der Herren und der Damen werden vom Bundestrainer Dorian Rogozenco betreut. Die Kommission Leistungssport wird von Andreas Jagodzinsky geleitet.

Bundestrainer: Dorian Rogozenco
Meiendorfer Weg 11, 22145 Hamburg
0157/74246035

Referent für Leistungssport: Andreas Jagodzinsky
Beethovenstr. 26, 58675 Hemer
02372/559286


Kadereinteilungen und Nominierungsentscheidungen sind immer kritische Entscheidungen, da man sich für und gegen Personen aussprechen muss. So nimmt es nicht Wunder, dass die aktuellen Kadereinteilungen des Deutschen Schachbundes auch kritisch diskutiert werden. Auffällig sind zum Beispiel die sehr wenigen Mädchen in den DSB-Kadern. Wie wird dies begründet? Diese und andere Fragen stellt die Deutsche Schachjugend dem Leistungssportreferenten des DSB Andreas Jagodzinsky, der seit Mai 2017 im Amt ist.

Im Rahmen der Sitzung der Kommission Leistungssport wurde die Konzeption Leistungssport geändert, was auch Folgen für die Aufstellung der Kader, die am 2. Dezember abschließend erfolgt ist, hat.

Die neue Konzeption wird zeitnah veröffentlicht werden, muss aber mit dem Sitzungsprotokoll erst den Mitgliedern der Kommission zugeleitet werden.


Am ersten Dezemberwochenende tagte die Kommission Leistungssport in Dortmund. Als Gast war auch der Vizepräsident Sport Klaus Deventer, der selbst viele Jahre als Leistungssportreferent die Kommission geleitet hat, anwesend. Themenschwerpunkt der zweiten Sitzung des Jahres war die Aufstellung der Kader für das kommende Jahr.


Die Sensation blieb aus, Russland erwies sich als nicht schlagbar an diesem Montag. Die rund einhundert Elo-Punkte Differenz schlugen sich am Ende in einem verdienten 3:1 aus russischer Sicht nieder. Russland verteidigte damit Platz zwei im Gesamtklassement und gewann hinter Aserbaidschan und vor der Ukraine Silber. Deutschland belegte nach einer starken Mannschaftsleistung Platz 8.
Liviu Dieter Nisipeanu erstickte am Spitzenbrett alle Gewinnversuche seiner Gegner im Keim und blieb wie seine Mannschaftskameraden Georg Meier, Matthias Blübaum und Daniel Fridman auf dem leistungsmäßig erwarteten Niveau. Rasmus Svane als "Ersatzmann" wuchs über sich hinaus und wurde mit einer Elo-Leistung von 2762 bester Spieler am fünften Brett.


Unglaublich aber wahr: Deutschland spielt heute um eine Medaille! Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist: der Gegner ist Russland. Und die werden nach dem gestrigen 1:3 gegen Aserbaidschan richtig angefressen sein. Das hat die Tabellenspitze und wahrscheinlich auch Gold gekostet.

Nachdem die Männer Armenien besiegt hatten, legten sie gestern gegen Israel nach - also quasi gegen Russland 2. Rasmus Svane brachte Deutschland in Führung. Der erfahrene Ilja Smirin verkalkulierte sich mit 19. ... Dd5 gewaltig. Statt den Lc2 sofort heimzuholen, machte er noch den Damenzug - um nach 20. Dc3 plötzlich festzustellen, das es sein Läufer gar nicht mehr nach Hause schafft.

Für den zweiten Sieg sorgte Georg Meier. Er quetschte Maxim Rotstein am Damenflügel zusammen, bis dieser Material geben mußte und wenig später den ganzen Punkt.


Zuverlässig blockte Liviu Dieter Nisipeanu am ersten Brett den Weltranglistenzweiten Lewon Aronjan ab und nahm ihm einen halben Punkt ab. Auch Matthias Blübaum und Daniel Fridman trennten sich remis von ihren armenischen Gegner. Rasmus Svane schließlich behielt in einer taktisch geprägten Stellung den größeren Überblick und gewann. 2½:1½ wie vor sechs Jahren, als wir in Porto Carras (auch Griechenland!) gegen Armenien in der letzten Runde Europameister wurden. Damals dabei waren bei Deutschland Daniel Fridman und bei Armenien Lewon Aronjan und Gabriel Sargissjan.


Wir mußten heute morgen lange suchen. Doch trotz aufmerksamen Blick auf die 139 Bilder von Niki Riga und Anastasja Karlowitsch konnten wir keine Deutschen entdecken. Bis auf Jan Gustafsson natürlich, der für Chess24 in englischer Sprache kommentiert.
Unerwarteterweise waren auf der Facebookseite des Veranstalters aber noch 23 weitere Fotos verlinkt. Und eins davon mit Josefine Heinemann. Aber ... Josefine mit Weiß in Runde 6? Es stellte sich schließlich heraus, daß das Foto in der fünften Runde entstand, als sich unsere Spielerin gerade Gedanken über die Stellung gegen Corina-Isabela Peptan machte.


Gegen etwa gleichwertige Mannschaften aus Kroatien und Rumänien nahmen unsere Männer und Frauen leider zwei Niederlagen mit in die Hotelzimmer und den heutigen Ruhetag. Für Nisipeanu und Co. war es der erste Verlust, womit Gegner Kroatien zum alleinigen Spitzenreiter mit 9:1 Punkten gemacht wurde. Deutschland fiel auf Platz 10 zurück und führt die Sechs-Punkte-Gruppe an.

Für unsere Frauen wurde Rumänien zum Stolperstein. Mit 4:6 Punkten nähert sich Deutschland dem unteren Tabellendrittel. Mit Platz 21 haben sich bei an den fünf gesetzten Frauen noch keine Zielvorgaben erfüllt. Von Elisabeth Pähtz mal abgesehen. Sie punktet weiter fleißig und steht bei sehr guten 4½ aus 5. Gestern stand sie gegen Irina Bulmaga um den 20. Zug herum zwar etwas schlechter, drehte die Partie aber binnen weniger Züge zu ihren Gunsten.