Nationalmannschaften

Die Nationalmannschaften der Herren und der Damen werden vom Bundestrainer Dorian Rogozenco betreut. Die Kommission Leistungssport wird von Andreas Jagodzinsky geleitet.

Bundestrainer: Dorian Rogozenco
Meiendorfer Weg 11, 22145 Hamburg
0157/74246035

Referent für Leistungssport: Andreas Jagodzinsky
Beethovenstr. 26, 58675 Hemer
02372/559286


In einer losen Folge stellen wir unsere zehn Spielerinnen und Spieler für die Schacholympiade im September in Batumi (Georgien) vor. Das siebte Porträt ist dem 21-jährigen Rasmus Svane gewidmet, der 2014 gerade 17 Jahre alt geworden, bereits für Deutschland spielte. Im slowakischen Ružomberok beim Mitropa-Cup gab er damals sein Debüt in der Nationalmannschaft. Nach neun Runden, in denen er ungeschlagen blieb, durfte Deutschland mit der Silbermedaille im Gepäck nach Hause fliegen.

Der nächste nationale Einsatz ließ danach länger auf sich warten. Obwohl er bis 2016 zu den "Schachprinzen" gehörte, einer Gruppe talentierter Jugendspieler denen eine besondere Förderung zuteil wurde.
Im Oktober 2017 stand er im Aufgebot der Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Limenas Chersonisou (Griechenland), bei der er mit 5½ aus 7 ein grandioses Ergebnis erzielte.

Judith Fuchs mußte hart für ihre Nominierung für die Schacholympiade im September kämpfen. Anfang Juni mußte sie in Erfurt erst noch die Deutsche Meisterin Jana Schneider in einem Stichkampf besiegen. Erst danach war der Weg ins georgische Batumi offen.

Judiths Karriere in der Nationalmannschaft begann im Alter von 18 Jahren am 13. November 2008 in Dresden. Bei der Schacholympiade startete sie für die zweite deutsche Frauenmannschaft und führte sich mit einem Sieg gegen WIM Svetlana Agrest gleich prächtig ein. Es folgten noch viele weitere Einsätze, zumeist beim Mitropa-Cup, aber auch bei den Schacholympiaden 2010 und 2016. Insgesamt 73 Einsätze mit einer Bilanz von +28 =27 -18.

Die in Lwow (Ukraine) als Soja Leltschuk geborene und bekannt gewordene Zoya Schleining lebt seit über 24 Jahren in Deutschland. Seit 1999 trägt sie die deutsche Staatsbürgerschaft. In das "Visier" der Leistungssportkommission kam sie aber erst viele Jahre später, obwohl sie bereits seit 1989 Großmeisterin war und zu den besten Frauen im Land gehörte. Am 8. November 2013 feierte sie bei der Mannschafts-Europameisterschaft in Warschau ihr Debüt in einer Nationalmannschaft - der deutschen. Nach vier Turnieren und 20 Partien mit dem Ergebnis +6 =7 -7 war zwei Jahre später erst einmal Schluß. Doch sie blieb auf dem Notizzettel des Bundestrainers. Im September 2016 wurde sie Internationaler Meister und nach beständig guten Leistungen in den letzten zwei Jahren steht Zoya zum zweiten Mal im deutschen Olympiakader.

Ab dem 23. September ist die georgische Stadt Batumi Gastgeber der 43. Schacholympiade. Deutschland nimmt im offenen und im Frauenturnier mit je einer Mannschaft bestehend aus je fünf Spielern und Spielerinnen teil. Einer der nominierten Spieler ist Liviu Dieter Nisipeanu. Bevor er 2014 bei der Olympiade in Tromsø (Norwegen) sein Debüt für Deutschland gab, spielte er bereits lange für Rumänien. Dabei traf er schon auf Deutschland: 1998 Olympiade in Elista Remis gegen Rustem Dautov (D - Rumänien 2:2), 2008 Olympiade in Dresden Sieg gegen Arkadij Naiditsch (D - Rumänien 2½:1½) und 2009 Europameisterschaft in Novi Sad Remis gegen Georg Meier (D - Rumänien 2½:1½).

Nach Tromsø rückte Nisipeanu übrigens dauerhaft an das erste Brett auf. Das verteidigt er seitdem wie ein Löwe und läßt die Weltklasse an sich abprallen: von 25 Partien verlor er nur zwei!

Am 23. September beginnt am Schwarzen Meer in der georgischen Stadt Batumi die 43. Schacholympiade. Deutschland nimmt im offenen und im Frauenturnier mit je einer Mannschaft bestehend aus je fünf Spielern und Spielerinnen teil. Einer der nominierten Spieler ist Georg Meier. Seine Karriere in der Nationalmannschaft begann am 21. Mai 2005 im Mitropa-Cup gegen Kroatien. Seitdem folgten noch 107 weitere Einsätze mit einer Gesamtbilanz von 29 Siegen, 61 Remis und 18 Niederlagen. Bei den 29 Siegen ragt auch einer gegen einen mittlerweile ziemlich bekannten Weltklassespieler hervor: Fabiano Caruana. Der hatte am 8. November 2011 noch eine "bescheidene" Elo von 2727 und spielte für Italien. Seltsamerweise hat ein anderer Partiegewinn für Georg Meier aber noch eine höhere Bedeutung...

Am 23. September beginnt am Schwarzen Meer in der georgischen Stadt Batumi die 43. Schacholympiade. Deutschland nimmt im offenen und im Frauenturnier mit je einer Mannschaft bestehend aus je fünf Spielern und Spielerinnen teil. Eine von ihnen ist Filiz Osmanodja, die vor zehn Jahren ihre Premiere im Nationalkader feierte. Bei der Schacholympiade in Dresden startete sie für Deutschland C.

Gestern ging in der süditalienischen Gemeinde Isola di Capo Rizzuto der Mitropa-Cup 2018 zu Ende. Nachdem unsere Frauen bereits am Freitag ihr Turnier mit den Gewinn von Gold abschlossen, ging am Sonnabend nun auch das offene Turnier über die Ziellinie. Gastgeber Italien stand bereits als Sieger fest und gönnte sich in der letzten Runde eine schnelle Punkteteilung gegen Ungarn. Die gemischte Mannschaft aus Deutschland, wo Elisabeth Pähtz gestern zu ihrem zweiten sehr erfolgreichen Einsatz kam, lag lange Zeit auf einem vierten Platz. Mit dem letzten Wettkampf, einem starken 3½:½ gegen Kroatien, konnte der noch gegen eine Bronzemedaille umgetauscht werden, da die vor Deutschland plazierte Schweiz überraschend Tschechien unterlag. Herzlichen Glückwunsch an unsere vier jungen Herren und Elisabeth Pähtz, die nun mit zweimal Edelmetall nach Hause kommt!

Souverän gewannen unsere jungen Damen heute den Mitropa-Cup. Die Aufgabe gegen Österreich wurde super gemeistert. Sarah Hoolt machte mit Schwarz ein schnelles Remis. Und mit Weiß setzten Elisabeth Pähtz und Fiona Sieber ihre Gegnerinnen unter Druck. Als beide gewannen war Deutschland nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Da war es auch zu verschmerzen, daß Annmarie Mütsch ihre remisverdächtige Partie überzog und noch überraschend unterlag.