Der WM-Kandidat und Keymer starten beim ersten Superturnier des Jahres. Blübaum bekommt einen Vorgeschmack, was ihn beim Kandidaten-Wettkampf erwartet. "Das ist eigentlich etwas surreal."
15.01.2026
Eines vorneweg: Die Crowdfunding-Aktion für die Mission Kandidatenturnier von GM Matthias Blübaum ist seit Jahresende beendet. Der DSB hatte darauf bereits im Dezember verwiesen. Also: Bitte nicht mehr spenden! Allen, die das nach dem 1. Januar noch getan haben, versichert der Initiator, Carsten Karthaus, Präsident des Schachverbandes Württemberg: „Die Gelder können und werden wir noch übertragen.“ Die Aktion erbrachte knapp 23.000 Euro. Mittlerweile ist auch klar: Das Bundesministerium des Inneren wird den Kampf um die WM-Teilnahme des Lemgoers ebenfalls bezuschussen – und auch der DSB unterstützt seinen Top-Athleten für das Turnier auf Zypern vom 28. März bis 16. April. "Wir sind sehr froh über den Crowdfunding-Erfolg und die großzügige Unterstützung des BMI", so DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach, "Matthias Blübaum ist jetzt sehr gut aufgestellt für diese große Herausforderung." Eine Art Generalprobe gibt es für Blübaum ab morgen (erste Auftritte der Topspieler am Samstag) in einem ehemaligen niederländischen Fischerdorf, dessen Schachturnier weltberühmt ist. Auch, weil es alljährlich top besetzt ist. Aus deutscher Sicht ist es besonders interessant, denn gleich zwei deutsche Spitzenspieler sind im Masters vertreten: GM Vincent Keymer und GM Matthias Blübaum treffen unter anderem auf Weltmeister GM Dommaraju Gukesh. Das Tata Steel in Wijk aan Zee – der perfekte Ort, um sich unter ähnlichen Bedingungen auf das Kandidatenturnier vorzubereiten, betont Matthias Blübaum gegenüber dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit.
Weiterlesen … Matthias Blübaum und Wijk aan Zee: "Ein Trainingsturnier für ein noch wichtigeres Turnier."
Vor 25 Jahren wurde die Emanuel Lasker Gesellschaft gegründet. Der Vorsitzende Thomas Weischede über den Kampf am und neben dem Brett für mehr Verständnis, Empathie und Hilfsbereitschaft..
13.01.2026
Am vergangenen Sonntag, 11. Januar, jährte sich der Gründungstag der Emanuel Lasker Gesellschaft, in Schachkreisen kurz und knapp als ELG bekannt - zum 25. Mal. Es war ein stiller Jubiläumstag zum Jahresbeginn. Die großen Feierlichkeiten aber werden noch folgen. Man habe viele Ideen, sagt Thomas Weischede, der ELG-Vorsitzende – und kündigte noch für das erste Quartal im Jubiläumsjahr detailliertere Informationen an. Einen Vorschmack gibt der Rechtsanwalt aus Berlin aber bereits mit seinen Antworten auf die Fragen von Matthias Wolf vom DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit: Es wird 2026 eine Menge los sein rund um die ELG. Und eines wird auch klar: Die Lasker-Gesellschaft feiert im Jubiläumsjahr nicht nur sich selbst, sondern wird auch weiter an ihrem Status der Unverzichtbarkeit in der Schachszene arbeiten.
Weiterlesen … "Die Werte des Schachs können dieser Welt nur guttun."
Austausch, Impulse und Perspektiven: Tagung in Nordhausen am 07.02.2026, 10:30–17:30 Uhr – jetzt anmelden und Teil des Projekts werden
13.01.2026
Nach den Regionalkonferenzen in Süd und Nord folgt nun der Osten: Bevor das Projekt auf Bundesebene abgeschlossen wird, findet die nächste Regionalkonferenz in Nordhausen (Thüringen) statt. Ziel ist es, bis zur finalen Auswertung und dem Abschluss auf Bundesebene möglichst viele Perspektiven, Erfahrungen und Anregungen zu sammeln. Daher ist eine breite Beteiligung ausdrücklich erwünscht, bevor konkrete Maßnahmen beschlossen und umgesetzt werden.
Die Tagung findet am 07.02.2026 von 10:30 bis 17:30 Uhr in Nordhausen statt. Alle weiteren Informationen zum Veranstaltungsort, zum Ablauf sowie zur Anmeldung sind hier zu finden.
Weiterlesen … Regionalkonferenz Ost – Mehr Mädchen und Frauen für den Schachsport
Für die DSAM-Vorrunde in Ingolstadt vom 30. Januar – 2. Februar 2026 sucht der DSB zwei Volunteers.
12.01.2026
Die Volunteers sollen zur Unterstützung des Anti-Cheating-Bereichs in der Garderobe vor dem Turniersaal Smartphones und ähnliche Geräte entgegennehmen, dort verwahren und nach der Runde gegen Aushändigung einer Garderobenmarke wieder zurückgeben.
Weiterlesen … DSAM Ingolstadt: Volunteers gesucht
09.01.2026
Die Deutsche Schach-Pokalmeisterschaft für Mannschaften (DPMM) 2025/26 startet am 10. Januar mit der Vorrunde. Diese findet allerdings diesmal in zwei Etappen statt. Die acht Vierergruppen an acht unterschiedlichen Spielorten starten mit fünf Gruppen an diesem Wochenende. Die drei anderen Gruppen folgen in zwei Wochen.
In der DPMM treffen Schachvereine aus vielen verschiedenen Ligen aufeinander, die sonst nie einen Wettkampf gegeneinander spielen würden. Die Spielstärkeunterschiede sind mitunter groß und manchmal setzt sich auch der Außenseiter durch. Nicht immer ist der Favorit auf dem Papier am Ende auch der Sieger auf dem Brett. Und da an nur vier Brettern gespielt wird, kann ein überraschender Spielausgang an einem vorderen Brett schon ein Vorzeichen für einen Favoritensturz sein.
Weiterlesen … Die Mannschaftspokalmeisterschaft 2025/26 startet diesmal zweigeteilt
DSB-Referentin Nadja Jussupow, blutige Anfängerinnen - und eine ganz neue Turnier-Form beim Staufer Open: So soll Schach noch weiblicher werden.
08.01.2026
Eigentlich fehlte nur die Musik von David Bowie. „Absolute Beginners.“ Wie heißt es darin so schön? „Ich habe nicht viel anzubieten. Ich bin ein absoluter Anfänger.“ Klar, es geht bei diesem Liebessong nicht um Schach – aber der Text passt prima zu einem Turnier der besonderen Art, mit dem das Referat Frauenschach des DSB ins Neue Jahr startet. Ausgestattet mit neuen Bannern, auf denen Nadja Jussupow für ihre Wahl zum Frauenschach-Verein des Jahres wirbt und sie Frauen ohne große Schach-Vorkenntnisse zum Mitspielen auffordert („Trau Dich, mach den ersten Zug“), bat die Frauenschach-Referentin des DSB zum ersten Turnier für Anfängerinnen – Jussupow nennt sie Beginnerinnen. Dieses Vier-Runden-Turnier fand im Rahmen der traditionsreichen Staufer Open 2026 in Schwäbisch-Gmünd statt. „Eine sehr schöne Erfahrung für mich“, sagte Jussupow nach dem Frauenturnier mit insgesamt zehn Spielerinnen: „Ungewohnt, aber es hat großen Spaß gemacht.“ Und die Siegerin, mit vier Punkten aus vier Partien, Joanna Bendoraitytė-Wolf, schwärmte im Gespräch mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit: „Ich hätte niemals gedacht, dass ich sogar gewinne“, sagte die 45-Jährige und lachte: „Ich weiß eigentlich nur, wie die Figuren ziehen und dass man besonders auf den König aufpassen muss.“
Weiterlesen … "Ich weiß nur, wie die Figuren ziehen - und dass man auf den König aufpassen muss."
Nach Abschluss des Auswahlverfahrens hat das Präsidium Carsten Schmidt zum neuen Geschäftsführer berufen. Er wird seine Tätigkeit zum 01.02.2026 aufnehmen.
07.01.2026
Die Geschäftsstelle des Deutschen Schachbundes hat einen neuen Geschäftsführer. Herr Schmidt verfügt über langjährige Erfahrung in der Geschäftsführung und Finanzsteuerung mittelständischer Unternehmen. Darüber hinaus ist er mit den Strukturen des Deutschen Schachbundes bereits aus früherer Tätigkeit vertraut, unter anderem durch Buchhaltungs- und Verwaltungstätigkeiten für den Verband.
Weiterlesen … Neue Geschäftsführung beim Deutschen Schachbund
Verfahrensfehler bei der Rückkehr von Russland und Belarus an die Bretter: Die Ukraine ist Beschwerdeführer, Deutschland, England, Norwegen und Estland unterstützen.
06.01.2026
Beschwerdeführer ist der Ukrainische Schachverband, der Englische Schachverband, der Estnische Schachverband, der Norwegische Schachverband und der Deutsche Schachbund haben sich angeschlossen. In der Nacht von Montag auf Dienstag reichten diese fünf Schachverbände Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in der Schweiz ein. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass die Verbände sich wehren – gegen die Art und Weise, wie die Entscheidungen bei der Mitgliederversammlung des Weltverbandes FIDE zustande kamen, die russischen Mannschaften mit Flagge und Hymne wieder zu großen Turnieren wie der Olympiade 2026 in Usbekistan zuzulassen. Die Weichen hierfür hatte FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich, russischer FIDE-Präsident seit 2018, am 14. Dezember bei der Generalversammlung der FIDE am 14. Dezember gestellt. Eine chaotische Veranstaltung, bei der nach Ansicht zahlreicher internationaler Verbandsvertreter mehrfach das Versammlungsrecht gebeugt worden sei. Darauf hatten mehrere Mitgliedsverbände sofort verwiesen, wurden aber übergangen.
Weiterlesen … Russland-Frage vor Sportgerichtshof CAS: Der DSB und vier weitere Nationalverbände verklagen die FIDE.
DSAM-Doppelschlag in Bonn und Potsdam
05.01.2026
Zweimal mehr als 700 Teilnehmende innerhalb von nur elf Tagen – die DSAM bewies eindrucksvoll, dass sich mit ihr sowohl das Weihnachtsfest als auch der Jahresauftakt bestens verbinden lassen. Kurz vor den Feiertagen gingen in Bonn 716 Schachbegeisterte an den Start, zum Auftakt des neuen Jahres waren es in Potsdam sogar 734. Damit unterstrich die Serie einmal mehr ihre große Attraktivität und ihre besondere Bedeutung für den Breitenschachsport. Unabhängig von Spielstärke oder Alter: Bei der DSAM findet jede und jeder seinen Platz. In Potsdam reichte die Altersspanne von beeindruckenden 91 bis zu gerade einmal sechs Jahren. Der älteste Teilnehmer war Egon Raitza vom SSC Rostock 07, der jüngste Oskar Carlstedt vom Ludwigsfelder Schachclub 54 – zwischen beiden liegen stolze 85 Lebensjahre. Ein bekanntes Gesicht war ebenfalls vor Ort: Oskars Vater IM Jonathan Carlstedt, der mit seinem Schach-Shop Chess Tigers erneut mit einem eigenen Stand vertreten war. Auch für hochklassige schachliche Expertise war natürlich gesorgt: In Bonn stand GM Christopher Noe den Teilnehmenden zur Seite, in Potsdam übernahmen diese Rolle IM David Lobzhanidze sowie GM Robert Rabiega. Ein großer Dank gilt allen Unterstützern, die diese Veranstaltungen möglich machen – allen voran dem Hauptsponsor chessemy sowie Chess Tigers, Schachversand Niggemann, Emanuel-Lasker-Gesellschaft, ChessBase, Kasparov Chess Academy, Stempel Ernst und dem Maritim Hotel. Dazu sagt der Vizepräsident Sport des Deutschen Schachbundes, Prof. Dr. Jürgen Klüners:
„Über die Saison gerechnet sind das ungefähr 50.000 Euro, die wir an Sponsoring bekommen. Das ist ganz, ganz wichtig, damit wir diese Veranstaltungen überhaupt durchführen können.“
Mit diesem starken Rückenwind startet die DSAM motiviert ins neue Jahr – und die nächste Gelegenheit lässt nicht lange auf sich warten: Bereits vom 30. Januar bis 2. Februar 2026 gastiert die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft im Maritim Hotel Ingolstadt
Weiterlesen … Vom gelungenen Jahresabschluss zum erfolgreichen Start ins neue Jahr
04.01.2026
Dimo Werner ist tot. Der Internationale Meister verstarb, wie erst jetzt in Schachkreisen bekannt wurde, bereits im August 2025 im Alter von 73 Jahren in einem Pflegeheim. Jürgen Brustkern, der Werner gut kannte, informierte uns über seinen Tod.
Dimo Werner bestritt für die BRD insgesamt elf Länderspiele in den Jahren 1980 und 1983. 1980 in Rovinj (Jugoslawien) spielte der noch titellose Werner hinter IM Eric Lobron am zweiten Brett und blieb in seinen fünf Partien mit drei Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen. Die BRD gewann das Turnier vor dem favorisierten Gastgeber.Beim Mitropacup 1983 in Linz (Österreich) wurde die BRD Zweiter hinter Jugoslawien. Werner, damals bereits FIDE-Meister, spielte an Brett drei hinter den IM Stefan Kindermann und Ralf Lau. (fb)
Weiterlesen … † Dimo Werner
Carmen Voicu-Jagodzinsky setzt die Erfolgsgeschichte fort: Das Förderungsprojekt "Super Tuesday" lockte diesmal 53 Mädchen an.
02.01.2026
Teil vier des Super-Tuesday-Trainings im Rahmen des DSB-Mädchen-Schach-Förderungsprojekts U12. „Erneut sehr lehrreich und erfolgreich“, lautete das Fazit von DSB-Frauenschach-Referentin WFM Nadja Jussupow, die die Trainingsserie initiiert hat. Diesmal nahmen 53 Mädchen an der Online-Trainingseinheit mit FIDE-Trainerin WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky teil, die hinterher von „sehr aufmerksamen und wissbegierigen“ Spielerinnen berichtete.
Weiterlesen … DSB-Trainingsprogramm, vierter Streich: Harte Taktik-Nüsse für Mädchen