DBSB errang den zweiten Platz in der Mannschaftswertung in Bad Wörishofen

09.04.2020 09:59
CM Frank Schellmann, DBSB
Archiv Gerhard Dyballa
CM Frank Schellmann, DBSB

Das diesjährige 36. ChessOrg Schachfestival im bayerischen Kneippkurort Bad Wörishofen wurde vom 6. bis 14. März 2020 ausgetragen. 282 begeisterte Schachfreunde aus 28 Ländern nahmen an den drei Turnieren teil. Im A-Open spielten 116, im B-Open 58 und im Seniorenturnier 108 Schachliebhaber. 9 Runden an 9 Tagen, im geräumigen und schönen Kurhaus, gaben allen Schachfreunden die Gelegenheit sich ganz mit dem Schachspiel zu beschäftigen. Wie sich schon in den ersten Runden herausgestellt hatte, war es wegen der Corona-Pandemie für sehr lange Zeit wohl das letzte je ausgetragene Schachturnier in Deutschland.

Sechs Großmeister, vier Internationale Meister, eine Internationale Frauenmeisterin und 14 FIDE-Meister sowie zwei Damen mit diesem Titel fanden sich in der Startliste des A-Opens. Zwei Großmeister aus Russland, Jewgenij Worobjow und Wladimir Burmakin hatten mehr als 2500 Elo. Fünf weitere Spieler mit Elo über 2400 zählten ebenso zu den Favoriten des Turniers. Es handelte sich um folgende Spieler: GM Yago De Moura Santiago aus Brasilien, IM G. Akash aus Indien, GM Alexander Karpatschew aus Russland, GM Misa Pap aus Serbien und der deutsche Altmeister GM Lev Gutman. Am Ende setzten sich die Favoriten durch: Jewgenij Worobjow gewann das Turnier vor Yago de Moura Santiago. Beide erzielten herausragende 7,5 Punkte. Der russische Großmeister hatte 1,5 Buchholzpunkte mehr als der Brasilianer. Dritter wurde Alexander Karpatschew.

8 Spieler vertraten die Farben des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten- Schachbundes (DBSB). Fast alle von ihnen, 7 an der Zahl, spielten im sehr stark besetzten A-Open. Wie stark das Turnier besetzt war, zeigen die Startnummer unserer Vertreter in der Setzliste. Zwei Vertreter des DBSB hatten vor dem Turnier Elo über 2000. Olaf Dobierzin (Elo 2044, DWZ 2012) wurde als Nummer 62 in der Teilnehmerliste gesetzt. CM Frank Schellmann (Elo 2003, DWZ 1953) konnte man als Nummer 74 in der Startrangliste finden. Die Spieler des DBSB zeigten in Bad Wörishofen gute Leistungen und bekamen den zweiten Geldpreis in der Mannschaftswertung. Von den 62 gespielten Partien wurden zwar von ihnen nur 5 gewonnen, aber in 45 Partien mussten sich die zum größten Teil stärkeren Gegner mit der Punkteteilung zufrieden geben.

CM Frank Schellmann erspielte 4.5 Punkte und errang als bester Spieler des DBSB den 52 Platz. Er verbesserte sich um 30 DWZ-Punkte. In der zweiten Runde remisierte Schellmann gegen die Nummer 29 Luc Zimmermann (Elo 2173) aus den Niederlanden und in der dritten Runde spielte er gegen die Nummer 37 Michael Schäfer (Elo 2158) ein Unentschieden. Anton Lindenmair (Elo 1993) erkämpfte 4 Punkte. Er knüpfte in der 4. Runde Steve Thomas Schiffer, der Nummer 51 (Elo 2074) einen halben Punkt ab. Dieter Riegler, Olaf Dobierzin, Gert Schulz und Gerhard Dyballa hatten in mehreren Partien kein Glück und verbuchten je 3,5 Punkte auf ihren Konten. Riegler teilte sich in der 1. Runde den Punkt mit Christian Schatz (Elo 2154), der in der Endtabelle den hervorragenden 19. Rang belegte. Olaf Dobierzin erspielte nach einem harten Kampf ein Remis gegen den internationalen Meister Detlef Ulrich Heinbuch (Elo 2283), die Nummer 12 der Setzliste. Gert Schulz erkämpfte in der 1. Runde einen halben Punkt gegen Peter Klings (Elo 2161), die Nummer 35 der Startliste, Gerhard Dyballa spielte in der 3. Runde Unentschieden gegen Paul Franzis Carrasco (Elo 1917) aus USA, der in der Endabrechnung 4,5 Punkte erspielte. Manfred Heinich zeigte nach einer langen Turnierpause interessante Partien. Er erkämpfte 2,5 Punkte aus 8 Partien. In der 1. Runde knüpfte er dem schon erwähnten Niederländer Luc Zimmermann (Elo 2173) einen halben Punkt ab.

Seniorenturnier, Dr. Volker Hahn, DBSB
Archiv Gerhard Dyballa
Seniorenturnier, Dr. Volker Hahn, DBSB

Im Seniorenturnier spielte ein Vertreter des DBSB Dr. Volker Hahn. Mit seiner Elo-Zahl 1813 kam er auf die 62te Startnummer. Er erspielte gute 4 Punkte aus 8 Partien. Der Bundestrainer des DBSB Wilfried Bode bereitete einzeln die Spieler auf die Partien vor, analysierte diese mit ihnen und stand jederzeit mit guten Ratschlägen zur Verfügung.

Ergebnisse bei ChessOrg

Bleibt gesund!

Gerhard Dyballa
Pressewart des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten Schachbundes (DBSB)

// Archiv: DSB-Nachrichten - DSB // ID 10382

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