Juni 2018

Am 23. September beginnt am Schwarzen Meer in der georgischen Stadt Batumi die 43. Schacholympiade. Deutschland nimmt im offenen und im Frauenturnier mit je einer Mannschaft bestehend aus je fünf Spielern und Spielerinnen teil. Eine von ihnen ist Filiz Osmanodja, die vor zehn Jahren ihre Premiere im Nationalkader feierte. Bei der Schacholympiade in Dresden startete sie für Deutschland C.

Gestern ging in der süditalienischen Gemeinde Isola di Capo Rizzuto der Mitropa-Cup 2018 zu Ende. Nachdem unsere Frauen bereits am Freitag ihr Turnier mit den Gewinn von Gold abschlossen, ging am Sonnabend nun auch das offene Turnier über die Ziellinie. Gastgeber Italien stand bereits als Sieger fest und gönnte sich in der letzten Runde eine schnelle Punkteteilung gegen Ungarn. Die gemischte Mannschaft aus Deutschland, wo Elisabeth Pähtz gestern zu ihrem zweiten sehr erfolgreichen Einsatz kam, lag lange Zeit auf einem vierten Platz. Mit dem letzten Wettkampf, einem starken 3½:½ gegen Kroatien, konnte der noch gegen eine Bronzemedaille umgetauscht werden, da die vor Deutschland plazierte Schweiz überraschend Tschechien unterlag. Herzlichen Glückwunsch an unsere vier jungen Herren und Elisabeth Pähtz, die nun mit zweimal Edelmetall nach Hause kommt!

Souverän gewannen unsere jungen Damen heute den Mitropa-Cup. Die Aufgabe gegen Österreich wurde super gemeistert. Sarah Hoolt machte mit Schwarz ein schnelles Remis. Und mit Weiß setzten Elisabeth Pähtz und Fiona Sieber ihre Gegnerinnen unter Druck. Als beide gewannen war Deutschland nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Da war es auch zu verschmerzen, daß Annmarie Mütsch ihre remisverdächtige Partie überzog und noch überraschend unterlag.

Am 23. September beginnt am Schwarzen Meer in der georgischen Stadt Batumi die 43. Schacholympiade. Deutschland nimmt im offenen und im Frauenturnier mit je einer Mannschaft teil. Ende April 2018 hat der Bundestrainer dafür den Kader nominiert. Liviu Dieter Nisipeanu, Georg Meier, Matthias Blübaum, Daniel Fridman und Rasmus Svane vertreten die deutschen Farben im offenen Turnier. Elisabeth Pähtz, Sarah Hoolt, Zoya Schleining, Filiz Osmanodja und Judith Fuchs bilden das Quintett im Frauenturnier, wobei Fuchs ihren Platz erst vor wenigen Tagen nach einem Wettkampf gegen die amtierende deutsche Meisterin Jana Schneider erobern konnte.

In den verbleibenden Monaten bis zur Eröffnungszeremonie bei Olympia stellen wir unsere zehn Georgien-Kandidaten vor. Den Anfang macht GM Daniel Fridman, der in Riga (Lettland) geboren wurde, 1999 nach Deutschland übersiedelte, seit 2007 die deutsche Staatsangehörigkeit hat und ein Jahr später in Dresden bei der Schacholympiade das erste Mal für Deutschland spielte.

"Österreichs Frauen sind beim Mitropacup weiter groß in Fahrt" verkündete gestern der Österreichische Schachbund. Da hatten die Frauen unseres Nachbarlandes gerade Italien und Frankreich geschlagen. Es folgte ein (wahrscheinlich nicht unerwarteter) Sieg gegen Slowenien. Und heute um 15 Uhr greifen die über alle Erwartungen glänzend aufspielenden Österreicherinnen nach dem Pott. Nur noch Deutschland steht diesem Vorhaben im Wege.

Mit einem halben Brettpunkt mehr gehen unsere Mädels in das Finale. Ein 2:2 würde also reichen für Gold. Da wir im Durchschnitt je Brett 200 Elo-Punkte mehr haben, ist das ein durchaus machbares Vorhaben. Doch die Wertungszahlen sind Schall und Rauch, wenn es ernst wird an den Brettern heute nachmittag.

Wieder mit Elisabeth Pähtz am ersten Brett besiegten unsere jungen Damen gestern Tschechien klar mit 3½:½. Die sehr starken Österreicherinnen blieben ebenso in der Erfolgsspur und besiegten Frankreich mit 3:1. Der feine Unterschied von einem halben Brettpunkt beschert Deutschland deshalb den alleinigen ersten Platz. Egal wie heute das Match gegen Frankreich ausgeht, ist Silber schon mal sicher! Das drittplazierte Kroatien hat zu wenig Brettpunkte um noch in das Duell zwischen Deutschland und Österreich eingreifen zu können.

Die Nominierung von Elisabeth Pähtz in gleich beiden deutschen Mannschaften wurde gestern durch einen realen Einsatz bestätigt. Gegen die Slowakei war es soweit. Roven Vogel durfte eine Pause machen und Pähtz rückte an das dritte Brett im offenen Turnier. Ihr männlicher Gegner war ihr auf dem Papier unterlegen, doch die Partie neigte sich beim Übergang ins Endspiel zu Gunsten des slowakischen FIDE-Meisters. Zeitweise hatte Pähtz sogar zwei Bauern weniger. Sie kämpfte bravourös und schaffte noch einen halben Punkt.
Thore Perske sorgte schlußendlich sogar für einen Mannschaftssieg, als er ein schwieriges Endspiel erfolgreich nach Hause brachte.

Bereits Ende April hat Bundestrainer Dorian Rogozenco die Nationalmannschaften für die anstehende Schacholympiade vom 24. September bis 5. Oktober 2018 in Batumi nominiert.

Allerdings gab es um das letzte Ticket für die Frauenmannschaft am vergangenen Wochenende noch einen Stichkampf, den Judith Fuchs mit 2:0 gegen U16-Vizeeuropameisterin Jana Schneider für sich entscheiden konnte.

Unsere südlichen Nachbarn gehen das Tempo der beiden deutschen Mannschaften beim Mitropa-Cup in Isola di Capo Rizzuto (Italien) weiter mit. Sowohl die Männer als auch die Frauen stehen in den Tabellen nach dem vierten bzw. dritten Spieltag mannschafts- und brettpunktgleich nebeneinander. Unsere Frauen behaupten dabei sogar gemeinsam mit den Österreicherinnen die Spitze! Österreich setzte sich mit 2½:1½ gegen Tschechien durch und Deutschland folgte mit demselben Ergebnis gegen Verfolger Slowenien.

Im Frauenturnier, das gestern pausierte, führen Deutschland und Österreich mannschafts- und brettpunktgleich. Unsere Frauen besiegten am Freitag die starken italienischen Gastgeberinnen überraschend deutlich mit 3:1. Heutiger Gegner in Runde drei ab 15 Uhr ist Slowenien, das mit nur einem halben Brettpunkt weniger auf Platz drei Tuchfühlung zu den Führenden hält.

Im offenen Turnier spielten unsere Männer am Sonnabend gegen den Gastgeber. Es wurde der erwartet schwere Wettkampf gegen den Turnierfavoriten. Die Italiener hatten möglicherweise damit gerechnet, das unser Bundestrainer Elisabeth Pähtz einsetzen würde. Die stärkste deutsche Schachspielerin durfte aber ihren spielfreien Tag genießen. Italien gewann am Ende mit 3:1. Heutiger Gegner ist Tschechien.